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Storage-Plattform mit File Services von Fujitsu Siemens Computers Centricstor FS – ein Hochleistungsspeicher für Office-Dateien

| Autor / Redakteur: Thomas Böcker / Nico Litzel

Glaubt man den Voraussagen von Marktforschern wie etwa IDC, so wird sich die Informationsmenge weltweit bis 2011 auf 1.800 Exabyte verzehnfachen – eine mit heutigen Techniken unbeherrschbare Datenflut. Von daher ist es nur logisch, dass Speicherhersteller nach neuen Konzepten suchen, die das Handling solcher Datenmengen gestatten. Hier reiht sich jetzt auch Fujitsu Siemens Computers ein: Auf seinem Data Center Symposium in Köln stellte das Unternehmen die Centricstor FS vor, eine Storage-Plattform, die File Services bereitstellt.

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Das Filesystem der Centricstor skaliert bis zu einer Größe von einem Exabyte und bietet Platz für 128 Milliarden Dateien pro Cluster sowie 2.000 virtuelle Volumes und 1.000 Snapshots.
Das Filesystem der Centricstor skaliert bis zu einer Größe von einem Exabyte und bietet Platz für 128 Milliarden Dateien pro Cluster sowie 2.000 virtuelle Volumes und 1.000 Snapshots.
( Archiv: Vogel Business Media )

Im heimischen Speichermarkt hat sich Fujitsu Siemens Computers (FSC) bisher vor allem als Vertriebspartner von EMC und NetApp sowie mit der Virtual TapeAppliance Centricstor einen Namen gemacht. Diese fungiert als eine Art Drehscheibe zwischen den Servern beziehungsweise Mainframes einer IT-Umgebung und den dahinterliegenden Bandlaufwerken. Mit weltweit über 500 Installationen zählt die Centricstor zu den erfolgreichsten Modellen ihrer Art. Kein Wunder also, dass der Hersteller bei der Namensgebung für sein neues „Speicher-Flaggschiff“ daran anknüpft.

Bei der Entwicklung gingen die Ingenieure bei Fujitsu-Siemens-Computers sogar von einem durchschnittlichen Datenwachstum von 70 Prozent per annum aus, das hauptsächlich aus der explosionsartigen Vermehrung sogenannter „unstrukturierter Daten“ resultiert, wie Dr. Helmut Beck, Vice President Storage, erläutert.

Im Auge hat er dabei vor allem Office-Dateien und E-Mails mitsamt ihren Anhängen, die mit Bordmitteln und konventionellen Lösungen nur schwer und in mehrstufigen Architekturen unter Kontrolle zu bringen sind, was wiederum hohe Kosten verursacht. Die Centricstor FS soll eine Konsolidierung und damit die schnellere Bereitstellung dieser Daten ermöglichen; funktionell wäre sie damit zwischen einem gängigen NAS-System und der oben erwähnten VTA angesiedelt.

Ein Dateisystem fürs Unstrukturierte

Damit dieser „file-zentrierte Ansatz“, so Beck, funktioniert, wird zweierlei benötigt: leistungsfähige Hardware und ein „Ablagesystem“, das zum einen den Umgang mit einer Vielzahl kleiner Dateien erleichtert. Schließlich sind Office-Dokumente oft nur wenige Kilobyte groß. Zum anderen muss dieses Ablagesystem deren beständige Vermehrung anstandslos verkraften, also leicht skalierbar sein. Schließlich sollte es alle gängigen Formate (DOC- und TXT-Dateien, JPGs, PDFs, PowerPoint-Präsentationen etc.) erkennen. Die angestrebte Gesamtlösung sollte sich zudem einfach verwalten lassen, wodurch wiederum die Betriebskosten reduziert werden.

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