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Arbeitsspeicher in vier Varianten Was ist ein DDR-SDRAM?

| Autor / Redakteur: Dipl.-Ing. (FH) Stefan Luber / Dr. Jürgen Ehneß

DDR-SDRAM ist ein Halbleiterspeicher, der in Computern als Arbeitsspeicher verwendet wird. Er ist in verschiedenen Arten als DDR-, DDR2-, DDR3- und DDR4-SDRAM verfügbar und auf Speicherriegeln in Form von DIMM-Modulen installiert. Im Vergleich zu herkömmlichem SDRAM ist die Übertragungsrate des Speichers wesentlich höher.

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Die wichtigsten IT-Fachbegriffe verständlich erklärt.
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(Bild: © aga7ta - Fotolia)

Die Abkürzung DDR-SDRAM steht für „Double Data Rate Synchronous Dynamic Random Access Memory“. Es handelt sich um einen flüchtigen Halbleiterspeichertyp, der in Computern als Arbeitsspeicher verwendet wird. Auch in anderen elektronischen Geräten oder Komponenten wie in der Kommunikationstechnik oder in der Unterhaltungselektronik ist dieser Speichertyp zu finden. Er ist in verschiedenen Varianten als DDR-, DDR2-, DDR3- und DDR4-SDRAM mit unterschiedlichen Eigenschaften wie Datentransferraten, Taktraten und Anzahl an Kontakten verfügbar.

Im Gegensatz zu herkömmlichem SDRAM-Speicher vervielfacht die DDR-Speichertechnik die vom Systembus vorgegebenen Taktrate durch Nutzung absteigender und ansteigender Flanken des Taktsignals. Die maximal mögliche Übertragungsrate ist wesentlich höher. Im Fall von Computerarbeitsspeicher ist der DDR-SDRAM auf sogenannten Dual Inline Memory Modulen (DIMMs) installiert.

Die DIMMs haben fest vorgegebene Abmessungen, besitzen aber je nach DDR-Typ eine verschiedene Anzahl an Kontakten und unterschiedlich platzierte Kerbungen. Da die verschiedenen DDR-Speichertypen miteinander nicht kompatibel sind, verhindert die Kerbung die fehlerhafte Installation von Speicherriegeln. Bei Laptops kommen sogenannte SODIMMs (Small Outline Dual Inline Memory Module) zum Einsatz.

Erste Speicher vom Typ Double Data Rate Synchronous Dynamic Random Access Memory kamen 1999 auf den Markt. Endgültig durchgesetzt hat sich die Speichertechnik im PC- und Laptop-Umfeld ab dem Jahr 2002. Für das Jahr 2020 ist noch schnellerer DDR5-SDRAM-Speicher angekündigt.

Die verschiedenen Arten des DDR-SDRAMs

Aktuell ist Double Data Rate Synchronous Dynamic Random Access Memory in folgenden vier Varianten am Markt verfügbar:

  • DDR-SDRAM mit 184 Kontakten,
  • DDR2-SDRAM mit 240 Kontakten,
  • DDR3-SDRAM mit 240 Kontakten,
  • DDR4-SDRAM mit 288 Kontakten.

Während DDR-Speicher die Taktrate des Systembusses durch die Nutzung ansteigender und fallender Taktflanken quasi doppelt nutzt, erzielt DDR2-SDRAM eine Vervierfachung der Taktrate bei Reduktion der Versorgungsspannung von 2,5 Volt auf 1,8 Volt. Bei DDR3-SDRAM ist die Versorgungsspannung im Vergleich zu DDR2-SDRAM von 1,8 Volt auf 1,5 Volt reduziert und die Nutzung der Taktrate nochmals verdoppelt. DDR4-Speicher schließlich hat eine Versorgungsspannung von lediglich 1,2 Volt und erhöht die Datentransferrate auf bis zu 2.133 bis 3.200 MT/s (Millionen Transfers pro Sekunde). DDR5-SDRAM ist für das Jahr 2020 angekündigt und wird die Datentransferrate von DDR4-SDRAM nochmals verdoppeln.

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