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Datenspeicherung, Backup, AD-Domänencontroller, DNS-Server und mehr Serverersatz: NAS-Systeme von Synology für KMU

Von Thomas Joos

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NAS-Systeme von Synology werden über das Betriebssystem DiskStation Manager (DSM) gesteuert. Dieses erlaubt aber weit mehr als die Speicherung von Daten, sodass ein NAS auch als Ersatz für einen Server zum Einsatz kommen kann. Dieser Beitrag zeigt die Möglichkeiten.

Synology-NAS-Systeme sind weitverbreitet und eignen sich für zahlreiche Zwecke. Die 2022 vorgestellte DiskStation DS1522+ lässt sich mit Hilfe entsprechender Expansionseinheiten auf bis zu 15 Laufwerke ausbauen.(Bild:  Synology)
Synology-NAS-Systeme sind weitverbreitet und eignen sich für zahlreiche Zwecke. Die 2022 vorgestellte DiskStation DS1522+ lässt sich mit Hilfe entsprechender Expansionseinheiten auf bis zu 15 Laufwerke ausbauen.
(Bild: Synology)

NAS-Systeme von Synology bieten dank des Betriebssystems DiskStation Manager (DSM) und einer sehr aktiven Community zahlreiche Einsatzgebiete, die vor allem für KMU sinnvoll einsetzbar sind. Neben dem Betrieb als Datenspeicher kann ein Synology NAS auch als vollwertiger Domänencontroller zum Active Directory genutzt werden, als Appliance zur Sicherung von Daten auf externe Festplatten oder andere NAS-Systeme oder als DHCP-Server, Webserver und vieles weitere mehr. Mit der App „Universal Search“, die aus dem Paketzentrum bei Synology auf den NAS-Systemen mit DSM installiert werden kann, lassen sich übrigens einzelne Ordner indexieren. Das hat den Vorteil, dass die Dateien in der Weboberfläche schneller gefunden werden können.

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Das Paketzentrum, DSM und Linux sind für Synology-NAS-Systeme wichtig

Ermöglicht wird das über das „Paketzentrum“, das in der Weboberfläche des DSM zur Verfügung steht. Neben Paketen, die Synology zur Verfügung steht, sind hier auch haufenweise Pakete für Unternehmen und kleine Büros verfügbar. In vielen Unternehmen kann ein NAS von Synology bedenkenlos einen kleinen Server ersetzen. Wir haben diese Möglichkeiten auch bereits im Beitrag „Synology-NAS-Systeme für kleine Netzwerke nutzen“ behandelt.

Da das Betriebssystem von Synology mit der Bezeichnung DiskStation Manager (DSM) auf Linux basiert, können Entwickler mit etwas Erfahrung in Linux durchaus problemlos eigene Anwendungen/Pakete entwickeln. Um eigene Pakete zu entwickeln, stellt Synology eine Entwicklungsplattform zur Verfügung. Für die Entwicklung von Anwendungen für Synology-NAS-Systeme muss zunächst eine Anmeldung erfolgen. Mehr dazu zeigen wir im Beitrag „Mit dem Synology SDK Anwendungen für KMU entwickeln“.

Bei Xpenology handelt es sich um eine frei verfügbare Portierung des Synology-NAS-Systems mit der Bezeichnung DiskStation Manager (DSM). Mit dem System können Anwender auf eigener Hardware ein NAS-System aufbauen, das wie ein NAS-System von Synology gesteuert wird. Auch die verfügbaren Pakete für Synology-NAS-Systeme lassen sich in Xpenology nutzen. Auch die aktuelle DSM-7.0-Version ist als Xpenology-Version bereits verfügbar. Wir haben dieses System im Beitrag „Xpenology – NAS-Betriebssystem für eigene Hardware nutzen“ ausführlicher behandelt.

Neue NAS-Systeme von Synology 2022 und 2023

Eine neue Lösung, die auch mehr Daten speichern kann, ist die DiskStation DS1522+. Wem kleinere Ausgaben von Synology-NAS-Systemen ausreichen, der kann auch auf die neuen NAS-Systeme von Synology warten. Das Modell DS723+ setzt auf einen AMD-Embedded-Ryzen-R1600-Prozessor, genauso wie DS1522+, nur mit zwei anstatt mit fünf Schächten. Erwartet wird auch das NAS-System DS223, während das 4-Bay-NAS DS923+ jüngst bereits gelauncht wurde. Beim Kauf eines neuen NAS sollte darauf geachtet werden, wie lange dieses noch im Support ist und ob Pakete wie der Directory Server oder auch Microsoft 365 Active Backup und MailPlus Server unterstützt werden, wenn diese zum Einsatz kommen sollen.

