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Definition Was ist ein Solid State Array (SSA)?

| Autor / Redakteur: Dipl.-Ing. (FH) Stefan Luber / Dr. Jürgen Ehneß

Ein Solid State Array (SSA) ist eine Speicherlösung, die sich aus vielen einzelnen Solid State Drives (SSDs) zusammensetzt. Sie besitzt im Vergleich zu Arrays aus herkömmlichen Festplatten keine beweglichen Teile und nutzt Halbleiterspeicher. Der Zugriff auf das Array ist über ein Storage Area Network möglich.

Die wichtigsten IT-Fachbegriffe verständlich erklärt.
Die wichtigsten IT-Fachbegriffe verständlich erklärt.
(Bild: © aga7ta - Fotolia)

Die Abkürzung SSA steht für „Solid State Array“. Ein SSA besteht aus mehreren SSDs (Solid State Drives) und speichert die Daten in nichtflüchtigen Halbleiterspeichern (Flash-Speicher). Der Zugriff auf diese Daten ist für mehrere Server oder Hosts über Netzwerklösungen wie das Storage Area Network (SAN) möglich. Die einzelnen SSDs sind in einem Rack montiert und werden von einem Controller gesteuert, der die benötigten Speicherverwaltungsfunktionen bereitstellt. Der grundsätzliche SSA-Aufbau entspricht dem eines Arrays aus herkömmlichen Festplatten. Im Gegensatz zur herkömmlichen Festplattentechnik sind allerdings keinerlei bewegliche Teile in den SSDs vorhanden. Typische Schnittstellen der SSDs in einem Array sind SATA (Serial ATA) oder SAS (Serial Attached SCSI). Zur Benennung der Anzahl maximaler Aus- und Eingabeaktionen des Arrays kommt die Einheit Input/Output Operations Per Second (IOPS) zum Einsatz.

Abgrenzung der Begriffe Solid State Array (SSA) und All-Flash-Array (AFA)

Im Umfeld der Halbleiterspeicher-Arrays werden die Begriffe Solid State Array und All-Flash-Array oft miteinander vermischt. So werden beispielsweise SSAs teilweise als All-Flash-Arrays bezeichnet, da die Speichertechnologie der SSDs auf Flash-Speicher basiert. Grundsätzlich sind SSAs und AFAs jedoch voneinander abzugrenzen.

SSAs setzen sich aus mehreren SSDs zusammen und verwenden Controller- und Schnittstellentechnologien herkömmlicher Speicherlaufwerke. Der Flash-Speicher arbeitet, von außen betrachtet, wie einzelne Festplatten und nutzt deren Standard-Interfaces wie SATA oder SAS.

All-Flash-Arrays sind aus Speichermodulen aufgebaut, die sich nicht wie einzelne Festplatten verhalten. Sie verwenden andere, teils proprietäre Schnittstellen und Cache- oder Controller-Technologien. Zur Anbindung dieser Speicherlösungen kommt beispielsweise PCIe (PCI Express) zum Einsatz.

Vorteile eines Solid State Arrays gegenüber einem Array aus herkömmlichen Festplatten

Gegenüber Arrays aus herkömmlichen Festplatten bieten SSAs zahlreiche Vorteile. Diese sind:

  • niedrige Latenzzeiten,
  • kein Verschleiß beweglicher Teile – hohe Zuverlässigkeit und geringe Ausfallwahrscheinlichkeit,
  • niedrige Wartungs- und Betriebskosten,
  • geräuschloser Betrieb,
  • geringer Platzbedarf,
  • geringer Kühlungsaufwand,
  • niedriger Energieverbrauch.

Anwendungsbereiche der Solid State Arrays

Solid State Arrays bieten Lösungen für Anwendungen mit vielen Input/Output Operations Per Second (IOPS). Typische Anwendungsbereiche sind datenintensive Applikationen, komplexe Datenbankmanagementsysteme oder Anwendungen aus dem Big-Data-Bereich. Prinzipiell lassen sich alle Anwendungen, bei denen der Zugriff auf den Festplattenspeicher die leistungsbegrenzende Komponente ist, beschleunigen.

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