SDS-Lösungen von IBM für die Multi-Cloud

Software-definierte Speicher sind das Bindeglied

| Redakteur: Tina Billo

Die IBM Spectrum Storage-Produktfamilie umfasst ein breites Spektrum aufeinander abgestimmter SDS-Lösungen, mit deren Einsatz Unternehmen den Übergang hin zu verteilten Multi-Cloud-Architekturen meistern können.
Die IBM Spectrum Storage-Produktfamilie umfasst ein breites Spektrum aufeinander abgestimmter SDS-Lösungen, mit deren Einsatz Unternehmen den Übergang hin zu verteilten Multi-Cloud-Architekturen meistern können. (Bild: IBM)

Software-defined Storage legt das Fundament für den Aufbau von Multi-Cloud-Architekturen und schafft die Rahmenbedingungen, um deren Vorteilen in vollem Umfang auszuschöpfen. Doch zu entscheiden, welche SDS-Lösungen nun die richtigen sind, ist nicht einfach. Was müssen sie leisten, um Daten übergreifend zur Verfügung zu stellen, zu schützen und zu verwalten?

Software-defined Storage ist nach wie vor ein weit gefasster Begriff. Der Mangel an einer allgemeingültigen Definition und offiziellen Standards gewährt den Herstellern bei der Auslegung somit Spielraum. Dementsprechend unterscheiden sich die ihren Produkten zugrunde liegenden Architekturen und Technologien. Das wiederum macht Vergleiche und damit die Auswahl zu einer mühseligen Angelegenheit.

Erschwerend kommt hinzu, dass nahezu alle Storage-Hersteller ihren Lösungen inzwischen das Etikett "softwaredefiniert" anheften. Neue Angebote halten in dem noch jungen, in der Entwicklung begriffenen Markt in schnellem Tempo Einzug. Einige hiervon sind jedoch lediglich auf bestimmte Szenarien ausgelegt oder bieten nur einen Bruchteil der für die Realisierung einer Multi-Cloud-Architektur wesentlichen Leistungsmerkmale und Funktionen.

Ganzheitlich anstelle punktuell

Die Verbindung der unternehmenseigenen IT – ob traditionelle On-Premise-Infrastruktur, private Cloud oder ein Mix beider Bereitstellungsmodelle – mit multiplen öffentlichen Clouds verlangt allerdings nach mehr. Hier sind umfassende SDS-Lösungen gefragt, die mit jedem Speicher – ob block-, datei- oder objektbasiert – zusammenspielen und heterogen aufgebaute Multi-Cloud-Umgebungen basierend auf anwendungssensitiven Regeln strukturieren und organisieren können.

Ausgestattet mit allen notwendigen Automatisierungs- und Datenmanagement-Funktionen, ermöglichen solche Anwendungen, bestehende Kapazitäten besser auszulasten sowie nahezu beliebig nach dem Scale-out-Prinzip zu erweitern.

Lösungen, mit denen sich Daten beherrschen lassen

Zu den Herstellern, die sich dem SDS-Ansatz verschrieben haben und ihr Angebot konsequent in diese Richtung ausbauen, zählt IBM. Das Unternehmen führt mit der IBM Spectrum Storage-Produktfamilie das momentan wohl umfangreichste Portfolio am Markt im Gepäck und nahm im vierten Quartal 2017 in dem regelmäßig von IDC veröffentlichten "Worldwide Storage Software and Cloud Services QView", bemessen am Umsatzanteil, erneut die Spitzenposition im softwaredefinierten Speichermarkt ein.

Das Angebotsspektrum von IBM im Überblick.
Das Angebotsspektrum von IBM im Überblick. (Bild: IBM)

Das reichhaltige Angebot stellt sicher, dass den Kunden in den einzelnen Phasen auf ihrem Weg in die Multi-Cloud die jeweils zweckmäßigsten Tools zur Verfügung stehen. Abgestimmt auf ihre Zielsetzungen und ihr Tempo können sie klein starten, bestehendes weiter nutzen, schrittweise neue Systeme, Technologien und Anwendungen der nächsten Generation einbinden sowie ihre Infrastruktur mit mehreren Public Clouds verknüpfen.

