Praxis: Arcserve spannt Sicherheitsnetz für Daten

Stratec Biomedical setzt neues Backup-Konzept um

| Autor / Redakteur: Sven Haubold / Tina Billo

Die Entwicklung und Herstellung maßgeschneiderte Labor-Analysesystemen inklusive zugehöriger Software für die In-vitro-Diagnostik sind das Geschäft von Stratec Biomedical. Damit dieses unterbrechungsfrei läuft, entschied sich das Unternehmen für die Umsetzung eines neuen Datensicherungskonzepts.
Die Entwicklung und Herstellung maßgeschneiderte Labor-Analysesystemen inklusive zugehöriger Software für die In-vitro-Diagnostik sind das Geschäft von Stratec Biomedical. Damit dieses unterbrechungsfrei läuft, entschied sich das Unternehmen für die Umsetzung eines neuen Datensicherungskonzepts. (Bild: Stratec)

Die an Datensicherungsarchitekturen gestellten Ansprüche wachsen. Einfach bedienbar, zentral verwaltbar und skalierbar sollten sie sein. Zudem so ausgelegt, dass sich geschäftsentscheidende Daten falls nötig schnell wiederherstellen lassen sowie Compliance-Richtlinien und gesetzlichen Vorgaben entsprochen werden kann. Um dies zu erreichen, strukturierte die Stratec Biomedical AG ihr Backup neu - Arcserve-Lösungen stellen hierfür die Plattform.

Unternehmen sind heute darauf angewiesen, dass ihr Geschäft rund um die Uhr unterbrechungsfrei am Laufen ist und Daten jederzeit und an jedem Standort verfügbar sind. Dies erfordert unter anderem, dass Systeme, Anwendungen und aktuelle Datenbestände falls nötig möglichst schnell wiederherstellt werden können - das wiederum Recovery Point Objectives (RPOs) und Recovery Time Objectives (RTOs) im Minutenbereich.

Verfügbarkeit genießt Top-Priorität

Ganz klar, dass die Toleranzschwelle gegenüber Datenverluste und Ausfallzeiten parallel zu den steigenden Verfügbarkeitsanforderungen sinkt. Anderseits gestalten sich Backup- und Wiederherstellungsaufgaben immer komplexer. Verantwortlich hierfür sind verschiedene Faktoren. Beispielsweise müssen multigenerationale Systeme und Daten aus der Vor-x86 Zeit ebenso in Datensicherungsinfrastrukturen integriert werden wie neue Apps. Des weiteren erhöht sich der Aufwand, sobald anstelle eines täglichen Backups die Erstellung mehrerer Wiederherstellungspunkte tritt.

Entscheidend ist zudem, dass Datenreduktionstechniken genutzt werden. Ihr Einsatz bietet den Vorteil, dass sich Datenmengen senken und dadurch die für ihre Übertragung nötige Bandbreite sowie der Speicherbedarf - ergo Kosten - verringern lässt. Hier kommt es allerdings auch darauf an, dass die Backup-Infrastruktur die für eine zielbasierte und damit effiziente quellseitige Deduplikation und Komprimierung von Daten nötige Rechenleistung und -zeit bereitstellen kann.

Ein gutes Sicherheitskonzept ist die Basis

Nur eine umfassende Backup- und Recovery-Lösung, die am besten auf einer bereits vorkonfigurierten Sicherungs- und Wiederherstellungs-Software aufsetzt, kann einen solchen Anforderungskatalog zu vertretbaren Kosten erfüllen. Dennoch geht es natürlich nicht, ohne ein Sicherheitskonzept in der Tasche zu haben.

Hierzu zählt beispielsweise, dass Mitarbeiter im Ernstfall auf eine aktuelle Replikation von Systemen, Anwendungen und Daten umgelenkt werden – dieser Prozess sollte im Hintergrund, unmerklich für die Nutzer ablaufen. Lokal und an einem sekundären Standort installierte Failover-Lösungen erlauben zudem, eine virtuelle Maschine oder einen Service schnell neu aufzusetzen, um Ausfallzeiten und Datenverluste klein zu halten. Absolute Sicherheit lässt sich aber unter Umständen nur dadurch erreichen, dass Daten langfristig auf Tape archiviert und die Bänder im Firmentresor aufbewahrt werden.

Drehscheibe Datensicherungsplattform

Um eine einheitliches Front- und Back-End für die Datensicherung zu schaffen, sind zentrale Plattformen gefragt, die unter einem Dach alle für das Backup, die Wiederherstellung und Deduplizierung nötigen Techniken, Verfahren und Funktionen zusammenführen. Sie machen Backup-Lösungen vollständig und zukunftssicher, bieten die gewünschte Rechenleistung sowie das für jede Information spezifisch notwendige Datenschutzniveau und stehen für Hochverfügbarkeit.

Zentrale Datenplattformen stellen alle für die Sicherung und Wiederherstellung erforderlichen Funktionen bereit und decken sämtliche IT-Welten ab.
Zentrale Datenplattformen stellen alle für die Sicherung und Wiederherstellung erforderlichen Funktionen bereit und decken sämtliche IT-Welten ab. (Bild: Arcserve)

Hinzu kommt, dass sie sich flexibel skalieren lassen - nicht nur im Hinblick auf Kapazität, um mit immer umfänglicheren Datenmengen umgehen zu können. Sondern auch dahingehend, dass sich RPO- und RTO-Ziele sowie für das Backup erforderliche Zeitfenster flexibel festlegen lassen.

