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Informationen über die Daten Veritas bringt SaaS-Version von Alta Data Insight

Von Michael Matzer 6 min Lesedauer

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Mit Data Insight bietet Veritas bereits On-Premises eine Lösung an, die Kunden hilft, unter unstrukturierten und vertraulichen Daten Risiken hinsichtlich Compliance und Schwachstellen hinsichtlich Sicherheit zu entdecken und so die Cyber-Resilienz zu erhöhen. Jetzt wird die leistungsfähigere SaaS-Version dieser Lösung verfügbar.

Um ihre „dunklen Daten“ in den Griff zu bekommen, können Unternehmen künftig auch auf die SaaS-Version von Veritas Alta Data Insight zugreifen.(Bild:  ©Suebsiri, Getty Images via Canva.com)
Um ihre „dunklen Daten“ in den Griff zu bekommen, können Unternehmen künftig auch auf die SaaS-Version von Veritas Alta Data Insight zugreifen.
(Bild: ©Suebsiri, Getty Images via Canva.com)

Neben der verbreiteten Schatten-IT stellen auch „dunkle Daten“ ein weitgehend unerkanntes Sicherheitsrisiko dar – und beanspruchen die Speicherkapazitäten der Storage-Systeme unnötig. Diese häufig unstrukturierten, mitunter auch vertraulichen Daten werden laufend in die Speichersysteme eingespeist: E-Mails, Dokumente, Scans, Logdaten, IoT-Streams, Multimedia und vieles mehr.

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Diese Dark Data, die gemäß einer Veritas-Studie bis zu 52 Prozent des Datenvolumens ausmachen können, nehmen rasch viel Speicherplatz in Anspruch, was sich früher oder später als unerwünschter Kostenfaktor erweisen dürfte. Das ließe sich vermeiden, wenn der Nutzer wüsste, welche Daten wichtig sind und welche nicht. Eine simple Klassifizierung und ein Index erledigen diese Aufgabe. Danach können Datenpfleger auf Governance-Ebene festlegen, welche Daten man mit Fug und Recht löschen kann – und welche auf keinen Fall. Das ist besonders im Hinblick auf das „Recht, vergessen zu werden“ in der DSGVO relevant, aber auch zwecks Data Loss Prevention (= Data Leakage Prevention, DLP).

„Unsere Kunden haben uns klar darum gebeten, eine verwaltete Lösung von Data Insight zu etablieren, um die Bedenken der digitalen Transformation und den Mangel an Fachkräften in den Organisationen unserer Kunden zu adressieren“, berichtet Patrick Englisch, CTO DACH bei Veritas. „Alta Data Insight ermöglicht es Kunden nun, diese führende Technologie in Form eines Software-as-a-Service zu nutzen.“

Mit der neuen SaaS-Version seiner Datenmanagementlösung Alta Data Insight 6.6 will Veritas nicht nur eine überall in Private, Hybrid oder Managed Cloud verfügbare Funktion anbieten, sondern hat diese auch erheblich performanter gemacht. Die Datenindexierung benötige nun bis zu 50 Prozent weniger Speicherplatz. Die beschleunigte Datenklassifizierung konzentriere sich stärker auf relevante Inhalte.

Verbesserte Indexierung und gezielte Klassifizierung führten nun zu umfassenderer Konformität und Abdeckung. Die SaaS-Option ermögliche eine vereinfachte Implementierung, automatische Updates einschließlich neuer Quellen für Inhalte und eine höhere Skalierbarkeit. „Unsere gehostete Informationsverwaltungslösung wird für Kunden mit mehr Cloud-basierten Inhaltsquellen effektiv sein“, so Englisch.

Technischer Hintergrund

Die Veritas Integrated Classification Engine erlaubt unter anderem auch herauszufinden, welche Daten für welche Nutzer wichtig sind – und welche nicht. Dazu ist es notwendig, die Nutzungsmuster herauszufinden und die Daten gemäß ihrer Bedeutung zu klassifizieren. Wenn Mitglieder des Firmenvorstandes darauf zugreifen, hat das sicherlich eine andere Priorität als die Nutzung am Rande des Unternehmens. So lassen sich aber auch vertrauliche und riskante Daten identifizieren. Wichtig dabei: die Reichweite der Datenverwaltung und -erfassung. Alta Data Insight SaaS unterstützt die Erfassung über Multi-Cloud-Strukturen hinweg.

Die Veritas Integrated Classification Engine enthält von Haus aus Muster für 1.200 Muster vertraulicher Daten, darunter Geburtsdatum, Versicherungs- und Ausweisdaten, Kreditkartennummern und Patientenakten. Die Engine umfasst mehr als 275 vorkonfigurierte Richtlinien aus den Vorgaben von DSGVO, HIPAA, Sarbanes-Oxley und anderen Gesetzesvorgaben aus verschiedenen Branchen sowie Richtlinien für den Umgang mit persönlichen Daten, die für mehr als 60 Länder relevant sind.

Die OCR-Technik erlaubt es schon seit Jahren, Text aus Bildern und gescannten Dokumenten herauszulesen, um sensible Daten zu entdecken. Die Funktion „Exact Data Match“ soll sensible Daten in der Umgebung identifizieren, indem sie anstelle von Mustern genaue Übereinstimmungen sucht. Der Machine-Learning-Algorithmus in der Engine verwendet Kontextinformationen in Data Insight, um priorisieren zu können, wie Dark Data durchsucht werden sollen. Auf diese Weise lässt sich die Suche in großen Datenvolumina beschleunigen, bis sie je nach Vorgabe höchstens 72 Stunden dauert.