Mit IBM Spectrum Storage erhalten Unternehmen somit die Mittel, um eine softwaredefinierte IT-Umgebung zu schaffen, die den Boden für die Multi-Cloud und die Entwicklung sowie Nutzung neuer Anwendungen wie KI bereitet.

SDS als Basis für die private Cloud

Im ersten Schritt hin zur Multi-Cloud modernisieren Unternehmen häufig ihre vorhandene Anwendungsinfrastruktur und überführen bislang in der klassischen IT-Umgebung betriebene Applikationen in eine private Cloud. Ziel ist dabei, Infrastrukturen zu schaffen, die Public Clouds in punkto Flexibilität, Agilität und Wirtschaftlichkeit in nichts nachstehen und sich zudem mit diesen verzahnen lassen.

SDS-Lösungen legen das Fundament für private Clouds, in denen sich Legacy-Anwendungen serviceorientiert bereitstellen lassen.
SDS-Lösungen legen das Fundament für private Clouds, in denen sich Legacy-Anwendungen serviceorientiert bereitstellen lassen. (Bild: IBM)

Die Kombination der nachfolgend skizzierten IBM SDS-Lösungen stellt die für den Schutz und das Management der Daten sowie die Storage-Automatisierung gebrauchten Speicherfunktionen bereit.

Sollen für Big-Data-Analysen oder kognitive Workloads genutzte große Datenmengen in privaten, hybriden oder Multi-Cloud-Umgebungen gespeichert, verwaltet und geschützt werden, lässt sich dies über die auch als Public-Cloud-Variante verfügbare Virtualisierungssoftware IBM Spectrum Virtualize erledigen. Komprimierung, Tiering, Thin Provisioning, Replikation, kontinuierliche Spiegelung und Verschlüsselung sind einige der hierfür bereitstehenden Features.

Für den Schutz der in physischen, virtuellen und softwaredefinierten Umgebungen oder der Cloud gespeicherten Daten und deren rasche Wiederherstellung sorgt IBM Spectrum Protect Plus. Replikation, Snapshots und Backups sind dabei Standard.

Geht der Speicherplatz zur Neige, lässt sich mit IBM Spectrum Accelerate schnell mehr Kapazität hinzufügen. Der auf einer Grid-Architektur basierende mit einem weit gefächerten Funktionsumfang ausgestattete softwaredefinierte Blockspeicher kann auf x86-Servern, vorinstallierten Appliances und Public-Cloud-Infrastrukturen installiert werden. Die Implementierung ist in wenigen Minuten erledigt, so dass sich rasch auf Daten zugreifen lässt.

Mit IBM Spectrum Archive lassen sich zudem auf Bandlaufwerken und Bandarchiven gespeicherte Daten abrufen und mit IBM Spectrum Copy Data Management Prozesse für die Verwaltung von Datenkopien in Rechenzentren aufsetzen.

SDS: Rückgrat für KI- und Big-Data-Anwendungen

Ist im zweiten Schritt die Entwicklung und der Einsatz von KI- und Big-Data-Anwendungen vorgesehen, sind SDS-Lösungen mit Datei- und Objektspeicher-Funktionalitäten gefragt. IBM Spectrum Scale, IBM Spectrum Computing plus IBM Cloud Object Storage sind hier die richtigen Produkte.

Bei IBM Spectrum Scale handelt es sich um ein paralleles Dateisystem, das Virtualisierungs-, Analyse-, Datei- und Objektanwendungen in einer zentralen Speicherlösung zusammenfasst und kognitive Applikationen unterstützt. Die Management-Software ist hochskalierbar, so dass sich Petabytes an unstrukturierten Daten und Milliarden Dateien verwalten lassen.

