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Datenmanagement für Cloud-Speicher Informatica stellt Cloud Data Marketplace vor

Von Michael Matzer

Mit seinem Cloud Data Marketplace stellt Informatica, ein Anbieter von Enterprise-Cloud-Data-Management-Software, eine Drehscheibe für firmeninterne Daten vor. Diese verbindet einen Datenkatalog mit Data Governance und soll den Nutzern so den sicheren Zugriff auf vertrauenswerte Daten und Analysen gewährleisten.

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Christian Geckeis, bei Informatica General Manager in der DACH-Region.
Christian Geckeis, bei Informatica General Manager in der DACH-Region.
(Bild: Informatica)

Die Informatica Intelligent Data Management Cloud bietet vollständige, umfassende, auf KI basierende Funktionen für das Datenmanagement. Der neue Cloud Data Marketplace ist das zweite Modul von rechts.
Die Informatica Intelligent Data Management Cloud bietet vollständige, umfassende, auf KI basierende Funktionen für das Datenmanagement. Der neue Cloud Data Marketplace ist das zweite Modul von rechts.
(Bild: Informatica)

Informatica hat alle seine Funktionsmodule in eine Cloud-Plattform überführt, sodass die Kunden alle Aufgaben für das Datenmanagement in der Cloud ausführen können. Die neue Drehscheibe „Cloud Data Management“ soll das rechtskonforme Teilen vertraulicher Firmendaten innerhalb eines Unternehmens stark vereinfachen. Das wiederum soll die Produktivität erhöhen und zu fundierteren Entscheidungen verhelfen.

Cloud-Data-Management

Die Herausforderung im Cloud-Datenmanagement ist keineswegs trivial, denn größere Unternehmen arbeiten mit zahlreichen Applikationen, die alle jeweils ihren eigenen Datensilos mitbringen. Eine IDC-Studie, die 2021 im Auftrag von Informatica weltweit unter Chief Digital Officers (CDOs) erfolgte, fand heraus, dass „79 Prozent der Unternehmen mehr als hundert und 30 Prozent mehr als 1.000 Datenquellen nutzen“ und dass diese Vorstandsmitglieder im Durchschnitt „35 Prozent ihrer Zeit mit der täglichen Verwaltung von Daten verbringen, anstatt mit Daten Strategien und Innovationen voranzutreiben“.

Die verbreitete Hybrid- und Multi-Cloud-Strategie, die laut IDC von 92 Prozent der großen Unternehmen verfolgt wird, habe die Lage keineswegs verbessert. „Im Jahr 2020 haben die meisten Unternehmen die in der Cloud gehosteten Datenmanagementfunktionen um zehn bis 20 Prozent erweitert, doch drei Viertel der befragten Unternehmen verfügen noch über keine vollständige Architektur für die Verwaltung einer Reihe von End-to-End-Datenaktivitäten, inklusive Integration, Zugriffskontrolle, Governance und Schutz.“

„Die IDC-Studie 2021“, so Christian Geckeis, Informaticas General Manager in der DACH-Region, „zeigt, dass die Datenfragmentierung das größte Hindernis für Datenverwalter im Jahr 2022 sein wird. Die wichtigsten Merkmale derjenigen, die datengetriebene Transformationen vorantreiben und dabei Geschäftswert erzielen, sind diejenigen, die Fragmentierungs- und Komplexitätsprobleme über Daten, Technologie und Menschen hinweg lösen, im Gegensatz zu denjenigen, die immer noch damit kämpfen, all ihre Daten sinnvoll zu nutzen.“

Führende Unternehmen definieren demnach neben ihrer allgemeinen IT-Strategie eine Datenstrategie, investieren in CDOs und deren Teams und implementieren eine Datenplattform mit Geschäftsprozessen, um den Anforderungen von Datenproduzenten und -konsumenten gerecht zu werden.

Sie bieten einen geregelten Selbstzugriff auf Daten im gesamten Unternehmen, setzen KI ein, migrieren Daten in die Cloud und führen ein solides Programm für Daten- und Analyseschulungen durch, um eine starke Datenkultur im gesamten Unternehmen zu gewährleisten.

