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Positionskämpfe im weltweiten Speichermarkt

EMC, HP und Dell streiten sich um ihr Speicherranking

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Mit 3Par das Cloud-Geschäft ausbauen

Wohin also geht HPs Strategie für Mittelklassespeicher? Derzeit scheint es, als finde der Ex-EMC-Manager David Donatelli, bei HP verantwortlich für Enterprise Server, Storage and Networking, ein dediziertes Marktsegment für jedes System: EVA als die Virtualisierungsplattform, Lefthand-Cluster für das SAN und zum Konsolidieren und die 3Par-Produkte werden jetzt als ideal für das Cloud-Business vermarktet.

Das überzeugt in puncto Mandantenfähigkeit: Dank der Möglichkeit zur logischen Partitionierung – früher nur bei Highend-Arrays zu haben – eignen sich die 3Par-Systeme tatsächlich zum Speichern ausgelagerter Daten unterschiedlicher Kunden.

Aber Charles King, Chef der kalifornischen IT-Analystenfirma Pund-IT, fasst den Kauf so zusammen: „Von der innovativen Technik mal abgesehen, mehr als zwei Milliarden Dollar für ein unprofitables Highend-Storage-Unternehmen sind zu viel.“

Compellent trumpft mit Filigrantechnik auf

Mandantenfähig sind auch die Produkte von Compellent, die im mittleren Leistungsbereich angesiedelt sind. Technischer Leckerbissen dabei ist die Granularität, mit der Daten verlagert werden können: Die Dynamic Block Architecture erlaubt es, Daten auf Block-Level zu verschieben.

Dabei verfolgt das System alle Metadaten des gespeicherten Datenblocks wie Tag und Uhrzeit beim Schreiben der Daten, Häufigkeit des Zugriffs darauf, Art der Festplatte und des Raid-Levels. Der Effekt ist, dass das ausgefeilte Datenmanagement der „Storage Center“ Kosten spart.

Im vergangenen Jahr brachte die Company mit „zNAS Gateway“ ein NAS-System basierend auf dem Open-Source-DateisystemZFS, was, zusammen mit Live-Volume-Migrationstechnik die Möglichkeit zu einer Unified-Storage-Strategie eröffnete.

Dell ließ sich die Übernahme knapp eine Milliarde Dollar kosten. Jean-Jaques Maleval, Herausgeber des Storage Newsletter hat ausgerechnet, dass Dell damit nur das Sechsfache des Compellent-Umsatz (in Höhe von 155 Millionen Dollar) ausgegeben hat, während HP für 3Par und EMC für Isilon jeweils das Zwölffache ausgaben.

Dell forciert Cloud-Storage

Dell hat damit das eigene Portfolio weitgehend abgerundet und versucht nun sich langsam aber sicher aus der bislang engen Vermarktungsklammer mit EMC zu befreien. Im unteren Leistungsbereich kommt die PowerVault-Familie zum Zug. Den mittleren Bereich decken die iSCSI-Systeme von Equallogic ab, die sich Dell bereits 2007 durch den Kauf der Firma gesichert hatte.

Am oberen Ende des Dell-Angebots stehen die Compellent-Arrays mit Kapazitäten bis ein Petabyte. Wer mehr braucht, muss auf EMCs Clariion-Speicher zurückgreifen, die von Dell – noch – als OEM-Ware angeboten werden.

Nur im wirklichen Highend hat Dell bislang noch nichts anzubieten. Da wäre eine 3Par sicher die bessere Wahl gewesen. Außerdem fehlte bislang ein entsprechendes NAS-Portfolio.

Einige Analysten betrachten die Übernahme von Compellent als einen Gewinn für Dell, da die eingekauften Produkte sowohl Dells Lösungsangebote Virtual Information System (VIS) als auch dessen Data Center Solutions (DCS) sinnvoll erweitern.

weiter mit: Das Wachstum findet im File-Bereich statt

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