Definition

Speichergrößen verständlich dargestellt - vom Bit zum Yottabyte

| Redakteur: Rainer Graefen

Die Präfixe der Speichergrößen.
Die Präfixe der Speichergrößen. ( Sergey Nivens - Fotolia.com)

Speicherkapazitäten werden üblicherweise in Byte angegeben. Bei größerem Datenmengen wird das Byte um Dezimal-Präfixe wie Kilo (Tausend), Mega (Million), Giga (Milliarde) usw. ergänzt. Doch wie kann man sich Kilobyte, Megabyte, Gigabyte, Terabyte, Petabyte, Exabyte, Zettabyte, Yottabyte ein wenig gegenständlicher machen?

Die Digitalisierung aller Inhalte ist das erklärte Ziel für die nahe Zukunft. Durch Unternehmen wie Netflix, die sich dem Streaming von Inhalten verschrieben haben, wurden 2015 circa 35 Prozent aller Downstream-Kapazitäten des Internets belegt. Das wird mit 4k- und wahrscheinlich bald 8k-Video-Inhalten nicht weniger werden. Nachfolgend eine Liste mit den Präfixen und einer kurzen analogen Beschreibung (Stand 2016), um die Dimension der jeweiligen Größenordnung zuordnen zu können.

1 Byte = 8 Bit = 23 Bit (1 alphanumerisches Zeichen 0, 1,…A, B,…)

1 Kilobyte = 1024 Byte = 210 Byte = 213 Bit ~ eine Viertel Druckseite

1 Megabyte = 1024 x 1024 Byte = 220 Byte ~ 106 Byte = 1.000.000 Byte (500 Textseiten)

1 Gigabyte = 1024 Megabyte = ~109 Byte (selbst als USB-Stick kein großzügiges Geschenk mehr)

1 Terabyte = 1024 Gigabyte = ~1012 Byte (10 TByte lassen sich 2016 mit dem PMR-Aufzeichnungsverfahren auf Festplatten speichern)

1 Petabyte = 1024 Terabyte = ~1015 Byte ( immer noch ein hoch kapazitives Speichersystem, erste Objektspeichersysteme mit 4,7 PByte Fassungsvermögen passen in ein 19-Zoll Rack; dank 15 TByte Kapazität reichen nun 66 SSDs im 2,5-Zoll Format aus, um 1 Petabyte Daten zu speichern.)

1 Exabyte = 1024 Petabyte =~1018 Byte (1350 Petabyte waren 1998 die Größenordnung „menschlichen Wissens“, heute sind es geschätzt mehrere Hundert Exabyte)

1 Zettabyte = 1024 Exabyte =~1021 Byte (angeblich speichert die NSA Datenmengen von mehreren Zettabyte)

1 Yottabyte = 1024 Zettabyte =~1024 Byte (100 Milliarden Festplatten zu 10 TByte)

Binär- und Dezimalsystem im Vergleich

Die Umrechnung des Binär- in das Dezimalsystem wird nur selten korrekt vollzogen (siehe Megabyte). Der „Schwund“ führt zu manchen Streitigkeiten, wenn zum Beispiel die Festplatte tatsächlich nur 1 000 000 000 000 Bytes hat und nicht ein Terabyte, also 1 099 511 627 776, wie es die Maßeinheit suggeriert.

Wer hier den Unterschied zwischen der ungefähren Dezimalangabe zum tatsächlichen Binärwert verdeutlichen will, spricht von Bibytes (binären Bytes).

Interessant in diesem Zusammenhang ist auch, dass sich die Abweichung zwischen Kilo-Bibytes und Kilo-Bytes von 2,4 Prozent auf 20,9 Prozent vergrößert, wenn es um den Vergleich von Yotta-Bibytes und Yotta-Bytes geht.

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