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Tipp: Standard auf Entra-Rechnern, Opt-out per Gruppenrichtlinie Windows 11 aktiviert die Einstellungssicherung selbst

Von Thomas Joos 3 min Lesedauer

Microsoft schaltet die Cloud-Sicherung der Windows-Einstellungen auf verwalteten Geschäftsrechnern selbständig ein. Auf berechtigten Entra-Geräten laden Konfigurationsdaten künftig ohne Rückfrage in die Microsoft-Cloud. Administratoren steuern den Vorgang nur über eine selbst gesetzte Vorgabe.

In Windows 11 ist das Backup der Einstellungen auf Entra-Geräten künftig voreingestellt.(Bild:  KI-generiert)
In Windows 11 ist das Backup der Einstellungen auf Entra-Geräten künftig voreingestellt.
(Bild: KI-generiert)

Mit der kommenden Funktionsversion von Windows 11 ändert Microsoft die Voreinstellung der Windows-Sicherung. Bisher schalten Administratoren das Backup der Nutzereinstellungen aktiv frei, danach arbeitet es auf berechtigten Geräten von Beginn an. Die Produktdokumentation beschreibt den Schritt und die Steuerung über Richtlinien. Betroffen sind Rechner mit Microsoft Entra ID, die per Entra join oder hybridem join im Unternehmen verwaltet werden. Geräte in der Europäischen Union bleiben unter dem Digital Markets Act von der automatischen Aktivierung ausgenommen und behalten das Opt-in.

Der Umfang der Cloud-Sicherung

Die Windows-Sicherung erfasst die Nutzereinstellungen, die persönlichen Präferenzen und die Liste der installierten Microsoft-Store-Apps, damit ein Anwender nach dem Gerätewechsel seine gewohnte Konfiguration ohne manuelle Nacharbeit wiederfindet, sobald die zugewiesene Vorgabe das Backup freigibt und die Anmeldung mit demselben Entra-Konto erfolgt. Die App-Liste enthält allein Titel aus dem Microsoft Store ohne klassische Desktop-Programme. Der Vorgang startet nach dem Einschalten automatisch alle acht Tage ohne Fenster im Hintergrund.

Unter der Option „Meine Einstellungen speichern“ liegen die Kategorien, die in das Backup einfließen, darunter die Personalisierung und die Bedienungshilfen. Die gesicherten Angaben landen im Tenant der Organisation und bleiben an das Entra-Konto des Anwenders gebunden. Persönliche Dateien gehören nicht dazu, denn für diese Objekte greifen weiter die Ordnersicherung über OneDrive und die dort gesetzten Aufbewahrungsregeln.

Das Abschalten über Gruppenrichtlinie und Intune

Das Backup lässt sich per Gruppenrichtlinie oder Intune abschalten. Im Gruppenrichtlinien-Editor führt der Weg „Computer Configuration -> Administrative Templates -> Windows Components -> Sync your settings“ zur Einstellung „Enable Windows Backup“, die Administratoren für den Opt-out auf „Disabled“ setzen. Über den Policy CSP greift derselbe Zustand mit „SettingsSync/EnableWindowsbackup“ und dem Wert „disabled“. In Intune bildet ein Konfigurationsprofil aus dem Einstellungskatalog denselben Zustand ab.

Microsoft warnt vor der Mischung beider Wege, denn eine gleichzeitige Steuerung über Gruppenrichtlinie und CSP ergibt widersprüchliche Ergebnisse. Eine schon gesetzte Vorgabe bleibt beim Update erhalten. Die neue Voreinstellung greift allein auf Geräten mit dem Status „Not configured“. Nach dem Abschalten hält der Tenant gesicherte Angaben weiter vor; Administratoren können diese über die Graph-Berechtigung „UserWindowsSettings.ReadWrite.All“ löschen.

Sicherung ohne Wiederherstellung

Die geänderte Voreinstellung betrifft allein die Sicherungsrichtlinie und lässt die Regeln für die Wiederherstellung unberührt. Die Wiederherstellung bleibt nach dem Update wie zuvor abgeschaltet und verlangt weiter eine eigene Richtlinie über Intune oder die Gruppenrichtlinie. Im Intune-Admin-Center liegt der Menüpunkt unter „Devices -> Enrollment -> Windows Backup and Restore“; dort können Administratoren die Anzeige der Wiederherstellungsseite auf „On“ setzen.

Für Administratoren ergibt sich eine Lage, in der Konfigurationsdaten bereits alle acht Tage in die Cloud laden, der Rückweg auf ein neu aufgesetztes Gerät aber erst nach der zusätzlich freigegebenen Wiederherstellung offensteht und bis zu diesem Schritt keinen Gewinn bringt. Der praktische Nutzen des automatischen Backups bleibt bis dahin für den Betrieb gering. Organisationen außerhalb der EU müssen den Umfang vor dem Update gegen ihre Datenschutzvorgaben prüfen.

Fazit

Windows 11 verschiebt die Voreinstellung der Einstellungssicherung von Opt-in zu Opt-out. Auf Entra-Geräten außerhalb der EU laden Einstellungen und die Store-App-Liste alle acht Tage ohne Zutun in den Tenant der Organisation. Die Kontrolle über den Vorgang liegt bei der Sicherungsrichtlinie in Gruppenrichtlinie oder Intune. Eine gesetzte Vorgabe mit dem Wert „Disabled“ hält den bisherigen Opt-in-Stand auch nach dem Update auf die neue Funktionsversion.

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