Speicherkonten sind in Azure eine wichtige Grundlage für die Datensicherung. Sie werden in unterschiedliche Container aufgeteilt und für verschiedene Dienste genutzt. Zentraler Bereich für die Verwaltung bleibt das Speicherkonto.
Speicherkonten sind der erste Schritt zur erfolgreichen Datensicherung in Microsoft Azure.
(Bild: Ruslan Batiuk - stock.adobe.com)
Ein Speicherkonto ist die Grundlage, um Daten in Azure für verschiedene Dienste zu speichern. Speicherkonten werden zum Beispiel für Azure Files, Warteschlangen, Tabellen, Disks und vieles mehr genutzt. Wo immer ein Azure-Dienst für die Speicherung seiner Daten ein Speicherkonto benötigt, blendet der Einrichtungsassistent das ein. Die verschiedenen Daten werden in unterschiedlichen Containern gespeichert. Die Konten unterstützen verschiedene Datenmodelle wie das Speichern strukturierter und unstrukturierter Daten.
Für Speicherkonten lassen sich verschiedene Zugriff-Tiers definieren, zum Beispiel „heiß“, „kalt“ oder „Archiv“. Zwar entstehen dadurch unterschiedliche Kosten, allerdings können Unternehmen verschiedene Geschwindigkeit und Verfügbarkeiten definieren. Die Steuerung von Zugriffsrechten und Verschlüsselungsfunktionen sind ebenfalls verfügbar.
Azure-Speicherkonten in der Praxis
Für die Erstellung nutzt man den Bereich „Speicherkonten“. Hier sind alle Speicherkonten zu sehen, die im Abonnement bereits vorhanden sind. Über „Erstellen“ kann man ein neues Konto erzeugen. Im Rahmen der Erstellung legt man zuerst die Ressourcengruppe fest, in der sich das Speicherkonto befinden soll. Danach werden der Name und die Region konfiguriert, in der die Daten gespeichert werden sollen.
Wichtig ist der Bereich „Leistung“. Hier können entweder „Standard“ oder „Premium“ ausgewählt werden. Dadurch lässt sich der Typ des Speicherkontos definieren. Die Typen von Speicherkonten in Azure variieren je nach den unterstützten Diensten, den verfügbaren Redundanzoptionen und den empfohlenen Einsatzszenarien. Das Standard-General-Purpose-v2-Speicherkonto unterstützt verschiedene Speicherdienste, darunter Blob Storage (inklusive Data Lake Storage), Queue Storage, Table Storage und Azure Files. Für die Redundanz stehen mehrere Optionen zur Verfügung, darunter lokal redundanter Speicher (Locally redundant storage, LRS), georedundanter Speicher (Geo-redundant storage, GRS) und lesezugriff-georedundanter Speicher (Read-access geo-redundant storage, RA-GRS).
Zusätzlich sind zonenredundanter Speicher (Zone-redundant storage, ZRS), geo-zonenredundanter Speicher (Geo-zone-redundant storage, GZRS) und lesezugriff-geo-zonenredundanter Speicher (Read-access geo-zone-redundant storage, RA-GZRS) verfügbar. Dieser Speicherkontotyp wird für die meisten Szenarien empfohlen, die Azure Storage verwenden. Dazu gehören die Nutzung von Blobs, Dateifreigaben, Warteschlangen und Tabellen. Für Anwendungen, die das Netzwerkdateisystem (NFS) in Azure Files nutzen möchten, wird der Typ Premium File Shares empfohlen.
Premium Block Blobs, eine weitere Kategorie von Speicherkonten, sind speziell für Blockblobs konzipiert. Die Redundanzoptionen umfassen LRS und ZRS. Dieser Kontotyp wird für Szenarien empfohlen, die eine hohe Transaktionsrate aufweisen, kleine Objekte verwenden oder eine durchgehend niedrige Speicherlatenz erfordern.
Premium File Shares sind ausschließlich für Azure Files vorgesehen. Sie bieten Unterstützung für SMB- (Server Message Block) und NFS-Dateifreigaben. Auch hier sind LRS und ZRS als Redundanzoptionen verfügbar. Dieses Speicherkonto wird insbesondere für Unternehmensanwendungen oder Anwendungen mit hohen Leistungsanforderungen empfohlen.
Schließlich gibt es noch Premium Page Blobs, die ausschließlich für Page Blobs genutzt werden können. Die verfügbaren Redundanzoptionen sind ebenfalls LRS und ZRS. Dieser Kontotyp wird speziell für Anwendungsfälle empfohlen, die Page Blobs nutzen. Auf der nächsten Seite werden verschiedene Einstellungen wie unterstützte Protokolle, REST-API-Vorgänge und die Einstellungen für Blobspeicher oder Azure Files definiert. Die Netzwerkzugriffe sind weitere Optionen, die aber optional sind. Auch die Einstellungen für den Datenschutz spielen an dieser Stelle eine Rolle. Die Verschlüsselung lässt sich ebenfalls steuern. Sie kann festgelegen, ob die Verschlüsselungsschlüssel von Microsoft verwaltet werden sollen (MMK) oder ob die Schlüssel selbst verwaltet werden (CMK).
