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Speicherlösungen im Vergleich: Open Source als Storage nutzen Open-Source-Storage in Unternehmen einsetzen: NAS oder Linux-Dateiserver?

Von Thomas Joos 6 min Lesedauer

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NAS-Systeme, Open-Source-Lösungen und Linux-Dateiserver bieten unterschiedliche Ansätze zur Datenverwaltung. Während QNAP und Synology auf Benutzerfreundlichkeit setzen, bieten Open-Source-Lösungen wie TrueNAS und Samba-Lösungen maximale Anpassbarkeit. Der Artikel vergleicht die Systeme.

Wohin mit den Daten? Dieser Artikel vergleicht die Möglichkeiten, Vorteile und Nachteile von Hardware-NAS-Systemen, Open-Source-Lösungen und Linux-Dateiservern.(Bild:  ©your_photo, Getty Images via Canva.com)
Wohin mit den Daten? Dieser Artikel vergleicht die Möglichkeiten, Vorteile und Nachteile von Hardware-NAS-Systemen, Open-Source-Lösungen und Linux-Dateiservern.
(Bild: ©your_photo, Getty Images via Canva.com)

Ein NAS-System ist für Unternehmen und anspruchsvolle Heimanwender sinnvoll, um zentral Daten zu speichern und im Netzwerk verfügbar zu machen. Bei der Wahl eines geeigneten Systems stehen Anwendern kommerzielle NAS-Geräte wie die von QNAP und Synology, Open-Source-NAS-Lösungen wie TrueNAS, OpenMediaVault und XigmaNAS sowie selbst konfigurierte Linux-Dateiserver mit Samba zur Verfügung. Jedes dieser Systeme bietet spezifische Vorteile und Nachteile, die auf unterschiedliche Einsatzbereiche und Nutzerprofile abgestimmt sind. Ein technischer Vergleich zeigt die Vorzüge und Einschränkungen der verschiedenen Ansätze.

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Kommerzielle NAS-Geräte: Benutzerfreundlichkeit und erweiterte Funktionen

Kommerzielle NAS-Geräte von QNAP und Synology bieten eine fertige Lösung, die speziell für eine einfache Handhabung und hohe Stabilität im Dauerbetrieb entwickelt wurde. Die Hardware und Software dieser Systeme sind optimal aufeinander abgestimmt und unterstützen standardmäßig Funktionen wie RAID, Backups, Medien-Streaming und oft auch Virtualisierungslösungen. Die Verwaltung erfolgt über eine intuitive Web-Oberfläche, die auch weniger erfahrene Anwender nutzen können. Dank regelmäßiger Firmware-Updates und dediziertem Herstellersupport sind diese Systeme besonders für Unternehmen und Nutzer interessant, die keine tiefgehenden technischen Kenntnisse besitzen und auf eine wartungsarme Lösung angewiesen sind.

Die Hersteller integrieren eine breite Palette an Netzwerkprotokollen wie SMB/CIFS und NFS und bieten oft erweiterte Anwendungen, wie die Integration in Cloud-Umgebungen, Containerisierung und die Möglichkeit zur Ausführung virtueller Maschinen. Allerdings sind kommerzielle NAS-Systeme häufig kostspielig und an die proprietäre Hardware des Herstellers gebunden. Erweiterungen und Upgrades sind dadurch meist nur durch teure Zusatzgeräte oder über spezielle Lizenzmodelle möglich.

Open-Source-NAS-Systeme: Flexibilität und hohe Anpassbarkeit

Open-Source-NAS-Systeme wie TrueNAS, OpenMediaVault und XigmaNAS bieten eine flexible und kostengünstige Alternative zu kommerziellen NAS-Geräten. Diese Betriebssysteme ermöglichen die Einrichtung eines NAS auf Standard-Hardware, was besonders für Anwender attraktiv ist, die vorhandene Hardware weiterverwenden oder spezielle Hardware-Anforderungen umsetzen wollen.

TrueNAS, der Nachfolger von FreeNAS, sticht durch seine robuste Unterstützung für das ZFS-Dateisystem hervor. ZFS bietet hohe Datenintegrität und erweiterte Funktionen wie Snapshots, Deduplizierung und Komprimierung. TrueNAS unterstützt gängige Netzwerkprotokolle wie SMB, NFS, AFP und iSCSI. Es bietet mit seiner webbasierten Verwaltung und zahlreichen Plug-ins, darunter Nextcloud und Plex, viele Funktionen, die die Einsatzmöglichkeiten erweitern. Hochverfügbarkeitslösungen und SSD-Caching (L2ARC und ZIL) sind ebenso verfügbar und machen TrueNAS zu einer professionellen Lösung für Umgebungen mit hohen Performanceanforderungen.