Mit Analytik- oder Machine-Learning-Anwendungen lassen sich aus dem reichen Bestand wertvolle Erkenntnisse ziehen. Hier kommt die mit kognitiven Funktionen arbeitende Ressourcen- und Workload-Management-Software IBM Spectrum Computing ins Spiel, die verschiedene Komponenten – IBM Spectrum Conductor, IBM Spectrum Conductor Deep Learning Impact, IBM Spectrum Symphony und IBM Spectrum LSF – beinhaltet. Mit ihrem Einsatz lässt sich die Auslastung der on-premise sowie in der Cloud betriebenen Computing-Cluster optimieren. Rechenintensive Applikationen erhalten die Leistung, die sie benötigen. In Folge lassen sich Analyse- sowie KI-Anwendungen oder Open-Source-Frameworks, darunter Hadoop, Spark, MongoDB und Cassandra, schneller ausführen.

IBM Cloud Object Storage komplettiert das softwaredefinierte Angebot. Da sie sich wirtschaftlich skalieren lässt, bietet die objektbasierte Speicherplattform stets ausreichend Raum für die wachsenden Mengen an unstrukturierten Daten. Die Lösung kann sowohl vor Ort auf Standardhardware als auch in der IBM Cloud oder in einer beliebigen Kombination installiert werden. Dadurch erhalten Unternehmen die Flexibilität, das Speichersystem an ihre Anforderungen anzupassen.

Container für rechen- und datenintensive Workloads

Ein Pluspunkt von Multi-Cloud-Umgebungen ist, dass sich Anwendungen zwischen den zusammengeschlossenen Infrastrukturen verschieben lassen. Eine einfache Möglichkeit, um diese mit wenigen oder keinen Codeänderungen bereitzustellen und auszuführen, sind Container. Mit IBM Spectrum Access und IBM Cloud Private können Unternehmen das Potenzial der Technologien für sich erschließen.

Softwaredefinierte Lösungen erleichtern den Umgang mit großen Datenmengen. Und Container erleichtern die Refaktorierung und Integration von Anwendungen.
Softwaredefinierte Lösungen erleichtern den Umgang mit großen Datenmengen. Und Container erleichtern die Refaktorierung und Integration von Anwendungen. (Bild: IBM)

IBM Cloud Private ist eine für Unternehmen konzipierte Plattform, die Unternehmen erlaubt, ihre On-Premise-Ressourcen um Daten und Werkzeuge aus öffentlichen Cloud-Umgebungen zu ergänzen. Unternehmen erhalten alle für die Entwicklung und Bereitstellung Cloud-nativer Anwendungen benötigten Tools an die Hand – beispielsweise Microservices, Laufzeitumgebungen und Container. Ebenso lassen sich bereits bestehende Anwendungen in die Cloud übernehmen oder modernisieren. Abgerundet wird das Paket von Orchestrierungs- und Management-Lösungen, mit denen sich komplexe Multi-Cloud-Infrastrukturen einfach konfigurieren und steuern lassen.

Eine weitere für den Betrieb privater Clouds und deren Erweiterung und Optimierung um Multi-Cloud-Infrastrukturen und -Services angebotene Lösung ist die für Container-Umgebungen zertifizierte Speichersoftware IBM Spectrum Access. Unter anderem kümmert sie sich darum, dass den entwickelten containerisierten Anwendungen die für ihre Ausführung und Nutzung erforderlichen Kapazitäten automatisiert, ohne manuelle Eingriffe, zugewiesen werden.

Fazit

Ganz gleich also, in welchem Stadium sich Unternehmen auf ihrer Reise in die Multi-Cloud befinden, bieten ihnen die SDS-Lösungen von IBM stets das passende Rüstzeug – ob als Software, Cloud-Service oder in Form einer integrierten Lösung.

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