Auszug aus dem IBM Storage System Kompendium

Tivoli Storage Manager – die Erfolgsgeschichte der ersten 20 Jahre, Teil 4

13.05.2010 | Autor / Redakteur: Klemens Poschke / Nico Litzel

Nicht ganz ernst gemeinte Abschlussfolie eines TSM-4.1-Vortrags
Nicht ganz ernst gemeinte Abschlussfolie eines TSM-4.1-Vortrags

Die Wende vom 20. zum 21. Jahrhundert war in der Speichertechnologie durch die Einführung der Fibre Channel Storage Area Networks für die offenen Systeme gekennzeichnet – mit großen Konsequenzen hinsichtlich der „Sozialisierung“ von Ressourcen und der Basis für die heute gängigen Speichervirtualisierungstechniken. Die bewusst konservative Herangehensweise der TSM-Entwickler bei der Integration dieser – für Open Systems – neuen Technologie wurde entsprechend kritisch von der den Markt begleitenden Presse kommentiert.

Der Seitenhieb des Artikels über „ADSM als Beigabe zu Bandlaufwerken“ war bezeichnend für den Zeitgeist, da der Redakteur komplette Infrastruktur-Lösungen offensichtlich nicht als erstrebenswertes Ziel für Unternehmen bewertete. Die IBM gewann allerdings mit diesen Kombinationsangeboten aus Hardware, Software und Services stetig Marktanteile hinzu. Diese Lösungen sind abgestimmt und getestet und bieten den Kunden Unterstützung im Fehlerfall aus einer Hand.

Die behutsame Herangehensweise bei der Implementierung von SAN-Techniken im TSM wie Library-Sharing und LAN-free Backup erwies sich als berechtigt, weil der Weg hin zu zuverlässigen SAN-Umgebungen durch die fehlende Kompatibilität von Infrastrukturkomponenten und Protokollen holperig war. Zudem waren die für das Verwalten und Überwachen von Storage Area Networks erforderlichen Managementfunktionen nur rudimentär verfügbar. Die notwendige Standardisierung (Bluefin, SMI-S) wurde durch konkurrierende Standardisierungs-Konsortien (Fibre Channel Association, SNIA etc.) anfangs eher behindert als beschleunigt.

Für TSM bedeuteten die neuen Möglichkeiten der Storage Area Networks einen Quantensprung in der Realisierung von verteilten Backup-Instanzen und Disaster-Protection-Lösungen. Allerdings beinhalteten manche Werbeaussagen zu SAN auch Heilsversprechen, die diese Technologie nicht einlösen konnte: „Ihr LAN-Backup dauert heute acht Stunden, mit LAN-free wird er zwei Stunden dauern und mit Server-free sind Sie nach 20 Minuten fertig.“ (Originalton aus einer Marketing-Veranstaltung dieser Zeit).

Weiter mit: LAN-free und Server-free sind die Modethemen

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