Tabellen mit Zeilen und Spalten Was ist eine relationale Datenbank?

Autor / Redakteur: Dipl.-Ing. (FH) Stefan Luber / Dr. Jürgen Ehneß

Eine relationale Datenbank basiert auf dem relationalen Datenbankmodell und ist ein häufig verwendeter und beliebter Datenbanktyp. Die Daten sind in Tabellen mit Zeilen und Spalten abgelegt. Eine Datenbank kann aus vielen einzelnen Tabellen bestehen, die miteinander in Beziehung stehen. Abfragen und Datenmanipulationen erfolgen mit Datenbanksprachen wie SQL.

Firma zum Thema

Die wichtigsten IT-Fachbegriffe verständlich erklärt.
Die wichtigsten IT-Fachbegriffe verständlich erklärt.
(Bild: © aga7ta - Fotolia)

In einer relationalen Datenbank können Computersysteme Daten speichern, bearbeiten und bereitstellen. Die Datenbank basiert auf dem relationalen Datenbankmodell, das erstmals im Jahr 1970 von Edgar F. Codd vorgestellt wurde. Die Daten sind in Tabellen mit Zeilen und Spalten gespeichert. Die Tabellen stehen untereinander in Beziehung und bilden in ihrer Gesamtheit die relationale Datenbank.

Lange Zeit waren relationale Datenbanken der dominierende und am häufigsten verwendete Datenbanktyp. Da die relationalen Datenbanken aufgrund der schlechten Skalierbarkeit für besonders große Datenmengen nur bedingt geeignet sind, haben sie im modernen Big-Data-Umfeld an Bedeutung verloren. Zum Erstellen, Verwalten und Pflegen von relationalen Datenbanken kommt ein relationales Datenbank-Management-System (Relational Database Management System – RDBMS) zum Einsatz.

Das Einfügen, Löschen, Verändern oder Abfragen von Daten ist mit Datenbanksprachen wie SQL (Structured Query Language) möglich. SQL basiert auf der relationalen Algebra und kann mit den Datenbankelementen wie Tabellen, Attributen und Beziehungen umgehen. Relationale Datenbanken sind einfach zu erstellen und flexibel einsetzbar. Es existieren zahlreiche kommerzielle und Open-Source-basierte Datenbanklösungen.

Wichtige Grundlagen relationaler Datenbanken

Wichtiges Element der relationalen Datenbank ist die Tabelle. Diese besteht aus Zeilen und Spalten. Tabellenzeilen werden auch als „Tupel“ und Tabellenspalten als „Attribute“ bezeichnet. Attribute können Werte aus einem definierten Wertebereich annehmen. Abhängig von der Anzahl der Spalten sind in einem Tupel (Zeile) unterschiedlich viele Attribute gespeichert. Über das Relationsschema sind die Anzahl und die Typen der Attribute definiert.

Eine Datenbank kann aus vielen verschiedenen Tabellen bestehen. Die Datensätze einer relationalen Datenbank sind über Schlüssel eindeutig identifizierbar. Ein zentrales Grundprinzip relationaler Datenbanken ist, dass sie konsistent und redundanzfrei sind. Daten dürfen nur einmalig vorhanden und müssen eindeutig sein. Datensätze sind über verschiedene Tabellen hinweg verknüpft. Unter Beachtung der Normalisierungsregeln entsteht die sogenannte Normalform der Daten. Merkmale der Normalform einer relationalen Datenbank sind:

  • keine Redundanzen,
  • keine Inkonsistenzen,
  • eindeutige Strukturierung,
  • eindeutig identifizierbare Beziehungen und Datensätze.

SQL – die Datenbanksprache für relationale Datenbanken

Zum Einfügen, Verändern, Löschen oder Abfragen der Daten einer relationalen Datenbank kommt häufig SQL zum Einsatz. Die Sprache zeichnet sich durch ihre einfache Syntax mit wenigen Grundbefehlen aus, mit deren Hilfe sich komplexe Abfragen oder Datenmanipulationen durchführen lassen. Die SQL-Befehle können sich abhängig von der eingesetzten Datenbanklösung und dem normierenden Gremium unterscheiden. Grundsätzlich sind die Befehle in folgende drei Kategorien einteilbar:

  • Befehle zur Definition von Datenbankschemata (DDL),
  • Befehle zur Verwaltung der Rechten und zur Kontrolle von Transaktionen (DCL),
  • Befehle zum Ändern, Einfügen, Löschen und Abfragen der Daten (DML).

(ID:46931811)

Über den Autor