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Was ist das beste USB-Stick Dateiformat?

| Autor / Redakteur: Walter Schadhauser / Rainer Graefen

Handlicher USB-Stick mit 8 GByte Speicherkapazität.
Handlicher USB-Stick mit 8 GByte Speicherkapazität. (Bild: Rainer Graefen)

Der Datenaustausch im "IT-Zeitalter" ist oftmals eine händische Sache. Waren es früher Floppy-Disks, CDs und DVD-Rs, so kommen heute USB-Sticks mit Kapazitäten zum Einsatz wie man sie von SSDs gewöhnt ist. Doch die handlichen Geräte haben so ihre kleinen Eigenheiten, je größer die zu kopierende Datei wird.

Der Einsatz eines USB-Sticks zum Datentransport ist auch heute trotz breitbandiger Internetverbindungen eine gern genutzte Möglichkeit. Häufig sind es Zeitargumente mal eben Daten auf den den USB-Stick zu kopieren und ans Ziel zu tragen, häufig ist es der Wunsch die aktiven Daten noch auf einem Datenträger als Sicherheit bei sich zu tragen. Und manchmal muss man einfach nur an einem neuen Rechner ein Betriebssystem installieren.

Neben rechtlichen Erwägungen, ob man Betriebsinterna so durch die Welt schleppen sollte, ist auch erwägenswert, dass USB-Sticks keinen großen Schutz vor Datenverlust bieten. Meist sind die Flashspeicher-Chips von nicht allzu hoher Qualität, die ihre Inhalte nur für wenige Wochen korrekt aufbewahren.

Dateisysteme für den Stick

Fast immer werden USB-Sticks schon mit einer Vorformatierung und damit einem Dateisystem ausgeliefert. Windows-Nutzer können den Datenträger heutzutage einfach in den Computer einstecken und Daten drauf kopieren. Das auf dem Stick vorinstallierte Dateisystem stört erst dann, wenn eine Dateigröße von etwas unter 4 GByte überschritten wird.

Aus Kompatibilitätsgründen wird gerne das exFAT-Dateisysteme genutzt, das im Jahr 2006 extra für Flash-Speicher entwickelt wurde, um damals ein eingebettetes Windows CE mit größerer Speicherkapazität auszustatten. Heutzutage wird exFAT gerne für Videofilme genutzt, diese Art der Videothek stößt aber vermehrt auf das Problem, dass höhere Bildauflösungen auch mehr Speicher benötigen.

Im Prinzip kann auch FAT32, die File Allocation Table mit 32 Bytes, Dateien mit knapp 4 GByte aufzeichnen. Bemühungen diese Grenze durch spezielle Erweiterungen "aufzubohren" wie das bei FAT+ oder FAT32+ der Fall ist, führen beim Datenaustausch zwischen verschiedenen Rechnern jedoch zu Problemen, sofern nicht das dazu passende installierbare Dateisystem vorhanden ist. Einige Linux-Distributionen wie auch Smart-TVs und DVD-Player mögen exFAT nicht. Hier wählt man besser FAT32.

Als Alternative zu exFAT eignet sich bei großen und zahlreichen Dateien eine Formatierung mit NTFS. Aber wenn man Probleme mit dem USB-Stick hat, dann können die Ursachen vielfältig sein. Angesichts von USB 3.1 und wesentlich höheren Transfergeschwindigkeiten wäre ein besseres Dateisystem für USB-Sticks wünschenswert.

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