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Rekorde über Rekorde Umsätze mit Cloud-Infrastrukturdiensten explodieren

| Autor / Redakteur: Dr. Dietmar Müller / Florian Karlstetter

Butter bei die Fische: Die Marktforscher von Canalys haben uns die Zahlen für den weltweiten Cloud-Infrastruktur-Service-Markt vorgelegt. Sie bestätigen die gute Stimmung in der Branche und die damit verknüpften Erwartungen auf weiteres Wachstum.

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Die Zahlen der Canalys-Marktforscher bestätigen die gute Stimmung in der Branche für Cloud-Infrastruktur-Services – und der Markt soll weiter wachsen.
Die Zahlen der Canalys-Marktforscher bestätigen die gute Stimmung in der Branche für Cloud-Infrastruktur-Services – und der Markt soll weiter wachsen.
(Bild: gemeinfrei, StartupStockPhotos / Pixabay )

Der weltweite Markt für Cloud-Infrastrukturdienste erreichte den Marktforschern von Canalys zufolge im vierten Quartal 2019 ein Rekordhoch, die Ausgaben stiegen um 37 Prozent auf über 30 Milliarden US-Dollar. Die Amazon Web Services (AWS) blieben im vierten Quartal 2019 der führende Cloud-Service-Anbieter und machten 32 Prozent der Gesamtausgaben aus – das sind 2,4 Milliarden Dollar mehr als im gleichen Zeitraum 2018. Die Analysten erwarten durch die allgemeine Verfügbarkeit von AWS Outposts und die Einführung von AWS Local Zones weiteres Wachstum.

Cloud-Infrastruktur-Marktzahlen von Canalys (Stand Q4 2019): AWS ist mit einem Marktanteil von 32,4 Prozent weiter führend, gefolgt von Microsoft Azure mit 17,6 Prozent. Google Cloud ist mit 6 Prozent Marktanteil immer noch abgeschlagen auf Platz 3.
Cloud-Infrastruktur-Marktzahlen von Canalys (Stand Q4 2019): AWS ist mit einem Marktanteil von 32,4 Prozent weiter führend, gefolgt von Microsoft Azure mit 17,6 Prozent. Google Cloud ist mit 6 Prozent Marktanteil immer noch abgeschlagen auf Platz 3.
(Bild: © Canalys )

Microsoft Azure hat im Q4 2019 seinen Anteil von 15 Prozent im gleichen Zeitraum 2018 auf knapp 18 Prozent erhöht. Auch hier erwarten die Analysten ungebrochenes Wachstum, zumal zu erwarten ist, dass viele weitere Windows-Server-2008-Workloads nach Azure wandern werden, weil das Ende des regulären Supports zu einer Verlagerung nach Azure einlädt.

Google Cloud war mit einem Anteil von 6 Prozent der drittgrößte Cloud-Dienstleister, gefolgt von Alibaba Cloud mit 5,4 Prozent. Der Google Cloud bescheinigen die Analysten Erfolge beim Ausbau des Partnernetzwerkes und bei der Gewinnung von Neukunden. Die Alibaba Cloud bleibt in China führend, muss aber ihren Kundenstamm im gesamten asiatisch-pazifischen Raum und in Europa erweitern. Dabei setzt das Unternehmen auf einen zweistufigen Vertrieb.

„Organisationen aus allen Branchen – von Finanzdienstleistungen bis hin zum Gesundheitswesen – entwickeln sich zu Technologieanbietern“, kommentierte Canalys-Chefanalyst Alastair Edwards. „Viele verwenden eine Kombination aus Multi-Cloud- und Hybrid-IT-Modellen, wobei ihnen die unterschiedlichen Stärken der einzelnen Cloud-Dienstanbieter und die unterschiedlichen Compute-Betriebsumgebungen für bestimmte Workload-Typen bewusst sind.“

Wachsende Bedeutung des Channels

Immer mehr Unternehmen tendierten zu längerfristigen, mehrjährigen Vereinbarungen mit Cloud-Dienstanbietern, wobei sie von einer Ad-hoc-Nutzung zu einem geplanten und berechenbareren Ansatz übergingen. „Die Rolle der Channel-Partner wird mit zunehmender Cloud-Nutzung in den Bereichen Anwendungsstrategien, Integration in Geschäftsprozesse, Optimierung der Benutzererfahrung, Governance und Compliance sowie Sicherung von Daten und Workloads an Bedeutung zunehmen.“

Im Gesamtjahr 2019 überstiegen die Gesamtausgaben laut Canalys 107 Milliarden US-Dollar, 2018 waren es vergleichsweise bescheidene 78 Milliarden Dollar. Dies zeige, wie die digitale Transformation in allen Branchen voranschreite – die Unternehmen erhöhten ihre Ausgaben für Compute-, speicher- und andere Cloud-basierte Services, um wachsende Datasets einzufangen und zu analysieren sowie interne DevOps-Anforderungen zu erfüllen. Der Trend hin zum Deployment von Anwendungen in Public-Cloud-Umgebungen wird sich laut Report in den kommenden fünf Jahren fortsetzen.

Die Ausgaben für Cloud-Infrastrukturdienste sollen in diesem Jahr um 32 Prozent auf 141 Milliarden US-Dollar steigen. So wird es laut Canalys weitergehen; 2024 dürfen wir mit Gesamtausgaben von 284 Milliarden Dollar rechnen.

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Dr. Dietmar Müller

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