Speicherkonten verwalten und Daten migrieren: Azure Storage Mover
Sobald das Konto erstellt ist, steht es beim Erstellen von neuen Ressourcen zur Verfügung und lässt sich als Basis für die Speicherung von Daten auswählen. Im Speicherkonto selbst sind bei „Datenspeicher“ ebenfalls Objekte verfügbar, deren Daten im jeweiligen Konto gespeichert werden. Dazu gehören „Container“, „Dateifreigaben“ (Azure Files), „Warteschlangen“ und „Tabellen“. Im unteren Bereich sind bei „Einstellungen“ wichtige Menüpunkte zu finden, die das ganze Speicherkonto betreffen. Bei „Konfiguration“ kann man zum Beispiel Sicherheitseinstellungen anpassen und anonyme Zugriffe steuern.
Stand: 08.12.2025
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Mit dem Azure Storage Mover lassen sich Daten über die Cloud von externen und internen Quellen zum jeweiligen Speicherkonto migrieren. Azure Storage Mover ist ein vollständig verwalteter, hybrider Migrationsdienst. Der Dienst unterstützt eine Vielzahl von Migrationsszenarien, einschließlich Lift-and-Shift und wiederkehrender Cloud-Migrationen. Azure Storage Mover unterstützt Migrationsagenten, die nahe am Quellspeicher in Ihrer Umgebung bereitgestellt werden. Diese Agenten senden Daten direkt an die Ziel-Speicherorte in Azure.
Es werden mehrere Quell- und Zielprotokolle unterstützt, darunter SMB für Azure-Dateifreigaben und NFS für Azure-Blob-Speichercontainer. Die Struktur und Metadaten wie Zeitstempel, ACLs und Dateiattribute werden während der Migration beibehalten. Die Bereitstellung einer Storage-Mover-Ressource erfolgt innerhalb des Azure-Abonnements. In Zukunft sollen noch mehr Migrationsszenarien und Quellen dazukommen.
Über den Menüpunkt „Speicherbrowser“ zeigt das Azure-Portal die Blobcontainer, Dateifreigaben, Tabellen und Warteschlangen an, die im Portal unterhalb des Speicherkontos gespeichert sind. Der Speicherbrowser in einem Azure-Speicherkonto stellt eine webbasierte Schnittstelle dar, die den Administratoren Zugriff auf Speicherdaten gewährt. Über den Speicherbrowser lassen sich Dateien hochladen, herunterladen, löschen und die Zugriffsrechte verwalten. Zudem ermöglicht der Speicherbrowser die Ansicht von Metadaten zu Speicherobjekten und die Konfiguration von Einstellungen für die Speicherdienste. Diese Funktionalität ist besonders wertvoll für die Überwachung und die Durchführung von Wartungsaufgaben, da sie eine direkte und unmittelbare Steuerung der Speicherressourcen ohne die Notwendigkeit zusätzlicher Software ermöglicht.
Im unteren Bereich des Verwaltungsfensters für das Speicherkonto steht bei „Einstellungen“ der Menüpunkt „Data Lake Gen2-Upgrade“ zur Verfügung. Damit kann ein Speicherkonto über einen Assistenten zu einem Data Lake Gen2 umkonfiguriert werden. Sinnvoll ist diese Umwandlung, wenn es sich um eine sehr große Datenmenge handelt. Beispielsweise für Datenanalyse oder Big-Data- und KI-Zwecke. Azure Data Lake Storage Gen2 ist eine Lösung von Microsoft, die speziell für die Speicherung und Analyse großer Datenmengen entwickelt wurde.
Ein zentrales Merkmal von Azure Data Lake Storage Gen2 ist die Hadoop-Kompatibilität. Sie ermöglicht den direkten Zugriff auf Daten durch Anwendungen, die Hadoop Distributed File System (HDFS) verwenden. Das erleichtert die Integration in bestehende Big-Data-Anwendungen. Frameworks wie Apache Spark und Presto können somit Daten direkt in Azure Data Lake Storage Gen2 verarbeiten, ohne dass eine Datenmigration erforderlich ist.
Die Einführung einer hierarchischen Verzeichnisstruktur in Azure Data Lake Storage Gen2 erleichtert die Datenorganisation und -navigation. Diese Struktur verbessert die Leistung bei der Speicherung und Analyse, da Operationen wie das Umbenennen oder Löschen von Verzeichnissen effizienter durchgeführt werden können, ohne dass alle Objekte innerhalb eines Verzeichnisses aufgelistet werden müssen.
In Bezug auf Sicherheit bietet Azure Data Lake Storage Gen2 ein Sicherheitsmodell, das Azure-Rollenzugriffskontrolle (Azure RBAC) und POSIX-kompatible Zugriffskontrolllisten (ACLs) unterstützt. Dies gewährleistet eine detaillierte Zugriffssteuerung auf Datei- und Verzeichnisebene.Die Kosten für Azure Data Lake Storage Gen2 orientieren sich an den Preisen für Azure Blob Storage. Für die Implementierung in einem bestehenden Azure-Speicherkonto kann die Gen2-Funktionalität durch Aktivieren des hierarchischen Namensraums in den Einstellungen des Speicherkontos hinzugefügt werden. Dies erleichtert die Migration bestehender Speicherlösungen auf Azure Data Lake Storage Gen2.
Aktuelles eBook
Speichern am Netzwerkrand: Edge-Storage
eBook „Edge-Storage“
(Bild: Storage-Insider)
Speicherkapazitäten am Netzwerkrand werden immer häufiger genutzt, denn die Zahl der Geräte, die am Edge eingesetzt werden, vervielfacht sich. Ein Edge-Storage kann dabei vielfältig verwendet werden.
Die Themen im Überblick:
Einsatzbereiche: Der Netzwerkrand ist (fast) überall
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Lösungen, Produkte und Kostenaspekte von Edge-Storage