OpenMediaVault (OMV), auf Debian basierend, ist eine weitere bekannte Open-Source-Lösung, die sich durch eine benutzerfreundliche Weboberfläche und ein umfassendes Plug-in-System auszeichnet. OMV unterstützt SMB/CIFS, NFS, Rsync und FTP, wodurch verschiedene Netzwerkumgebungen bedient werden können. Erweiterungen durch Drittanbieter-Plug-ins, etwa für Medienserver oder Cloud-Synchronisation, machen OMV flexibel und ermöglichen eine einfache Integration in bestehende Netzwerke.

XigmaNAS, zuvor als NAS4Free bekannt, basiert auf FreeBSD und ist darauf ausgelegt, Network-Attached-Storage-Dienste für unterschiedliche Betriebssysteme bereitzustellen. Es bietet Protokollunterstützung für SMB/CIFS, NFS, AFP und iSCSI, was eine hohe Kompatibilität mit verschiedenen Netzwerkumgebungen sicherstellt. XigmaNAS ist besonders für kleine und mittlere Unternehmen geeignet, die eine NAS-Lösung für heterogene Netzwerke suchen und dabei auf Anpassbarkeit und Interoperabilität angewiesen sind.

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TrueNAS vs. Unraid vs. Samba: Vergleich für den Einsatz im Heimnetzwerk

TrueNAS und Unraid sind zwei populäre NAS-Betriebssysteme, die sich insbesondere in ihrer Herangehensweise an Speicherverwaltung und Datensicherheit unterscheiden. Während TrueNAS auf dem Dateisystem ZFS basiert und damit eine hohe Datenintegrität sowie effiziente Speicherverwaltung bietet, setzt Unraid auf ein flexibleres Modell, das unterschiedliche Festplattengrößen in einem Array kombiniert und mit einem Paritätslaufwerk schützt. TrueNAS richtet sich eher an Nutzer, die Datensicherheit priorisieren, benötigt jedoch eine vorausschauende Planung, da ZFS nicht so flexibel in der Speichererweiterung ist wie das von Unraid genutzte System.

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Ein entscheidender Punkt für die Nutzung im Heimnetzwerk ist die Unterstützung von Dateifreigaben über SMB, das beide Systeme anbieten. Unraid ermöglicht es, SMB-Shares einfach zu konfigurieren, auch wenn die Benutzeroberfläche nicht immer intuitiv ist. TrueNAS punktet mit zusätzlichen Features wie iSCSI-Unterstützung, was besonders in komplexeren Netzwerkumgebungen hilfreich ist.

Ein Linux-Server mit Samba stellt eine Alternative zu TrueNAS und Unraid dar, insbesondere für Nutzer, die maximale Flexibilität und Kontrolle über ihre Netzwerkfreigaben wünschen. Da Samba auf nahezu jeder Linux-Distribution installiert werden kann, bleibt die Wahl des Betriebssystems und der darunter liegenden Konfiguration vollständig in der Hand des Administrators. Dies ermöglicht eine detaillierte Anpassung der Freigabekonfiguration, inklusive benutzerdefinierter Zugriffsrechte und der Option, Dienste genau auf die spezifischen Netzwerkbedürfnisse anzupassen. Auch lässt sich ein Linux-Server oft leichter in ein bestehendes Netzwerk integrieren, da er sich anpassen lässt, um mit unterschiedlichen Netzwerktopologien und Authentifizierungssystemen zu arbeiten.

Ein Nachteil gegenüber spezialisierten NAS-Lösungen wie TrueNAS und Unraid liegt jedoch im deutlich höheren Konfigurationsaufwand. Anders als diese Plattformen, die mit benutzerfreundlichen Oberflächen und vorkonfigurierten Lösungen ausgestattet sind, erfordert ein Linux-Server mit Samba tiefgehende Linux-Kenntnisse und regelmäßige Wartung. Diese manuelle Anpassbarkeit bedeutet, dass Backups, Monitoring und sogar erweiterte Features wie Snapshots entweder separat eingerichtet oder mit zusätzlichen Tools nachgerüstet werden müssen. Außerdem bieten dedizierte NAS-Systeme oft Optimierungen für den Betrieb in kleineren Netzwerken, die bei einer rein Software-basierten Samba-Implementierung manuell konfiguriert werden müssten.