Metadaten spielen eine große Rolle bei jeder Art von Datenverwaltung, und wenn sie nicht vorliegen, müssen sie erzeugt werden. Metadaten lassen sich aus Benutzerdaten ebenso extrahieren wie aus Beschreibungen hinsichtlich Sicherheitseinstufungen. Zu den Benutzerdaten gehören Attribute wie berufliche Funktion, Standort und Fachabteilung. Dieser Vorgang erlaubt es dem Nutzer von Data Insight, die Umgebung dynamisch abzufragen und den Kontext einer Datei zu verstehen, die als Informationsquelle genutzt werden könnte.

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In die Veritas-Lösung ist ein alter Bekannter integriert: Symantec Data Loss Prevention (DLP) ist schon an die 30 Jahre auf dem Markt (tatsächlich gehörten sie einst zur gleichen Firma), hilft aber immer noch tadellos, Risiken zu identifizieren und im Notfall Alarm auszulösen. Weitere DLP-Lösungen lassen sich ebenfalls heranziehen.

Erhöhte Cyber-Resilienz

Durch die DLP-Funktion in der Veritas Integrated Classification Engine ergeben sich verschiedene Funktionen, die ein Governance-Steward benötigen würde: Risikoeinstufung für klassifizierte Datenbestände, ein Risiko-Dossier als Ausgangspunkt weiterer forensischer Analysen, Zugriffsalarm in Echtzeit beim Versuch, auf vertrauliche Daten zuzugreifen; Analyse der Bedrohung von innerhalb des Netzwerks; Nutzer-Alarm bei Richtlinienverletzung; grafische Darstellungen der sozialen Netzwerke innerhalb eines Unternehmens, wenn Mitarbeiter zusammenarbeiten und Dateien miteinander teilen; sowie Vorlagen für die Entdeckung eines Ransomware-Angriffs.

All diesen passiven Vorgängen steht ein Rahmenwerk von Maßnahmen gegenüber, das der Nutzer je nach Wunsch dimensionieren kann. Die Lösung könnte sich laut Veritas als „ein Schlüsselfaktor bei der Unterstützung von Organisationen, die auf Cyberbedrohungen wie Ransomware reagieren müssen“, erweisen. „Dazu zeigt sie Sicherheitslücken vor einem Angriff auf, gibt während eines Angriffs eine Frühwarnung ab und versorgt Entscheidungsträger nach einem Angriff mit wichtigen Erkenntnissen über möglicherweise kompromittierte Daten“, so Patrick Englisch.

Wichtig ist immer wieder die Reichweite der Lösung, die aufgrund der nun erhöhten Skalierbarkeit immerhin mehrere Petabyte verarbeiten kann. Sie deckt folgende Storage- und Filesysteme ab: Veritas File System, Amazon S3, Box, EMC Celerra/VNX, EMC Isilon/PowerScale, EMC Unity, generisches CIFS/NFS-Storage, Hitachi NAS, Microsoft Windows File Server, Microsoft OneDrive for Business, Microsoft SharePoint, Microsoft SharePoint Online, NetApp (7 Modus) und NetApp Cluster Modus. Microsoft-Lösungen sind also gut berücksichtigt, Google und Salesforce hingegen nicht.

Eine Frage der Größe?

Die Frage stellt sich, ab welcher Unternehmensgröße sich der Einsatz einer solchen DLP-Lösung lohnt. Darauf hat Soniya Bopache, Vizepräsidentin und Generaldirektorin für Dateneinhaltung und Governance bei Veritas, eine Antwort: „Die Frage für jedes Unternehmen und jede Organisation lautet: Wie wichtig sind Daten für mein Kerngeschäft? Das ist die entscheidende Frage, und daher kann ich berichten, dass wir Kunden haben, die Data Insight heute für kleine Terabyte-Anwendungsfälle nutzen, und wir haben Kunden, die Data Insight in ihre Cybersicherheitsstrategie integrieren und die Fähigkeiten von Data Insight mit ihren SIEM-Systemen in einer Petabyte-Umgebung kombinieren.“

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Die Art der Bereitstellung und des Betriebs spielt eine Rolle. Bopache weiter: „Die Schönheit von DIaaS (Data-Insight-as-a-Service) liegt in seiner Fähigkeit, die Notwendigkeit von Vorabinvestitionen (CapEx) in Hardware-Server oder virtuelle Maschinen zu eliminieren. Unser Lizenzierungsmodell bietet eine Pay-as-you-go-Option mit einer Vorausverpflichtung, die Nachfüllungen nach Bedarf oder zusätzliche Zahlungen bei Überschreitung der Nutzung ermöglicht. Dieses Modell stellt sicher, dass Kunden jeder Größe von DIaaS profitieren können, da es keine Eintrittsbarrieren gibt. In Regionen, in denen wir die Präsenz von DCG in Azure haben, gibt es keine Mindestbestellmengenanforderung.“ Wirtschaftlich in der Einrichtung und schnell einsatzbereit, kombiniert mit dem kapazitätsbasierten Preismodell, mache dies die neue SaaS-Version zu einer „idealen Wahl für KMUs“.

Verfügbarkeit

Ab sofort können Organisationen Alta Data Insight über die Cloud als mandantenfähige, von Veritas verwaltete SaaS-Anwendung nutzen. Sie lasse sich auch mit anderen Veritas-Lösungen wie „Enterprise Vault“ integrieren.

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(Bild: Storage-Insider)

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