Auszug aus dem IBM Storage System Kompendium

Tivoli Storage Manager – die Erfolgsgeschichte der ersten 20 Jahre, Teil 1

04.05.2010 | Autor / Redakteur: Klemens Poschke / Nico Litzel

Ankündigungsbroschüren DataKeep/VM (Name verworfen) und WDSF/VM
Ankündigungsbroschüren DataKeep/VM (Name verworfen) und WDSF/VM

Wenn man bedenkt, dass große Teile der heute verwendeten Architektur im Tivoli Storage Manager vor 20 Jahren konzipiert wurden, kann man die Leistung der damaligen Entwickler nicht hoch genug einschätzen. Besonders nachhaltig prägen dabei die Architektur-Elemente „forever incremental“, die Nutzung einer transaktional arbeitenden Meta-Datenbank und die „Tiered-Storage“-Konzeption den Gesamterfolg der TSM-Lösung.

Die ursprünglichen Ideen für eine Datensicherungslösung stammen ab Anfang der 1980er-Jahre aus Entwicklungen in Almaden von Mark Brown, Robert M. Rees und Michael D. Penner auf der Plattform VM/370. Sie entwickelten eine Anwendung für den internen Gebrauch mit dem Namen CMSback, die es erlaubte, Einzeldateien von CMS-Minidisks (siehe Kasten) im VM inkrementell zu sichern und zu restaurieren. Zu dieser Zeit konnte man mit Betriebssystemmitteln CMS-Minidisks nur als Dump-Volume über DDR (Data Dump Restore) sichern und rekonstruieren.

Bob Rees beschreibt die Anwendungskomponenten von CMSback so: „In CMSback we explored a crawling model where:

  • a central process crawled user „file systems“ (VM minidisks) looking for files that have been changed or deleted,
  • a framework for supporting tape drives together with disk and
  • a restore GUI that could communicate with a central server to allow users to restore their own files.“

In der Folge enstand ein internes Projekt mit Namen AMORE (Almaden Multi-Operating system backup and REstore), das eine Reihe von Ideen aus CMSback, RDBMS-Research-Projekten und anderen internen Tools aufgriff. Diese Initiativen mündeten schließlich Ende der 80er-Jahre im formalen Projekt Datakeep/VM – einer gemeinsamen Entwicklung zwischen den Laboren in Almaden und Endicott. Parallel dazu gab es eine weitere Entwicklung zu diesem Thema in Tucson/Boulder mit Namen E-SMS.

Das Workstation DataSave Facility Release 1

In ersten Pilotprojekten erwies sich die DataKeep/VM-Lösung als stabiler als E-SMS und führte am 1. November 1990 zur Ankündigung des WDSF/VM-Software-Produkts (Workstation DataSave Facility Release 1). Die Namensänderung von „DataKeep/VM“ hin zu „WDSF/VM“ war durch Vorbehalte der IBM-Rechtsabteilung kurz vor der Ankündigung notwendig geworden, obwohl schon die gesamte Produktdokumentation gedruckt worden war.

WDSF/VM Release 1 war die erste Client-/Server-Anwendung der IBM für die Sicherung von PC-/Workstation-Daten der Betriebssysteme MS-DOS, OS/2 und AIX. Das Produkt war konzipiert nach den noch heute gültigen Prinzipien von transaktionsbasierter Operation, regelgesteuerter Datenspeicherung, einem rein inkrementellen Datensicherungszyklus für Filesystemdaten und der Verwendung von hierarchischen Speicherpools für den kombinierten Einsatz unterschiedlicher Speichertechnologien (Disk-to-Disk oder Disk-to-Disk-to-Tape).

Weiter mit: Die Entwicklungsmannschaft hat sich ein Denkmal gesetzt

 

Cambridge Monitoring System

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