Beispiel Stratec

Welche Vorteile sich durch den Aufbau einer einheitlichen Backup- und Hochverfügbarkeits-Infrastruktur erzielen lassen, macht die Stratec Bimoedical AG vor. Das weltweit tätige 1.100 Mitarbeiter zählende Unternehmen mit Hauptsitz in Birkenfeld ist seit Jahren auf Expansionskurs, analog dazu verändern sich auch die an die IT gestellten Anforderungen.

Um diesen gerecht zu werden, erfolgte vor rund sieben Jahren die Umstellung von Novell auf Windows - damit einhergehend bereits eine erste Anpassung des Backups. Im Verlauf der Zeit stieg jedoch nicht nur das in den Niederlassungen erzeugte und zu bewältigende Datenvolumen an, ebenso gestaltete sich die Sicherung der Informationsmengen immer komplexer. Insofern stand erneut eine Modernisierung an, dessen Grundstein die Entwicklung eines neuen Backup- und Wiederherstellungskonzepts legen sollte.

Zu den Hauptzielsetzungen gehörte, die Backup-Daten des Haupt- sowie der lokalen sowie internationalen Außenstandorte zentral speichern zu können. Systeme, Anwendungen und Daten sollten sich kontinuierlich sichern lassen und die hierfür genutzte Infrastruktur so skalierbar sein, dass sie auch künftig mit dem weiteren Ausbau des Unternehmens Schritt halten kann. Außerdem sollten Daten aus unterschiedlichsten Applikationen, mit denen die spezialisierten Fachabteilungen des Hauses arbeiten, sowie aus Oracle-Datenbanken und dem ERP-System gesichert werden können.

Daten laufen am Hauptstandort zusammen

Umgesetzt wurde das neue Sicherheitskonzept und die zugehörige Infrastruktur mit Arcserve-Lösungen. Für das Backup an den verteilten Standorten sowie am zentralen Backup-Knoten im Hauptrechenzentrum kommt Arcserve Unified Data Protection (UDP) zum Einsatz. In letzterem ist zudem Arcserve Replication and High Availability (RHA) installiert.

Die Niederlassungen sind in der Regel über ein Virtual Private Network mit schnellen Standleitungen an den Hauptsitz angebunden. Über diesen sicheren Weg werden alle bei ihnen anfallenden Daten - täglich etwa drei bis vier Terabyte - kontinuierlich an die Zentrale übertragen und hier gespeichert.

Darstellung der Sicherungsinfrastruktur von Stratec Biomedical.
Darstellung der Sicherungsinfrastruktur von Stratec Biomedical. (Bild: Arcserve)

Desasterschutz, ein schlüssiges Konzept für die Brandabschnitte sowie hohe Sicherheitsanforderungen waren für Peter Stalling, den IT Leiter Infrastruktur bei Stratec, wesentliche Elemente des Backup-Konzepts. Dies spiegelt sich auch in dessen Umsetzung wider: die täglich erstellten Backups werden auf der in einem gesonderten Brandabschnitt installieren virtuellen Bandbibliothek gespeichert, einmal wöchentlich alle darauf vorgehaltenen Daten auf Band gesichert und dieses im Anschluss in einem externen Safe hinterlegt.

Ausfallsicherheit dank Replizierung und Standby-Funktionen

Für die Replikation und Wiederherstellung setzt Stratec im Hauptrechenzentrum auf Arcserve RHA. Besonders geschäftskritische Daten werden direkt nach der Echtzeitübertragung in der Unternehmenszentrale repliziert. Sollte es zum plötzlichen Ausfall eines Systems im laufenden Betrieb kommen, bietet dies zusätzlichen Schutz.

Für noch mehr Sicherheit sorgt "Instant Standby": Geht beispielsweise ein System in die Knie, übernimmt sofort ein beliebiges anderes seine Aufgaben. Eine weitere Rückversicherung bietet die virtuelle Standby-Funktion. Hier ist eine Maschine im Wartemodus und kann hochgefahren werden, sobald die Situation es erfordert.

Zugriff auf zentral vorgehaltene Daten

Wenngleich sowohl Arcserve UDP und Arcserve RHA zentral am Hauptsitz in Birkenfeld von nur einem Administrator überwacht, verwaltet und gewartet werden, können einzelne Fachabteilungen im Rahmen der ihnen zugewiesenen Berechtigungen weiterhin auf die für ihre Arbeit notwendigen Daten zugreifen. Die granulare Abbildung der hierfür jeweils erforderlichen Sicherheits- und Verfügbarkeitsstufen wird dabei über individuell vereinbarte Service-Level-Agreements (SLAs) erreicht.

Resultat

Mit der sowohl unter Windows als auch Linux laufenden neuen Lösung betreibt Stratec heute eine einheitliche Backup-Struktur und profitiert von durchgängigen Sicherungsprozessen, automatischer Replikation und konsistenten Datenbeständen. Trotz alledem lässt sich die Infrastruktur unaufwändig verwalten - vor dem Hintergrund des Mangels an Fachkräften für viele Unternehmen ein wichtiger Aspekt.

Der Autor: Sven Haubold ist Territory Account Director bei Arcserve.
Der Autor: Sven Haubold ist Territory Account Director bei Arcserve. (Bild: Arcserve)

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