Damit Data Scientists und Nutzer in den Fachabteilungen sowohl relevante Daten als auch Analysen und KI-Modelle in kürzester Zeit finden können, müssen sie wissen, wo diese Informationen im Unternehmen vorliegen. Dazu muss der Cloud Data Marketplace alle nötigen Datenquellen auf föderative Weise erfassen und anzapfen.

Der Cloud Data Marketplace

„Die Daten bleiben am Ursprungsort“, erläutert Geckeis, „aber die Metadaten, welche sie beschreiben, werden im Marketplace angelegt und angereichert. Zur Anreicherung und zur Verbesserung der Datenqualität stellt der Informatica Enterprise Data Catalog entsprechende Funktionen bereit. Die AI Engine CLAIRE klassifiziert, validiert und etikettiert die Metadaten automatisch.“ Die Semantik der Geschäftsprozesse lautet nach diesem Durchgang unternehmensweit einheitlich. „Mithilfe dieses Kontexts kann auch die Data Discovery leichter und produktiver erfolgen.“

Damit nur befugte Mitarbeiter Zugriff auf diese firmeninternen Informationen erhalten, kontrolliert eine Funktion für Data Governance den rollenbasierten Zugang. „Das ist quasi qualifiziertes Data-Shopping“, resümiert Geckeis. Der größte Vorteil sei jedoch die Mehrfachnutzung von Daten, Analysen und KI-Modellen: „Sie verbessert die Datenkonsistenz, erhöht das Vertrauen unter den Nutzern und steigert die Produktivität.“

Der Marketplace wende sich an Data Scientists ebenso wie an Mitarbeiter aus den Fachabteilungen. Sie könnten die vorgefertigten Templates, Datensätze und Modelle aussuchen und für ihre Zwecke modifizieren. Die Verfeinerung der Modelle führe zu einer höheren Datenqualität. „Die Modelle werden besser erklärbar und ihre Ergebnisse transparenter“, so Geckeis, „denn die Herkunft und Verwendung der Daten und Modelle ist einfach zu überprüfen.“

Das Data-Governance-Tool Informatica Axon stelle sicher, dass eben diese Verwendung auch konform mit Gesetzen wie DSGVO und internen Richtlinien erfolgt. Audits könnten die geplante wie auch die tatsächlich erfolgte Nutzung nachvollziehen.

„Die digitale Business-Process-Transformation kann nur mit einheitlichen, sicheren, vollständigen und rechtskonformen Daten erfolgen“, resümiert Geckeis. Informatica verstehe sich auf dem Feld der digitalen Transformation als „Trusted Advisor“ an der Seite seiner globalen und lokalen Geschäftspartner, der Systemintegratoren.

Ein Anwender

Beispielhaft für die Steigerung der Produktivität wird Informatica weltweit beim Foodbox-Lieferanten HelloFresh in einem sogenannten Data Mesh für das Demand Forecasting verwendet. Die im Zuge der Pandemie rasant gestiegene Nachfrage für bestimmte frische Lebensmittel vorhersagen zu können, ist von großer Bedeutung für die Leistung des Unternehmens und für die Kundenzufriedenheit. Wer will schon vergammelte Nahrungsmittel ausliefern, geschweige denn konsumieren?

Damit das Zusammenspiel der Lieferkette bestens klappt, bringt Kai von Grambusch, Director Data and Analytics bei HelloFresh, Time-to-Market-Logistikdaten mit Marketinganalysen zusammen. Der Enterprise Data Catalog klassifiziere und dokumentiere Data-Warehouse-Daten, und mit Informatica Axon Data Governance könnten die dezentralen Portalnutzer für Begriffe, Metriken und Kollaboration nutzen. „Mit Informatica haben wir es 2020 geschafft, 600 Millionen Foodboxen zu liefern und trotzdem jedem Mitarbeiter zwei bis drei Stunden pro Woche zu sparen.“

Der Cloud Data Marketplace sei über ein verbrauchsbasiertes Preismodell in der Intelligent Data Management Cloud (IDMC) verfügbar.

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