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Tipp: Stabile Version ergänzt Paritätsschutz und Einweg-Abgleich Duplicati erzwingt strenge Rechte am Datenordner

Von Thomas Joos 3 min Lesedauer

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Das Backup-Programm Duplicati sichert Dateien verschlüsselt auf Cloud- und S3-Speicher. Die neue stabile Version macht strenge Zugriffsrechte am lokalen Ordner zur Pflicht und verweigert den Start bei zu offen gesetzten Verzeichnissen. Ergänzend kommen ein Paritätsschutz und ein einseitiger Abgleich hinzu.

Version 2.4.0.0 von Duplicati bietet erhöhte Sicherheit.(Bild:  KI-generiert)
Version 2.4.0.0 von Duplicati bietet erhöhte Sicherheit.
(Bild: KI-generiert)

Das quelloffene Programm Duplicati liegt in der stabilen Fassung 2.4.0.0 vor. Die Ausgabe bündelt die Neuerungen der Beta-Fassungen 2.3.1.0 und 2.3.1.1 und wendet sich an Administratoren, die Sicherungen im Netzwerk oder in der Cloud betreiben. Der Dienst steuert Zeitpläne, Aufbewahrung und Verschlüsselung über eine Weboberfläche und legt die Konfiguration samt Datenbank in einem lokalen Ordner ab. Für dieses Verzeichnis gelten härtere Vorgaben.

Strenge Rechte am Datenordner

Ältere Fassungen setzten die Zugriffe auf das Verzeichnis im Hintergrund selbst und meldeten eine zu offen stehende Ablage nicht. Mit der neuen Ausgabe verweigert die Software den Start, sobald die Berechtigungen am Ordner abweichen, denn dort liegen die Datenbanken der Aufträge, die Einstellungen und die Zugangsdaten für sämtliche eingerichteten Sicherungsziele. Lockere Rechte öffnen anderen lokalen Konten den Zugriff auf diese hinterlegten Zugangsdaten. Deshalb lässt das Projekt den Dienst nur bei einer abgeschotteten Ablage starten.

Administratoren, die bewusst offenere Berechtigungen brauchen, können die Sperre über drei Zugänge umgehen. Der Aufruf mit dem Parameter „--allow-insecure-datafolder“ lässt ein offenes Verzeichnis zu, dieselbe Freigabe greift über eine Umgebungsvariable oder über die Datei „insecure-permissions.txt“ im Installationsordner. Die frühere Ablage einer Freigabedatei im Datenordner selbst wirkt bei dieser strengeren Prüfung nicht mehr. Das Kommando „ConfigureTool“ setzt mit der Option „secure-datafolder“ die passenden Werte und ersetzt die veralteten systemweiten Pfade unter „/usr/local/share/Duplicati“ und „C:\ProgramData\Duplicati“.

Paritätsschutz und Einweg-Abgleich

Ein neues Modul auf Basis von PAR2 legt Paritätsdaten zu den Remote-Volumes an. Beschädigte Volumes rekonstruiert das Programm aus diesen Zusatzblöcken, ohne das gesamte Archiv erneut zu übertragen. Das erspart bei Übertragungsfehlern eine neue Vollsicherung. Der Kopiermodus schreibt Dateien einseitig von der Quelle zum Ziel und hält ein zweites Verzeichnis auf demselben Stand. Die Vollsicherung ganzer Datenträger arbeitet nun auch unter Linux und macOS statt allein unter Windows. Mehrere Neuerungen richten sich an gemischte Umgebungen.

  • Alternate Data Streams: Duplicati sichert die zusätzlichen NTFS-Datenströme unter Windows und stellt sie wieder her,
  • Mehrfach-Wiederherstellung: Die Option „--restore-all-files“ holt eine Datei über mehrere Versionen hinweg zurück,
  • Verschlüsselung: Das Format SharpAESCrypt in Fassung 3 verarbeitet ältere Archive weiter,
  • Benachrichtigungen: Der Client meldet Ergebnisse über die native Desktop-Anzeige der Plattform,
  • Windows-Installer: Das Set-up bringt Dienst und TLS-Unterstützung mit.

Umstieg und behobene Fehler

Vor dem Wechsel können Administratoren die Berechtigungen am Ordner prüfen und die Auftragsdatenbank an einem getrennten Ablageort sichern. Die Standardinstanz von Microsoft SQL Server sichert das Programm wieder korrekt, ein Fehler aus der Reihe 2.1 fällt damit weg. Beim Wiederherstellen reagiert der Abbruch schneller, dazu ist ein Fehler bei der Positionsangabe im Datenstrom behoben. Fehlt eine Quelle im Auftrag, warnt der Dienst künftig und bricht den Vorgang nun nicht mehr von sich aus ab.

Fazit

Die neue stabile Fassung stellt die Zugriffsrechte am lokalen Ordner in den Vordergrund und bindet den Start des Dienstes an eine geschlossene Vergabe, damit fremde Konten die hinterlegten Zugangsdaten nicht mehr auslesen und die Sicherungskette schon an ihrem Anfang gegen fremde Zugriffe geschützt bleibt. Der neue Paritätsschutz über PAR2 und der einseitige Kopiermodus erweitern den Funktionsumfang für verteilte Sicherungen. Für den Wechsel zählt die Prüfung der Berechtigungen.

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