Pure Storage erweitert seinen Servicekatalog in Pure-as-a-Service 2.0 Nur für den wirklichen Verbrauch zahlen

Autor / Redakteur: Michael Matzer / Dr. Jürgen Ehneß

Der Storage-Anbieter Pure Storage hat sein Hybrid-Cloud-Angebot Pure-as-a-Service in der zweiten Version um einen Servicekatalog erweitert und die Preisgestaltung transparenter gemacht.

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Nur für den wirklichen Verbrauch bezahlen: ein fast schon revolutionärer Gedanke in der Welt des Speicherns.
Nur für den wirklichen Verbrauch bezahlen: ein fast schon revolutionärer Gedanke in der Welt des Speicherns.
(Bild: gemeinfrei / Pixabay )

Pure Storage bietet in der Cloud mehrere Bundles an. Das Angebot „Pure-as-a-Service“ soll den Kunden eine Migration zu einem Cloud-gestützten Betrieb ihrer Speicherumgebung erlauben. „Der Kunde will allerdings nur für das zahlen, was er wirklich verbraucht und nutzt, also pay as you go“, erläutert Markus Grau, Systems Engineer Europe bei Pure Storage. „Das ist ein echtes OPEX-Modell, und das ist das Modell von Pure aaS 1.0.“ Was sich die Kunden wünschten, sei eine erhöhte Transparenz bei der Gestaltung ihrer Kosten – und was sie dafür bekämen. Diese Informationen soll Pure-as-a-Service 2.0, das kürzlich angekündigt wurde, liefern. Erstmals findet der Interessent auch eine Preistabelle. Schnell wird klar: Sie erlaubt nicht nur mehr Flexibilität, sondern ermutigt auch zum Wachstum.

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Servicekatalog

Der neue Servicekatalog bietet eine höhere Transparenz und feinere Granularität, wenn der Kunde Dienste hinsichtlich Leistung und Kapazität auswählen will. Kunden sollen den benötigten Dienst und Speicherplatz je nach Workload leicht identifizieren können. Die Preisgestaltung pro GB ist klar und in einer Tabelle leicht nachzuvollziehen. „Pufferkapazität ist immer vorhanden“, versichert Grau. Es gibt allerdings einen Abschlag für zusätzlich gebuchte Kapazität, zum Beispiel 100 TiB (Tebibyte) Standard + 100 TiB Zuschlag: Von 0,02 Cent/GB Standard + Zuschlag fällt der Preis auf 0,016 Cent/GB.

Dazu ist anzumerken, dass bei Pure immer die real nutzbare Speicherkapazität in Tebibyte gemeint ist. 1 Tebibyte (TiB) entspricht 1.099.511.627.776 Byte, also nicht 1.024 GB. 1 Terabyte entspricht 0,9095 Tebibyte. Pure rechnet also für den Kunden günstiger.

Block Storage verfügt über verschiedene Serviceniveaus: Capacity, Performance, Premium und Ultra sowie UFFO. Jede Ebene hat ihre spezifischen Anwendungsfälle, und unter dem Punkt „Pure Subscription Management“ in Pure1 hat sie der Nutzer jederzeit im Griff.

Der Capacity Tier, geeignet für IoT-Snapshots, bietet geringere Verpflichtungen, senkt jetzt die niedrigere Eintrittsschwelle von 200 TiB und erlaubt Kunden eine einfache Skalierung im Laufe der Zeit. Kunden können nun Blockkapazitäten mit einem Minimum von 200 TiB nutzen, was den minimalen Einstiegspunkt von 300 auf 200 um ein Drittel senkt. Andere Tiers behalten ihre Mindestverpflichtung von 50 TiB bei.

Der Performance Tier dient dazu, Hybrid- und Multi-Cloud-Umgebungen zu beschleunigen, zum Beispiel Virtual Desktop Infrastructure (VDI).

Der Premium Tier dient dazu, spezielle Tier-1-Workloads wie Container und Test-/Dev-Anwendungen zu unterstützen.

Der Ultra Tier wurde für In-Memory-Datenbanken wie SAP HANA entworfen.

Der UFFO-Service (Unified Fast File and Object) soll es Kunden erlauben, aus Premium- und Ultra-Performance-Tiers zu wählen. Damit sollen sie nicht nur herkömmliche Datei- und Cloud-Objekt-Workloads unterstützen können, sondern auch eine Vielzahl von Anforderungen für KI- und ML-Verfahren, Hochleistungsberechnungen und Software-Entwicklung.

Das Prinzip ist einfach: Je mehr GB im jeweiligen Block Service gebucht werden und je länger die Laufzeit ausfällt, desto günstiger wird es für den Kunden. Will der Kunde zusätzlichen Speicher buchen, etwa in einem leistungsstärkeren Service, ändert sich der Endpreis pro GB.

Full Stack as a Service

Der Full-Stack-Service ist ein Sonderfall, denn er baut nicht nur auf die Services von Pure, sondern zusammen mit seinem Partner Cisco auch auf deren Angebote auf. Damit kann der Kunde Buchungen für Storage, Compute und Netzwerk durch ausgewählte Partner von Pure und Cisco vornehmen, die verbrauchsabhängig und flexibel sind. Auf der Grundlage von Pure und Cisco „FlashStack“, die seit Jahren angeboten wird, können Partner mehrere Versionen des flexiblen Verbrauchs für den Full Stack bereitstellen und gleichzeitig von den Cisco Validated Designs (CVDs) profitieren. „Die CVDs sind quasi Blaupausen für Anwendungsfälle“, erläutert Markus Grau.

Analystenstimme

IDC prognostiziert, dass 75 Prozent der Unternehmen bis 2021 die Vorteile des As-a-Service-Verbrauchs erkennen werden, was zu einem dreifachen Anstieg der Nachfrage nach Vor-Ort-Infrastruktur führt, die über flexible und As-a-Service-Lösungen bereitgestellt wird“, sagt Susan Middleton, Research Director of Flexible Consumption and Financing Strategies for IT Infrastructure bei IDC. Die Daten von IDC unterstrichen, dass die globale Pandemie diesen Wandel beschleunigt habe.

Laut Middleton gingen Unternehmen schneller denn je zu As-a-Service-Modellen über, denn sie hätten Wunsch nach mehr Kapazität und Leistung zur Verbesserung der geschäftlichen Agilität. „In einer Zeit sich ändernder Geschäftsanforderungen“, so die Analystin weiter, „wünschen sich die Kunden Kostentransparenz, Einfachheit und betriebliche Effizienz sowie einen unkomplizierten Zugang zur Cloud, der es ihnen ermöglicht, Kapital zu sparen.“

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