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Open-Source-Software zum Datenträger-Klonen Was ist Clonezilla?

Von Dipl.-Ing. (FH) Stefan Luber 2 min Lesedauer

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Clonezilla ist eine Open-Source-Software zum Klonen von Datenträgern. Sie erstellt exakte Abbilder von Festplatten, um beispielsweise Daten zu sichern, Daten von einem alten Datenträger auf einen neuen zu migrieren oder einen kleinen Datenträger durch einen größeren zu ersetzen. Die Software gibt es in verschiedenen Versionen. Die Live-Version ist für das Klonen von Datenträgern einzelner Systeme vorgesehen. Darüber hinaus gibt es Server-Versionen für das Klonen von Datenträgern mehrerer Computer gleichzeitig.

Die wichtigsten IT-Fachbegriffe verständlich erklärt.(Bild:  © aga7ta - Fotolia)
Die wichtigsten IT-Fachbegriffe verständlich erklärt.
(Bild: © aga7ta - Fotolia)

Clonezilla ist der Name einer freien Software zum Klonen von Datenträgern. Sie steht unter GNU General Public License (GPL) Version 2 und erschien erstmals im Jahr 2007. Die aktuelle Version ist die Version 3.0.3-22 (Stand Februar 2023).

Clonezilla erstellt exakte Abbilder von Datenträgern wie Festplatten und unterstützt MBR- und GPT-Partitionen, BIOS- und UEFI-Systeme und die gängigen Dateisysteme wie FAT32, exFAT, Ext3, Ext4, HFS+, APFS, NTFS und viele mehr. Die Klon-Software gibt es in drei verschiedene Versionen. Die Live-Version ist für das Klonen von Datenträgern einzelner Rechner vorgesehen. Clonezilla SE (Server Edition) und lite server erlauben das gleichzeitige Klonen der Laufwerke vieler Rechner.

Typische Anwendungsfälle für die Klon-Software sind Datensicherungen, das Migrieren von Daten von alten auf neue Datenträger oder die Datenmigration von kleinen auf größere Datenträger. Der Funktionsumfang und die Leistungsfähigkeit der Software sind mit kommerziellen Produkten vergleichbar. Im Hintergrund verwendet Clonezilla Tools wie dd, ntfsclone, Partclone, Partimage und andere.

Nutzung der Live-Version der Software für das Klonen von Laufwerken

Um die Live-Version für Einzelrechner zu nutzen, muss zunächst ein bootfähiger Datenträger (USB-Stick, CD oder DVD) mit dem Image der Software erstellt werden. Anschließend werden der Rechner mit dem Datenträger gebootet und die Software in einer Linux-basierten Betriebssystemumgebung gestartet und ausgeführt. Zu Beginn sind die Tastaturbelegung und die Sprache (unter anderem Deutsch) wählbar. Die Menüführung ist textbasiert. Über den Menüpunkt „device-device“ lässt sich eine Festplatte auf eine andere Festplatte klonen. Die Einstellung „Disk to local Disk“ legt die zu klonende Festplatte und die Zielfestplatte des Klonvorgangs fest. Nach mehreren Sicherheitsabfragen startet der Klonvorgang.

Der Klonvorgang überschreibt die auf der Zielfestplatte vorhandenen Daten. Je nach Größe der Festplatte und der Leistungsfähigkeit des Rechners kann der Klonvorgang mehrere Stunden in Anspruch nehmen. Neben kompletten Festplatten kann Clonezilla auch einzelne Partitionen klonen. Abbilder lassen sich nicht nur auf lokalen Datenträgern, sondern auch über ein Netzwerk speichern.

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