1-TB-MicroSD-Karten von Micron und Western Digital

Speicherriesen im Miniformat

| Redakteur: Tina Billo

Viel Speicherplatz auf kleinstem Raum: Die jetzt von Micron und Western Digital vorgestellten MicroSD-Karten bieten ein Terabyte Kapazität.
Viel Speicherplatz auf kleinstem Raum: Die jetzt von Micron und Western Digital vorgestellten MicroSD-Karten bieten ein Terabyte Kapazität. (Bild: Micron)

Hochauflösende Bilder und Videos belegen schnell jede Menge Speicher. Dies kann die Kapazität von Smartphones, Tablets oder Digitalkameras rasch an ihre Grenzen bringen. Die jetzt auf dem Mobile World Congress in Barcelona vorgestellten ein Terabyte an Daten fassenden MicroSD-Karten sollen nun für ausreichend Platz sorgen. Zu den ersten Halbleiterherstellern, die mit den speicherstarken Lösungen an den Start gehen, zählen Micron und die Western Digital-Tochter Sandisk.

Bisher galt 512 Gigabyte als das Optimum, nun kommen die ersten MicroSD-Karten mit satten ein Terabyte Speicherplatz. Voraussichtlich im April sollen die Sandisk Extreme UHS-I microSDXC cards von Western Digital im Handel erhältlich sein. Die Zeitangabe von Micron ist etwas schwammiger - die unter der Bezeichnung c200 laufenden Lösungen seien im zweiten Quartal 2019 verfügbar.

Auch in punkto Preise hält sich der Hersteller im Gegensatz zu WD bedeckt, bekannt ist bislang nur dass diese "kompetitiv" sein sollen. Insofern steht zu vermuten, dass diese sich in einer ähnlichen Range wie die der Sandisk-Karten bewegen werden - hier soll die 1-Terabyte-Variante 489 Euro und das 512-GB-Modell soll 189 Euro kosten (UVP).

Weltweit "erste" gegen "schnellste" MicroSD

Micron spricht bei der c200 von der ersten "1-TB-microSDXC UHS-I-Karte" mit der weltweit höchsten Speicherkapazität. Sandisk hält mit der Aussage "schnellste Lösung" dagegen. Letzteres trifft auf die vom Hersteller mit bis zu 160 MByte/s erreichbare angegebene Lesegeschwindigkeit auch zu. Hier hinkt Micron mit dem auf 100 MByte/s festgelegten Wert hinterher. Dafür soll das Schreiben mit 95 MByte/s etwas flotter vonstatten gehen, allerdings gegenüber den für die Sandisk Extreme aufgerufenen 90 MByte/s nur marginal.

Die Sandisk Extreme punktet neben Kapazität auch mit Geschwindigkeit: 160 Megabyte pro Sekunde sollen maximal erzielbar sein.
Die Sandisk Extreme punktet neben Kapazität auch mit Geschwindigkeit: 160 Megabyte pro Sekunde sollen maximal erzielbar sein. (Bild: Western Digital)

Standard-konform

Gemein ist den Lösungen, dass sie beide sowohl den UHS-1-Standard mit der Geschwindigkeitsklasse 3 sowie den der Video-Klasse 30 erfüllen und damit eine durchgängige Schreibrate von mindestens 30 MB/s erzielen. Dies sei ideal für die Speicherung von Aufnahmen in 4K-Auflösung - sei es auf Smartphones, Drohnen oder Action-Kameras, Spielkonsolen und die Serienfotografie.

Ebenso unterstützen sie die App-Performance-Klasse A2, die eine wahlfreie ("Random") Mindest-Schreibleistung von 4.000 IOPS verlangt. Lesend muss es die Hälfte sein. Dadurch sollen sich Apps und Spiele auf der Karte schnell laden und starten lassen.

Die Architektur

Laut Micron sind die c200 MicroSD-Karten, die ersten, die auf der hauseigenen "96-Layer-3D-Quad-Level-Cell- (QLC) NAND-Technologie beruhen. Dabei werden Speicherzellen, die jeweils bis zu vier Bit aufnehmen können in 96 Schichten übereinander angeordnet. Dadurch lässt sich eine hohe Speicherdichte erreichen. Laut Aravind Ramamoorthy, Senior Director des Bereichs NAND-Lösungen von Microns Embedded Business Unit, spiele man damit "Microns technologische Führungsposition in den Bereichen 3D NAND mit 'CMOS under the array' und 96-Layer QLC aus.

Um die hohe Speicherdichte zu erreichen, setzt Micron bei der c200 MicroSD-Karte auf die eigenentwickelte 96-Layer-3D-Quad-Level-Cell-NAND-Technologie.
Um die hohe Speicherdichte zu erreichen, setzt Micron bei der c200 MicroSD-Karte auf die eigenentwickelte 96-Layer-3D-Quad-Level-Cell-NAND-Technologie. (Bild: Micron)

Auf welcher NAND-Flash-Technologie die Sandisk Extreme-Speicherkarten von Western Digital aufbauen ist hingegen nicht bekannt.

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