Relationales Datenbank-Management-System Was ist ein Relational Database Management System (RDBMS)?

Autor / Redakteur: Dipl.-Ing. (FH) Stefan Luber / Dr. Jürgen Ehneß

Ein Relational Database Management System dient zum Erstellen, Administrieren und Pflegen relationaler Datenbanken. Die Daten sind strukturiert in Tabellen mit Zeilen und Spalten abgelegt und besitzen untereinander eindeutige Beziehungen. Zum Zugriff und zur Manipulation der Daten kommt häufig die Datenbanksprache SQL (Structured Query Language) zum Einsatz.

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Die wichtigsten IT-Fachbegriffe verständlich erklärt.
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(Bild: © aga7ta - Fotolia)

Der englische Begriff für relationales Datenbank-Management-System lautet „Relational Database Management System“, abgekürzt RDBMS. Es handelt sich um Software, mit der sich relationale Datenbanken erstellen, administrieren und pflegen lassen.

Die Speicherung der Daten findet strukturiert in Tabellen mit Zeilen und Spalten statt. Hierfür ist es notwendig, die Daten so aufzubereiten (zu normalisieren), dass sie in Tabellenform abgelegt werden können. Die Daten haben untereinander eindeutige Beziehungen. Häufig kommt zur Abfrage und Manipulation der Daten die Datenbanksprache SQL (Structured Query Language) zum Einsatz. Über Selektionskriterien lassen sich Abfragen großer Datenbestände performant durchführen.

Zahlreiche Hersteller wie Oracle, Sybase, IBM oder Microsofts bieten relationale Datenbank-Management-Systeme an. Darüber hinaus sind Open-Source-basierte RDBMS verfügbar. Das Grundprinzip relationaler Datenbanken existiert bereits seit den 1970er-Jahren und war im Datenbanksektor lange Zeit dominierend. Für große Datenmengen und Big-Data-Anwendungen existieren mittlerweile besser geeignete Datenbankmodelle als das relationale Datenbankmodell.

Merkmale relationaler Datenbanken

Typische Merkmale relationaler Datenbank-Management-Systeme sind:

  • Daten besitzen untereinander mathematisch definierte, eindeutige Relationen,
  • als Datenbanksprache zum Verändern, Einfügen, Löschen und Abfragen der Daten kommt in der Regel SQL zum Einsatz,
  • sämtliche Daten sind in Tabellen mit Zeilen und Spalten gespeichert,
  • jedes Attribut einer Tabelle kann einen Wert aus einem definierten Wertebereich annehmen,
  • Tabellen sind untereinander verknüpft,
  • jeder Datensatz muss über Schlüssel eindeutig zu identifizieren sein,
  • Daten sind konsistent und redundanzfrei abzulegen.

Die Vorteile eines Relational Database Management Systems

Ein Relational Database Management System bietet zahlreiche Vorteile. Es handelt sich um ein zuverlässiges und bewährtes System zur strukturierten Speicherung von Daten. Die Daten sind konsistent und ohne Redundanzen abgelegt. Über Sprachen wie SQL lassen sich komplexe Abfragen oder Manipulationen des Datenbestands nach verschiedenen Kriterien performant ausführen. Es findet eine saubere Trennung zwischen der Datenablage und der eigentlichen Anwendung statt.

Nachteile eines relationalen Datenbank-Management-Systems

Den Vorteilen stehen auch einige Nachteile gegenüber. Ein relationales Datenbank-Management-System ist nur begrenzt skalierbar. Vor allem bei der Speicherung großer Datenmengen und unstrukturierter Daten zeigen die relationalen Datenbank-Management-Systeme einige Schwächen. Unstrukturierte Daten sind nur schwer im relationalen Datenbankschema abbildbar. Für Big-Data-Anwendungen kommen daher in der Regel nicht-relationale Datenbank-Management-Systeme (sogenannte „NoSQL-RDBMS“) zum Einsatz.

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