Darüber hinaus verzichten Linux-Server im Standard oft auf ZFS- und Btrfs-Unterstützung, was zu Einschränkungen bei Funktionen wie der Datendeduplizierung oder den Snapshots führt, die TrueNAS und andere Open-Source-NAS-Systeme über ZFS nativ anbieten. Letztlich ist ein Linux-Server mit Samba vor allem dann eine geeignete Lösung, wenn maximale Flexibilität und offene Systemarchitektur gewünscht werden, während TrueNAS und Unraid mit spezifischen Features und einer höheren Benutzerfreundlichkeit punkten, die den Einsatz in einer HomeLab-Umgebung oder im Unternehmensnetzwerk erheblich erleichtern.

Linux-Dateiserver mit Samba: maximale Anpassbarkeit und volle Kontrolle

Ein Linux-Dateiserver, der mit Samba betrieben wird, bietet maximale Anpassbarkeit und Flexibilität, da er sich vollständig auf die Anforderungen des Anwenders abstimmen lässt. Samba ist eine Open-Source-Implementierung des SMB/CIFS-Protokolls und ermöglicht die Integration des Servers in Windows-basierte Netzwerke, wodurch er besonders für Unternehmen mit heterogenen Systemlandschaften attraktiv ist. Samba bietet zudem detaillierte Konfigurationsmöglichkeiten für rollenbasierte Zugriffskontrollen und erweiterte Sicherheitsfunktionen, die kommerzielle NAS-Geräte in dieser Form oft nur eingeschränkt bieten. Dazu kommt die Möglichkeit zum Betrieb eines Active-Directory-Domänencontrollers mit Samba.

Ein Linux-Dateiserver mit Samba bietet den Vorteil, auf beliebiger Hardware und mit verschiedenen Dateisystemen zu arbeiten. So können erfahrene Administratoren Hardware auswählen und Dateisysteme wie Ext4 verwenden, um die Leistung und Sicherheit optimal anzupassen. Ein Nachteil ist der hohe Konfigurations- und Wartungsaufwand, da der Samba-Server regelmäßig angepasst und aktualisiert werden muss, um Sicherheits- und Leistungsstandards zu erfüllen. Im Gegensatz zu kommerziellen und Open-Source-NAS-Lösungen fehlt hier eine grafische Weboberfläche, sodass die Verwaltung häufig über die Kommandozeile erfolgt, was fortgeschrittene Kenntnisse in Linux erfordert.

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Vorteile eines Samba-Linux-Servers: Flexibilität und tiefgreifende Netzwerksteuerung

Ein Samba-Linux-Server bietet im Vergleich zu einem NAS weitreichende Konfigurationsmöglichkeiten auf Netzwerk- und Dateisystemebene, die gerade in komplexen, heterogenen Umgebungen von Vorteil sind. Während NAS-Systeme meist auf eine eingeschränkte, vorkonfigurierte Software-Basis zurückgreifen, erlaubt Samba auf einem Linux-Server die detaillierte Anpassung an spezifische Anforderungen, etwa durch umfassende Konfigurationsdateien und Zugriffskontrolllisten (ACLs), die über einfache Freigabeberechtigungen hinausgehen. Ein Samba-Server kann zudem nahezu beliebige Netzwerkprotokolle unterstützen und lässt sich flexibel in bestehende Authentifizierungssysteme wie LDAP und Kerberos einbinden, was in NAS-Systemen oft nur eingeschränkt oder mit Zusatzmodulen möglich ist.

Durch die freie Auswahl an Hardware- und Software-Komponenten lassen sich mit einem Linux-Samba-Server außerdem maßgeschneiderte Systeme aufbauen, die spezifische Performance- und Sicherheitsanforderungen erfüllen. Gerade für Administratoren, die ihre IT-Infrastruktur eng an die Sicherheitsrichtlinien und Unternehmensanforderungen anpassen müssen, bietet Samba auf einem Linux-Server die ideale Kombination aus Kontrolle und Flexibilität.

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Open-Source-Storage – Speicher-Software zum Nulltarif

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(Bild: Storage-Insider)

Der Bedarf an Speicherkapazität steigt von Tag zu Tag – nicht nur, um die Daten von Produkten, Kunden und Transaktionen zu sichern, sondern auch, um Compliance-Anforderungen zu erfüllen und Auditierungen gut zu überstehen. Eine leistungsfähige Storage-Lösung ist also gefragt. Eine kostenlose Option bietet Open-Source-Software für Storage, insbesondere dann, wenn man sie selbst den eigenen Anforderungen anpassen darf.

Die Themen im Überblick:

  • Warum Storage als Open Source?
  • NAS & Objektspeicher
  • Backup & Disaster Recovery
  • Dateisysteme
  • Technologiestapel & Ökosysteme

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