Zusatzwerkzeuge zur Cloud-Verschlüsselung

Die besten Verschlüsselungs-Tools für Daten in der Cloud

| Autor / Redakteur: Thomas Joos / Peter Schmitz

Damit sensible Daten in der Cloud auch sicher sind und unbefugte Anwender keinen Zugriff auf diese erhalten, sollten sie verschlüsselt sein.
Damit sensible Daten in der Cloud auch sicher sind und unbefugte Anwender keinen Zugriff auf diese erhalten, sollten sie verschlüsselt sein. (© blackboard - stock.adobe.com)

Um Daten sicher in der Cloud zu speichern, sollte man sie vor dem Upload am besten verschlüsseln. Das macht den mobilen Zugriff zwar schwerer, sorgt aber für deutlich mehr Sicherheit. Wir zeigen die besten Tools, um Daten in der Cloud zu verschlüsseln und vor unberechtigtem Zugriff zu schützen.

Damit sichergestellt ist, dass unbefugte Anwender keinen Zugriff auf Daten in der Cloud erhalten, besteht der beste Weg darin, diese mit zusätzlichen Tools zu verschlüsseln. Neben einigen kostenpflichtigen Tools gibt es auch Freeware- und Open-Source-Lösungen.Zudem bieten einige Cloud-Provider auch eine direkte Verschlüsselung an. Dadurch stehen Anwendern verschiedene Möglichkeiten offen.

Boxcryptor und Cryptomator nutzen

Eines der bekanntesten Tools zur Verschlüsselung von Daten in der Cloud ist sicherlich Boxcryptor. Das Tool kann so gut wie jeden Cloud-Speicher anbinden und die Daten verschlüsseln. Die Basisversion ist komplett kostenlos und unterstützt einen Cloud-Anbieter auf zwei Geräten.

Wer Daten bei mehreren Providern verschlüsseln und Boxcryptor auf einer unbegrenzten Anzahl an Geräten nutzen möchte, kommt als Privatperson um die Personal-Lizenz für 36 Euro pro Jahr nicht herum. Dafür erhält man aber auch weitere Zusatzfunktionen und einen E-Mail-Support. Für die berufliche und geschäftliche Nutzung kostet Boxcryptor Business pro Person 72 Euro jährlich. Für Teams und Unternehmen gibt es gestaffelte Benutzerlizenzen und sogar eine Enterprise-Version mit Single Sign-on und der Möglichkeit für selbstverwaltete Schlüssel.

Das Open-Source-Tool Cryptomator hat ein ähnliches Leistungsspektrum wie Boxcryptor. Nach der Installation und dem Start erscheint ein neues Laufwerk im Explorer. Kopiert man Dateien dorthin, verschlüsselt Cryptomator die Daten und lädt sie in den Cloudspeicher hoch.

Verschlüsselung mit Freeware: CryptSync

Mit CryptSync lassen sich ebenfalls Daten verschlüsseln, bevor sie in die Cloud geladen werden. Die Open-Source-Lösung arbeitet ebenfalls mit OneDrive, Google Drive und Dropbox zusammen. Wenn Dateien auf mehr als einem Cloud-Speicher gesichert und verschlüsselt werden sollen, können mit CryptSync auch zwei Synchronisierungspaare eingerichtet werden. In einem solchen Szenario ist es auch möglich, dass der ursprüngliche Ordner für beide Paare gleich ist.

Der Nachteil von CryptSync ist, dass das Tool mit dem Komprimierprogramm 7-Zip zur Verschlüsselung zusammenarbeitet. Dieses Tool steht wiederum in der Kritik über schwerwiegende Sicherheitslücken angreifbar zu sein. Es ist allerdings möglich, die Verschlüsselung von CryptSync mit GnuPG durchzuführen. In diesem Fall stellt die Sicherheitslücke in 7-Zip keine Gefahr dar. Allerdings werden die Daten in diesem Fall nicht komprimiert.

CryptSync funktioniert generell durch die Synchronisierung von Ordnerpaaren. Im originalen Ordner werden die unverschlüsselten Dateien gespeichert. Der zweite Ordner eines solchen Paares ist der verschlüsselte Ordner, in dem die Dateien aus dem ursprünglichen Ordner kopiert und verschlüsselt werden.

AxCrypt - Lokal Dateien verschlüsseln

Mit der Open-Source-Anwendung AxCrypt lassen sich Dateien über das Kontextmenü verschlüsseln. Das Tool arbeitet nicht direkt mit Cloud-Speichern zusammen, sondern dient vor allem der lokalen Verschlüsselung von Daten. Werden sie jedoch im Synchronisierungs-Verzeichnis des Cloud-Dienstes verschlüsselt, dann synchronisiert der Cloud-Agent auch die verschlüsselten Daten mit der Cloud.

Verschlüsselte Cloud-Speicher nutzen - tresorit und Co.

Wer Daten sicher in der Cloud speichern will, kann natürlich auch auf Cloud-Speicher setzen, in denen die Verschlüsselung bereits integriert ist. Ein solches Beispiel ist Tresorit. Der Speicher kann 14 Tage kostenlos getestet werden. Danach muss ein Abonnement abgeschlossen werden. Die Preise liegen zwischen 16 und 24 Euro pro Monat bei jährlicher Zahlung. Enthalten sind folgende Funktionen:

  • Integrierte Ende-zu-Ende-Verschlüsselung
  • 1.000 GB Speicher / Nutzer
  • Sicherer Zugriff von 10 Geräten / Nutzer
  • Wiederherstellung älterer Versionen
  • Rechtekontrolle
  • Teilen mit passwortgeschützten Links
  • 2-Stufen-Verifizierung
  • Outlook-Integration
  • Sicherheitsrichtlinien
  • Kontrolle über Dateien auf Team-Ebene

Natürlich stellt Tresorit nur ein Beispiel für einen Cloudspeicher mit integrierter Verschlüsselung dar. Weitere bekannte Cloudspeicher mit integrierter Verschlüsselung (ohne Anspruch auf Vollständigkeit) sind:

  • YourSecureCloud - Die Daten werden auf deutschen Servern gespeichert und sind zusätzlich verschlüsselt. Allerdings stellt auch dieser Anbieter keinen kostenlosen Speicherplatz zur Verfügung. Die monatlichen Preise für den Dienst belaufen sich auf 2,49 Euro für 10 GB, 4,99 Euro für 50 GB und 7,99 Euro für 100 GB.
  • DriveOnWeb - Der Cloudanbieter stellt 5 GB Speicherplatz kostenlos zur Verfügung. Auch hier werden alle Daten verschlüsselt übertragen und auf deutschen Servern gespeichert. Natürlich kann die Kapazität jederzeit kostenpflichtig aufgestockt werden.
  • SecureSafe - Der kostenlose Account bietet 100 MB Speicherplatz Die Daten werden verschlüsselt gespeichert.

* Diesen Beitrage haben wir von unserem Schwesterportal Security-Insider übernommen.

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