Synology-NAS-Systeme bieten zahlreiche Zusatzfunktionen und eine webbasierte Verwaltung

Die Verwaltung von Synology-NAS-Systemen erfolgt über den Webbrowser. Dazu stellt DSM eine übersichtliche Weboberfläche zur Verfügung, mit der zusätzliche Pakete, aber auch die Systemeinstellungen zentral verwaltet werden können, bequem über das Netzwerk. Über das Paketzentrum lassen sich zusätzliche Pakete installieren, in den meisten Fällen ohne Kosten und weitere Lizenzierung. Die Verwaltung eines Synology-NAS-Systems mit DSM 7.x erläutern wir umfassend im Beitrag „Synology DSM 7: Problembehebung und erste Schritte“.

Active-Directory-Domänencontroller mit Synology-NAS und DSM umsetzen

Es ist zum Beispiel möglich, aus dem NAS-System einen Domänencontroller für Active Directory zu erstellen, inklusive Gruppenrichtlinien und der Möglichkeit, auf Standardtools zur Verwaltung von Active Directory zu setzen. Das Paket dazu steht aber nicht auf allen NAS-Systemen von Synology zur Verfügung. Eine Liste der kompatiblen Geräte ist auf der Synology-Seite zu finden. Zusammen mit dem Dienst kann das NAS-System auch als DNS-Server zum Einsatz kommen. In dieses Active Directory können Sie anschließend Windows- und Linux-Clients genauso aufnehmen wie Macs.

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E-Mail-Server oder Anbindung an Microsoft 365 mit einem Synology-NAS

Es ist außerdem möglich, auf einem Synology-NAS-System einen eigenen E-Mail-Server zu betreiben. Dazu installieren Sie auf dem NAS das Paket Synology MailPlus Server (https://www.synology.com/de-de/dsm/feature/mailplus). Auch dieser Dienst steht kostenlos zur Verfügung und kann über das Paketzentrum installiert werden. Die Verwaltung des Mail-Servers erfolgt über die Weboberfläche im DSM. Für den Server gibt es auch einen Virenschutz, der ebenfalls über das Paketzentrum installiert werden kann.

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Unternehmen, die auf Microsoft 365 setzen, können das Synology-NAS auch als dringend notwendige Backup-Lösung für Microsoft 365 nutzen. Warum ein Backup für Microsoft 365 notwendig ist, können Sie im Beitrag „Backup für Microsoft 365: unverzichtbar“ nachlesen. Bei vielen Synology-NAS-Systemen ist auch ein Paket verfügbar, mit dem Unternehmen kostenlos ein Backup von Microsoft 365 auf dem NAS-System durchführen können.

Mehr zu „Synology Active Backup for Microsoft 365“ ist im Beitrag „Backup für Microsoft 365: unverzichtbar – Teil 2“ zu finden. Im Beitrag „NAS-Daten mit privater Cloud nutzen“ beschreiben wir noch, wie sich ein Synology-NAS-System mit verschiedenen Cloud-Diensten synchronisieren lässt, zum Beispiel Dropbox, Microsoft OneDrive, Microsoft Azure oder Microsoft SharePoint Online. Details hierzu bietet der Beitrag „Synology-NAS mit Cloud-Speichern synchronisieren“.

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(Bild: Storage-Insider)

In den vergangenen Jahren haben Unternehmen mehr Daten generiert als je zuvor, und dieser Trend wird sicher so bald nicht abklingen. Für kleine und mittlere Unternehmen ist ein NAS-System (Network Attached Storage) eine der einfachsten Lösungen angesichts des rapide zunehmenden Datenaufkommens. Kapazität, RAM und Security sind nur einige der Aspekte, die beim Kauf zu beachten sind. In diesem eBook geben wir einen vollständigen Überblick und nennen die aktuell beliebtesten NAS-Systeme:

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