SeaweedFS, ein einfaches und hoch skalierbares verteiltes Dateisystem. Es bietet Lösungen für den effizienten Umgang mit Milliarden von Dateien und die schnelle Bereitstellung von Daten. Durch den modularen Aufbau und verschiedene Integrationsmöglichkeiten lässt sich das System vielseitig im Unternehmensumfeld einsetzen.
SeaweedFS für Speicherung großer Datenmengen verwenden.
(Bild: Joos)
SeaweedFS ist ein verteiltes Dateisystem, das von einer Open-Source-Community entwickelt wird und eine flexible, kosteneffiziente Speicherlösung für Unternehmen darstellt. Der Aufbau des Systems basiert auf einem Object-Store, welcher besonders kleine Dateien effektiv verarbeitet. Anstatt Metadaten zentral zu speichern, verwaltet SeaweedFS die Datei- und Metadatenverteilung auf Volume-Servern, was die Belastung des zentralen Masters verringert und parallelen Datenzugriff erlaubt.
SeaweedFS verstehen
Die Installation von SeaweedFS erfolgt unkompliziert mit nur einem einzigen Binary, das je nach Bedarf als Master-Server, Volume-Server, Filer und S3-Gateway konfiguriert wird. Die Skalierbarkeit ist ein zentraler Vorteil: Neue Volume-Server lassen sich nahtlos hinzufügen, wodurch das System ohne Rebalancing-Downtime wächst. Dies macht SeaweedFS besonders geeignet für Anwendungen, die regelmäßig große Mengen an Daten generieren und speichern müssen, wie bei der Bildverarbeitung oder in Big-Data-Anwendungen.
Durch die Implementierung der Facebook-Technologien aus den Projekten Haystack und Tectonic setzt SeaweedFS auf bewährte Architekturprinzipien. Die auf f4 basierende Erasure-Coding-Funktion sorgt dafür, dass redundante Daten minimal gespeichert werden und dennoch hohe Verfügbarkeit und Fehlerresilienz bestehen. Dabei bleibt der Overhead gering: Für jede Datei werden nur 40 Byte Metadaten benötigt, was den Speicherbedarf effizient hält und Lesezugriffe schnell gestaltet.
SeaweedFS bietet verschiedene Replikationslevel und eine Rack- sowie Rechenzentrums-Awareness, um Daten über mehrere Standorte hinweg zu sichern. Durch automatische Master-Server-Failover bleibt das System auch bei Hardware-Ausfällen funktionsfähig. Eine weitere nützliche Funktion ist die automatische Gzip-Komprimierung, die je nach Dateityp Speichereffizienz gewährleistet.
Die Integration von SeaweedFS in Cloud-Infrastrukturen, wie AWS und Google Cloud, ermöglicht eine Datenhaltung, bei der aktive Daten lokal und ältere, weniger häufig verwendete Daten kostengünstig in die Cloud ausgelagert werden. Diese Hybrid-Speicherstruktur stellt sicher, dass der Zugriff auf Daten jederzeit gewährleistet bleibt und gleichzeitig die Kosten für Cloud-Ressourcen minimiert werden. Durch diese flexible Datenverwaltung lässt sich SeaweedFS in Kubernetes-Umgebungen integrieren und als ContainerStorage Interface (CSI) betreiben, was die Anwendbarkeit im modernen DevOps-Umfeld erhöht.
Als Fileserver unterstützt SeaweedFS neben Verzeichnissen auch POSIX-Attribute und bietet somit ein fast herkömmliches Dateisystem. Dies wird durch die Verwendung linear skalierbarer Metadatenbanken erreicht, die von MySQL bis hin zu modernen NoSQL-Lösungen wie Cassandra und Redis reichen. Der Filer unterstützt Replikationsmechanismen für eine aktive-aktive Datenverfügbarkeit, die in Multi-Cluster-Umgebungen eine schnelle Wiederherstellung der Daten ermöglicht.
SeaweedFS erfüllt durch ein AES256-GCM-verschlüsseltes Speichersystem auch moderne Sicherheitsanforderungen. In Kombination mit einer Amazon-S3-kompatiblen API und der Hadoop-Unterstützung für Big-Data-Anwendungen stellt SeaweedFS ein vielseitiges Tool zur Datei- und Datenspeicherung dar. Es ermöglicht asynchrone Replikation zur Cloud, was besonders für Anwendungen mit lokalem Zugriff und Cloud-basierten Backups attraktiv ist.
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