Backup-as-a-Service Cohesity startet BaaS in Europa

Autor / Redakteur: Michael Matzer / Dr. Jürgen Ehneß

Cohesity macht seinen Backup-as-a-Service-Dienst (BaaS) „DataProtect Delivered as a Service“ nun auch in Europa verfügbar, zuerst in Frankfurt am Main. Als nächster Dienst soll mit „SiteContinuity“ ein Disaster-Recovery-as-a-Service verfügbar werden.

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Cohesity weitet seine As-a-Service-Angebote aus.
Cohesity weitet seine As-a-Service-Angebote aus.
(Bild: gemeinfrei / Pixabay )

Cohesity DataProtect, das als Service bereitgestellt wird, umfasst den Support für eine Reihe von Workloads, einschließlich Amazon Elastic Compute Cloud (EC2) Virtual Instances und Compute Infrastructure sowie AWS Relational Database Service (RDS), Microsoft-365-SaaS-Anwendungen und Datenquellen wie VMware, Network Attached Storage (NAS) und SQL Server.

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„Data Protect“ ist bereits in den USA, Kanada und im Asien-Pazifik-Raum verfügbar, endlich kommt auch Europa an die Reihe. Die AWS-Region Frankfurt/M. (Europe Central 01) macht den Anfang, dann folgen Großbritannien und Frankreich. Cohesity übernimmt dabei das Management (DMaaS) der zugrunde liegenden Infrastruktur, so dass sich der Cohesity-Kunde um nichts weiter kümmern muss und gleich loslegen kann.

Data-Management-as-a-Service

„Unser DMaaS hat nichts mit Datacenter Infrastructure Management, also DCIM, zu tun – wir adressieren dabei große wie auch mittelständische Unternehmen“, ordnet Pascal Brunner, Field Technical Director bei Cohesity, ein. „Global tätige Unternehmen haben viele Niederlassungen, deren Daten sie sichern müssen.“ Denn schließlich gebe es Vorschriften wie die DSGVO zu beachten. „Diese Unternehmen erhalten damit eine sehr einfache Möglichkeit, Daten zu sichern, Silos zu beseitigen und Investitionskosten zu senken. Hinsichtlich der Speicherkapazität besteht kein Limit.“

Der Backup-as-a-Service erfreut sich nach Brunners Angaben großer Beliebtheit bei Nutzern von MS Office 365. Bekanntlich verfügt die Online-Suite von Microsoft über limitierte Backup-Funktionen. „Doch diese Suite folgt ebenso dem aktuellen Trend zur Online-Kollaboration“, stellt Brunner fest, „so dass die Nutzer nach dem Self-Service-Prinzip nach SaaS-Lösungen aus der Cloud greifen, statt ihre jeweilige Firmen-IT zu bitten.“ Sie könnten die Cohesity-Lösung 30 Tage lang kostenfrei testen.

Weitere Einsatzbereiche für diese BaaS-Lösung sind virtuelle Instanzen und Server-Infrastrukturen der Amazon Elastic Compute Cloud (EC2) sowie AWS Relational Database Service (RDS), SaaS-Anwendungen von Microsoft 365 und Datenquellen wie VMware, Network Attached Storage (NAS) oder SQL Server. Cohesity legt laut Brunner Backups von Files, Blocks und Objects (S3) an. Die Unterstützung für AWS RDS hat Cohesity für den Sommer 2021 angekündigt.

Hybrid Cloud

Doch „DataProtect“ lässt sich nicht nur in der AWS Cloud nutzen, sondern auch On-Premises. Kunden können zwischen einem DMaaS-Modell, einem Cohesity-Cluster On-Premises und einer Kombination aus beidem in einem Hybridmodell wählen. Sie verwalten ihre BaaS-Umgebung plus eigene Unternehmensdaten auf einer einzigen Plattform und mit einer einzigen Benutzeroberfläche, nämlich Cohesity Helios. „Das ist ein umfassender Backup-Service für Datenquellen On-Premise und in der Cloud sowie eine einheitliche Bedienoberfläche zur Verwaltung von BaaS- und kundeneigenen Umgebungen und entlastet Teams“, fasst Brunner zusammen. Kunden können DMaaS-Angebote über autorisierte Cohesity-Vertriebspartner und -Distributoren sowie über den AWS Marketplace abonnieren.

Ransomware-Schutz

Ransomware-Attacken treten inzwischen überall auf und kosten zuweilen Menschenleben, etwa an einer Klinik. Sie verursachen zudem Milliardenschäden, wenn die Betroffenen zahlen (wovon das BSI dringend abrät). Der Schutz vor Ransomware- und anderen Malware-Angriffen gelingt nach Brunners Worten mit einem Snapshot an einem alternativen, physikalisch getrennten Ort. Dabei werde flexibles Verschlüsselungsmanagement genutzt. Zudem bestehe die Möglichkeit, Daten aus rechtlichen und Compliance-Gründen zu trennen und voneinander zu isolieren.

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SiteContinuity

Neben der Verfügbarkeit von „DataProtect Delivered as a Service“ in Europa hat Cohesity auch den baldigen Start des zweiten SaaS-Angebots im Rahmen des DMaaS-Portfolios angekündigt: Cohesity SiteContinuity, das im vergangenen Herbst vorgestellt wurde. Dieses ermöglicht eine automatisierte Disaster Recovery von geschäftskritischen Anwendungen und Daten in der Cloud. Die Lösung Disaster-Recovery-as-a-Service (DRaaS) hilft nach Brunners Angaben Unternehmen, die Infrastrukturkosten erheblich zu senken: „Denn sie nutzen nach Bedarf Cloud-Ressourcen von AWS, statt ein teures sekundäres Rechenzentrum zu benötigen.“

Weitere Bausteine von Cohesitys DMaaS-Plattform sind nach Brunners Worten File & Object Services sowie Test & Development Services. „Wir arbeiten an der weiteren Vereinfachung der Lösung.“

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