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Digitaltag 2026: Umfrage zum Sicherheitsverhalten Bitkom: Viele Internetnutzende vernachlässigen Backups und Updates

Von Bernhard Lück 2 min Lesedauer

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Nur ein Teil der Internetnutzenden in Deutschland setzt grundlegende Maßnahmen zur IT-Sicherheit konsequent um. Das geht aus einer Befragung des Bitkom hervor. Anlass der Veröffentlichung ist der Digitaltag am 26. Juni, der 2026 unter dem Schwerpunkt „Digitale Sicherheit“ steht.

Felix Kuhlenkamp leitet den Bereich Sicherheit beim Digitalverband Bitkom. Seiner Erfahrung nach scheitert digitale Sicherheit häufiger an fehlender Routine als an fehlendem Wissen.(Bild:  Bitkom)
Felix Kuhlenkamp leitet den Bereich Sicherheit beim Digitalverband Bitkom. Seiner Erfahrung nach scheitert digitale Sicherheit häufiger an fehlender Routine als an fehlendem Wissen.
(Bild: Bitkom)

Nach Angaben des Digitalverbands Bitkom erstellt lediglich ein Teil der Nutzer regelmäßig Datensicherungen. Demnach fertigen 39 Prozent häufig Backups an, weitere 26 Prozent zumindest gelegentlich. Gleichzeitig gibt rund ein Drittel an, Daten nur selten oder nie zu sichern, darunter zehn Prozent, die vollständig auf Backups verzichten. Damit bleibt ein zentrales Element der Datensicherheit bei vielen Anwendern ungenutzt.

Uneinheitliches Update-Verhalten

Auch bei Software-Updates zeigt sich laut Umfrage ein inkonsequentes Bild. 43 Prozent der Befragten installieren verfügbare Aktualisierungen häufig direkt, während 24 Prozent dies nur gelegentlich tun. Ein relevanter Anteil verzögert Updates oder verzichtet ganz darauf: 21 Prozent installieren selten, neun Prozent nach eigenen Angaben nie unmittelbar. Da Updates häufig sicherheitsrelevante Schwachstellen schließen, kann dieses Verhalten das Risiko für Angriffe erhöhen.

Felix Kuhlenkamp, Leiter Sicherheit beim Bitkom, verweist auf grundlegende Schutzmaßnahmen wie zeitnahe Updates, regelmäßige Backups sowie den Einsatz starker Passwörter und Zwei-Faktor-Authentifizierung. Diese könnten das Risiko von Datenverlust und unbefugtem Zugriff reduzieren.

Sorgloser Umgang mit persönlichen Daten

Neben technischen Maßnahmen spielt auch das Verhalten der Nutzenden eine Rolle. Laut Umfrage geben 28 Prozent häufig persönliche Daten im Internet preis, ohne dies näher zu hinterfragen. Weitere 33 Prozent tun dies gelegentlich. Zudem ist ein Teil der Befragten bereit, zusätzliche Daten im Austausch für Vorteile wie Rabatte anzugeben.

Gleichzeitig kontrollieren viele Anwender ihre Datenschutzeinstellungen nur selten. So prüfen 34 Prozent nach eigenen Angaben nie, welche Apps oder Dienste Zugriff auf persönliche Daten haben. Auch Nutzungsbedingungen werden vielfach kaum gelesen: 55 Prozent geben an, AGB selten oder nie zu prüfen.

Methodik und Einordnung

Die Ergebnisse basieren auf einer telefonischen Befragung von 1.005 Personen ab 16 Jahren in Deutschland, von denen 942 das Internet nutzen. Die Erhebung wurde von Bitkom Research in den Kalenderwochen 15 bis 19 im Jahr 2026 durchgeführt und ist laut Verband repräsentativ.

Die Studie erscheint im Vorfeld des Digitaltags 2026, der bundesweit Aktionen und Informationsangebote rund um digitale Kompetenzen und IT-Sicherheit bündelt.

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