IaaS und Container Exoscale: Lenovo-Cloud entwickelt sich weiter

Autor: Dr. Stefan Riedl

Scalable Kubernetes Service (SKS) über die IaaS-Plattform „Exoscale powered by Lenovo“ sollen einen schnellen Einstieg in Sachen „Managed Kubernetes“ ermöglichen. Für die Zukunft sind weitere Storage-Lösungen und eine Unterrichtsplattform zu erwarten.

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In Sachen Container-Technologie macht Lenovo via Exoscale ein „Managed Kubernetes“-Angebot.
In Sachen Container-Technologie macht Lenovo via Exoscale ein „Managed Kubernetes“-Angebot.
(Bild: eyetronic - stock.adobe.com)

Als Hardware-Hersteller wartet Lenovo mit einem Portfolio ansehnlicher Breite auf: Da wären Motorola-Produkte im ­Mobile-Segment, PC-Produkte mit Laptops, Tablets, Monitoren und Konferenz­lösungen. Im Datacenter-Umfeld bietet ­der chinesische Hardware-Spezialist Server- und Storage-Produkte und spezielle Lösungen für die Segmente HPC (High Performance Computing) und KI (Künstliche Intelligenz).

Exoscale als Ergänzung

Ist die Cloud dabei an Lenovo vorbeigegangen? Nein, denn ergänzt wird das Portfolio um das Exoscale-Angebot. „Damit haben wir auch eine Cloud-Antwort für Distributoren und den Channel im Programm“, berichtet Thomas Völter, der als Senior Sales Manager bei der Exoscale, Infrastructure Solution Group innerhalb der Organisa­tion von Lenovo Deutschland arbeitet. Hinter „Exoscale“ steht die Cloud-Plattform für Iaas der A1-Telekom-Tochter „A1 Digital“. Der Ausdruck „Exoscale powered by Le­novo“ steht für eine Vertriebskooperation zwischen Lenovo als Hardware-Anbieter und Exoscale, der die As-a-Service-Komponente beisteuert. Die Kooperation mit A1 Digital besteht seit zwei Jahren. Neu sind aktuell zusätzliche Schulungsange­bote für Reseller über die Akademien von ­Lenovo und A1 Digital.

Scalable Kubernetes Service

Thomas Völter, Senior Sales Manager Exoscale, Infrastructure Solution Group, Lenovo Deutschland.
Thomas Völter, Senior Sales Manager Exoscale, Infrastructure Solution Group, Lenovo Deutschland.
(Bild: Lenovo)

A1 Digital betreibt sechs Datacenter in Europa, eines davon in München, welches komplett von Lenovo ausgestattet ist, also „powered by Lenovo“ wurde, wenn man so will. „Mit der Exoscale-IaaS-Lösung lassen sich viele Modelle realisieren, beispiels­weise hybride Lösungen, bei denen ein Teil der Rechenzentrumskapazität beim Kunden verortet ist und das Backup auf Exo­scale läuft“, so Völter. Die Basis des Angebotsspektrums bewegt sich dabei im IaaS-Umfeld, und es lassen sich zusätzliche Optionen dazu buchen, beispielsweise Scalable Kubernetes Service (SKS). Das sind gemanagte Kubernetes, also ­„Kubernetes as a Service“.

„Nach einer Zeit, die in erster Linie von Virtualisierung geprägt war, geht die IT nunmehr stark in Richtung Container“, so der Lenovo-Manager. Der Einstieg in besagte Containertechnologie soll dem Kunden mit der SKS-Lösung einfach gemacht werden. So können Kunden zum Basisangebot von „Exoscale powered by Lenovo“ SKS über die IaaS-Plattform dazubuchen und sofort nutzen.

Managed Kubernetes

Warum Kubernetes? Für Völter ist die Zeit dafür reif: „Der Markt fordert eine Standardisierung, damit alle möglichen Anwendungen in einer Vielzahl von Umgebungen ausgeführt werden.“ Entscheidet sich der Kunde für Managed Kubernetes, wird ihm folgendes abgenommen:

  • Installation und Administration,
  • Backup von Kubernetes,
  • Skalierung von Kubernetes und die
  • Provisionierung von Worker Nodes.

Auch dass die Umgebung datenschutzkonform gestaltet ist, spielt in diesem Geschäft eine Rolle.

Nach den Technologietrends Virtualisierung und Kubernetes klopft bereits das nächste Modell an die Tür: Serverless Computing. Der IT-Profi ist jedoch skeptisch: „Die Steigerung zum Kubernetes-Modell ist das Serverless-Modell, allerdings treibt diese Herangehensweise den Preis nochmal enorm in die Höhe, ohne einen höheren Mehrwert zu bieten.“

Weitere Pläne

Dafür steht Altbewährtes an: „Künftig werden hier auch noch Storage-Angebote dazu kommen“, verrät der Manager. Bereits 2012 hat Lenovo im Zuge der Übernahme von Stoneware, einem Anbieter einer Unterrichtsplattform, die Lösung „LanSchool“ ­erworben. Die Orchestrations-Software ermöglicht die Zusammenarbeit in vernetzten Klassenzimmern. „Dieses Produkt ist heute schon verfügbar und soll künftig auch über Exoscale angeboten und über unseren Channel vermarktet werden, wenn es so weit ist“, sagt Völter.

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Leitender Redakteur