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PCIe 6.0 und BiCS-Flash der 10. Generation Kioxia bringt Enterprise-SSD-Serie CM10 für KI-Workloads

Von Bernhard Lück 2 min Lesedauer

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Bei seiner neuen Enterprise-SSD-Serie CM10 setzt Kioxia Europe erstmals auf PCIe 6.0. Die Laufwerke unterstützen die Nvidia-CMX-Architektur und sollen gegenüber der Vorgängerserie CM9 deutliche Verbesserungen bei Leistung, Energieeffizienz und Kühlungsflexibilität bieten.

Kioxia zufolge ist die CM10-Serie gezielt auf die Anforderungen von Nvidia-CMX-Implementierungen zugeschnitten.(Bild:  Kioxia)
Kioxia zufolge ist die CM10-Serie gezielt auf die Anforderungen von Nvidia-CMX-Implementierungen zugeschnitten.
(Bild: Kioxia)

Basis der Laufwerke ist Kioxias hauseigene TLC-Speichertechnologie BiCS-Flash der 10. Generation mit 332 Layern, die laut Hersteller sowohl die Leistung als auch die Energieeffizienz verbessert. Im Vergleich zur Vorgängergeneration CM9 gibt Kioxia eine um bis zu 92 Prozent höhere sequenzielle Lesegeschwindigkeit sowie eine um rund 85 Prozent höhere Random-Read-Performance an. Davon sollen insbesondere datenintensive KI-Inferenz- und Enterprise-Anwendungen profitieren.

Kühlung als Designfaktor

Ein zentrales Merkmal der neuen Serie ist die Unterstützung für Direct-Cold-Plate Liquid Cooling. Die Formfaktoren E3.S und E1.S in der 9,5-mm-Bauform sind dafür ausgelegt, klassische Luftkühlung bleibt bei allen Formfaktoren weiterhin möglich.

Hintergrund: Speicher als Teil der KI-Pipeline

Kioxia begründet die Entwicklung der CM10-Serie mit dem wachsenden Speicherbedarf durch immer größere KI-Modelle und Kontextfenster, die inzwischen im Millionen-Token-Bereich liegen. Architekturen wie Nvidia CMX erweitern die Speicherhierarchie über den eigentlichen GPU-Speicher hinaus und binden dafür leistungsfähigen Flash-Speicher ein. Enterprise-SSDs rücken damit laut Hersteller näher an den Kern moderner KI-Infrastrukturen. Für Paul Rowan, Chief Marketing Officer und Vice President bei Kioxia Europe, sind SSDs inzwischen ein essenzieller Bestandteil der KI-Inferenz-Pipeline; die CM10-Serie sei gezielt auf die Anforderungen von Nvidia-CMX-Implementierungen zugeschnitten.

Technische Eckdaten

Die CM10-SSDs sind konform mit den Spezifikationen PCIe 6.0, NVMe 2.1 sowie – mit Einschränkungen bei einzelnen Anforderungen – der OCP Datacenter NVMe SSD Specification 2.7, einschließlich Unterstützung für NVMe Flexible Data Placement (FDP). Erhältlich sind die Laufwerke in den Formfaktoren E3.S, E1.S und 2,5 Zoll, wobei die 2,5-Zoll-Variante weiterhin auf PCIe 5.0 und BiCS-Flash der 8. Generation basiert. Die Kapazitäten reichen je nach Formfaktor von 1,60 bis 61,44 TB, angeboten in Ausführungen für leseintensive (1 DWPD) sowie Mixed-Use-Anwendungen (3 DWPD). In Sachen Sicherheit stehen Optionen wie SIE, SED sowie – geplant – SED FIPS 140-3 zur Verfügung, ergänzt um von CNSA 2.0 empfohlene Post-Quanten-Kryptografie und Unterstützung für SPDM-1.4-Attestation.

Verfügbarkeit

Erste Muster der CM10-Serie liefert Kioxia nach eigenen Angaben bereits an ausgewählte Kunden zur Funktionsprüfung aus; Spezifikationen der Serienfertigung können davon abweichen. Öffentlich vorgestellt wurden die Laufwerke auf der Fachmesse FMS: The Future of Memory and Storage Anfang August 2026 in Santa Clara, Kalifornien.

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