Kommentar von Dr. Marc M. Batschkus, Archiware

Das Linear Tape File System – ein Realitäts-Check

21.07.2011 | Autor / Redakteur: Dr. Marc M. Batschkus / Nico Litzel

Der Autor: Dr. Marc M. Batschkus ist Business Development Manager bei Archiware
Der Autor: Dr. Marc M. Batschkus ist Business Development Manager bei Archiware

Das LTFS (Linear Tape File System) wurde zusammen mit der fünften Generation des LTO-Standards (LTO-5) eingeführt. Ziel war es, die Verwendung von LTO-Medien zu erweitern, deren Flexibilität zu erhöhen und den Datenaustausch und den Transport zu erleichtern. Inwieweit diese Ziele erreicht wurden, sollen nachfolgend zusammen mit möglichen Einsatzszenarien für LTFS genauer betrachtet werden.

Das zusammen mit LTO-5 eingeführte Linear Tape File System soll ohne weitere Software einen Zugriff auf dem OS-Level ermöglichen – die Sichtung und der Zugriff auf Daten soll möglichst dem von Disks ähneln. Da Tape, bedingt aus der Historie des Medium, allerdings auch viele Gegner hat und es auch einige Gegenargumente gibt, besteht ein Bedarf an positiven Informationen und Merkmalen. Sicherlich war das auch die Ausgangsmotivation, dieses neue Feature in LTO-5 zu implementieren.

Tape und sein Ruf

Tatsächlich ist es eines der besonderen und wenig bekannten Merkmale von LTO, dass bei der Formulierung des Standards die besten Features von mehreren Vorläufer-Technologien aufgenommen wurden. Es entstand ein „Best of all Worlds“- Produkt, wie es selten in der IT vorkommt. Beispielsweise wurde von DLT die einspurige Cartridge, von AIT der Speicherchip in der Cartridge, von SLR die Servo-Spuren und von DDS die Fehlerkorrektur übernommen.

In der Summe führt das zu einem hoch professionellen, performanten und sicheren Speichermedium, das in Bezug auf die Kosten derzeit ungeschlagen ist und sich amortisiert, wie kürzlich eine Langzeit-Studie eindrucksvoll belegte (siehe Clipper Notes TCO in der Linksammlung). Alle Fakten sprechen für Tape, wenn es um die langfristige Archivierung oder um Auslagerung von Sicherungen geht.

Da verwundert es umso mehr, dass LTO-Tapes noch immer gegen Vorurteile anzukämpfen haben, etwa eine umständliche Handhabung, eine mangelnde Zuverlässigkeit, eine mangelnde Geschwindigkeit oder hohe Kosten.

Doch zurück zu LTFS. Was genau ist LTFS, wie ist es technisch implementiert und was bringt es dem Nutzer?

Mit LTO-5 wurde erstmals eine Partitionierungsmöglichkeit eingeführt. LTFS erstellt dabei zwei Partitionen auf jedem Tape. LTFS Partition 0 (37 Gigabyte groß) enthält einen Index und Metadaten, während Partition 1 die eigentlichen Nutzdaten sowie eine Sicherungskopie des Index enthält.

Weiter mit: (Fast) wie eine Disk

 

LTFS Partition 0

Inhalt des Artikels:

Kommentare werden geladen....

Was meinen Sie zu diesem Thema?

Der Kommentar wird durch einen Redakteur geprüft und in Kürze freigeschaltet.

Anonym mitdiskutieren oder einloggen Anmelden

Avatar
Zur Wahrung unserer Interessen speichern wir zusätzlich zu den o.g. Informationen die IP-Adresse. Dies dient ausschließlich dem Zweck, dass Sie als Urheber des Kommentars identifiziert werden können. Rechtliche Grundlage ist die Wahrung berechtigter Interessen gem. Art 6 Abs 1 lit. f) DSGVO.
  1. Avatar
    Avatar
    Bearbeitet von am
    Bearbeitet von am
    1. Avatar
      Avatar
      Bearbeitet von am
      Bearbeitet von am

Kommentare werden geladen....

Kommentar melden

Melden Sie diesen Kommentar, wenn dieser nicht den Richtlinien entspricht.

Kommentar Freigeben

Der untenstehende Text wird an den Kommentator gesendet, falls dieser eine Email-hinterlegt hat.

Freigabe entfernen

Der untenstehende Text wird an den Kommentator gesendet, falls dieser eine Email-hinterlegt hat.

copyright

Dieser Beitrag ist urheberrechtlich geschützt. Sie wollen ihn für Ihre Zwecke verwenden? Infos finden Sie unter www.mycontentfactory.de (ID: 2052353 / Bandlaufwerke)