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Workshop - Die Mini-SAS-Schnittstellentechnik, Teil 1 Fortschrittliche Steckerlösungen setzen Potenzial von SAS-1200 frei

| Autor / Redakteur: Harry Mason / Rainer Graefen

Die Speicherindustrie im allgemeinen und LSI im Besonderen hat noch viel vor mit SAS, dem Serial Attached SCSI. Ein wichtiger erster Schritt ist die Überführung der Infiniband-Steckertechnik zur Verbindungstechnik mit Mini-SAS.

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SAS Advanced Connectivity Roadmap
SAS Advanced Connectivity Roadmap
( Archiv: Vogel Business Media )

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Serial Attached SCSI (SAS) platzte 2004 als serieller Ersatz für die früher allgegenwärtige parallele SCSI-Verbindung in die Storage-Szene.

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Den Fähigkeiten von Protokoll, Chip und Software, die zur Implementierung von Storage-Systemen erforderlich sind, wird zwar viel Aufmerksamkeit gewidmet, doch sind es häufig die physischen Verbindungen, die die Annahme von E/A-Lösungen in verschiedenen Marktsegmenten beeinflussen.

Parallel SCSI zum Beispiel unterstützte alles, was für eine geclusterte Server-Umgebung erforderlich war, doch die unpraktischen Parallelkabel und die geringen Kabellängen schränkten die Eignung von SCSI in diesen Märkten stark ein.

Mehr Bandbreite ist nicht alles

SAS beseitigte viele dieser Einschränkungen, indem die Bandbreite größer wurde, die Kabellängen zunahmen und ein kompaktes Verbindungsschema bereitgestellt wurde, das für moderne schrumpfende Datenzentren geeignet ist.

Lösungen der ersten Generation haben zwar enorme Schritte als Defakto-DAS-Ersatz gemacht, doch wurde die Konnektivität weiter verbessert und öffnete dabei neue Märkte für SAS.

Dieses Lehrgang beruht auf einem SNIA-Whitepaper und beschreibt die frühe SAS-Konnektivität und die weitere Entwicklung dieser Verbindungen sowie die verschiedenen Komponenten, die eine vielversprechende Infrastruktur schufen, um SAS zu erweitern.

Darüber hinaus stellt es die SAS Advanced Connectivity Roadmap vor und gibt einen Ausblick auf Wachstum und Erweiterung von SAS im Unternehmen aufgrund dieser Fortschritte.

Wie SAS angeschlossen wird

SAS-Geräte können direkt an andere SAS-Geräte oder an SATA-Geräte mittels einer von drei Methoden angeschlossen werden:

  • Backplane-Anschlüsse
  • Interne Kabel
  • Externe Kabel

Backplane-Anschlüsse

Ob am Motherboard, in einem Schrank mit Laufwerken, in einem externen JBOD oder in einem Wechselspeicher-Blade, Storage der Unternehmensklasse ist dafür ausgelegt, mehrere Laufwerkverbindungen zu unterstützen, die eingesteckt oder getrennt werden können, ohne den Systembetrieb zu unterbrechen.

Um diese Dynamik zu unterstützen, werden Laufwerke häufig direkt an die Backplane in einem System oder in einem Laufwerksgehäuse angeschlossen.

Abbildung 1: Der obere Anschluss ist ein typischer SATA-Laufwerksanschluss (Serial ATA, Rev. 3.0), während der untere Anschluss ein typischer SAS-Laufwerksanschluss (SFF-8482) ist. (Archiv: Vogel Business Media)

Abb. 1 zeigt den bei SATA- und SAS-Laufwerken verwendeten Laufwerksanschluss. Beachten Sie den eingekerbten Bereich des Anschlusses. Die ausgefüllte Kerbe verhindert, dass SAS-Laufwerke versehentlich an ein reines SATA-System angeschlossen werden. Normalerweise werden diese Laufwerke in einem Einbaurahmen montiert und können dynamisch an einen SAS-Backplane-Anschluss angeschlossen (Hotplug-fähig) oder von ihm getrennt werden (siehe Abbildung 2).

Dies ist ein typischer Backplane-Anschluss. Man erkennt, wie ein SATA- oder SAS-Laufwerk an den Systemanschluss passt (SFF8482). (Archiv: Vogel Business Media)

Abb.2: Dies ist ein typischer Backplane-Anschluss. Man erkennt, wie ein SATA- oder SAS-Laufwerk an den Systemanschluss passt (SFF8482).

weiter mit: Infiniband stand Pate bei der Verbindungstechnik

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