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Datensicherung und Wiederherstellung für KI-Agenten Cohesity schützt die KI-Agenten-Infrastruktur

Von Bernhard Lück 4 min Lesedauer

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Cohesity hat auf seiner Veranstaltung „Catalyst“ die Funktion Agent Resilience für die Cohesity Data Cloud vorgestellt. Sie soll die Infrastruktur von KI-Agenten in Unternehmen erfassen, schützen und nach Vorfällen wiederherstellen – und noch in diesem Jahr allgemein verfügbar sein.

Cohesity Agent Resilience soll Agentenspeicher und -konfiguration mit Point-in-Time-Wiederherstellungsfunktionen schützen.(Bild:  Cohesity)
Cohesity Agent Resilience soll Agentenspeicher und -konfiguration mit Point-in-Time-Wiederherstellungsfunktionen schützen.
(Bild: Cohesity)

KI-Agenten fragen in Unternehmen Datenbanken ab, aktualisieren Workflows und nutzen privilegierte Zugangsdaten, häufig ohne dass eine Person jede Aktion prüft. Governance- und Observability-Werkzeuge können laut Cohesity unerwartetes Verhalten zwar erkennen, stellen aber keine Daten oder Systeme wieder her, die ein Agent verändert, beschädigt oder gelöscht hat. Diese Lücke will der Anbieter mit Agent Resilience schließen.

Als Hintergrund verweist Cohesity auf eine Gartner-Prognose, wonach bis 2026 bis zu 40 Prozent der Unternehmensanwendungen integrierte, aufgabenspezifische Agenten enthalten sollen; bislang seien es weniger als fünf Prozent. Dem fünften Cohesity Global Cyber Resilience Report zufolge sind 56 Prozent der Unternehmen nicht gut darauf vorbereitet, unbeabsichtigte Aktionen von KI-Agenten und automatisierten Workflows zu erkennen oder einzudämmen. 58 Prozent sind demnach nicht sehr zuversichtlich, die Integrität von KI-Modellen und zugehörigen Daten nach einem Cyberangriff überprüfen zu können.

Schutz für Agentenstatus und angebundene Ressourcen

Das Verhalten eines Agenten hängt nach Angaben des Anbieters von mehreren Komponenten ab, darunter Speicher, Konfiguration, Zugangsdaten, Guardrails und Workflows. Zum Start deckt Agent Resilience den Arbeitsspeicher und die Konfiguration von Agenten ab. Dabei nutzt Cohesity die bestehende Snapshot-Architektur, unveränderliche Backups und die Clean-Room-Wiederherstellung, die bereits für Workloads in On-Premises-, Cloud- und SaaS-Umgebungen zum Einsatz kommen.

Die Funktion gliedert sich in zwei Bereiche:

  • Agentenstatus: Speicher und Konfiguration lassen sich per Point-in-Time-Wiederherstellung auf einen bekannten fehlerfreien Zustand zurücksetzen, etwa nach Speicherbeschädigung, Fehlkonfiguration oder böswilliger Aktivität.
  • Von Agenten verwaltete Ressourcen: Datenbanken, Dateisysteme und weitere Dienste, mit denen Agenten interagieren, werden geschützt, sodass sich betroffene Ressourcen gezielt wiederherstellen lassen.

Ergänzend bietet eine Agenten-Topologie eine einheitliche Sicht auf jeden Agenten samt Speicherorten, verbundenen Anwendungen, Datenbanken und unterstützender Infrastruktur. Damit sollen sich Abhängigkeiten nachvollziehen, die Schutzabdeckung bewerten und die für eine Wiederherstellung nötigen Ressourcen identifizieren lassen. Unterstützt werden zum Start Amazon Bedrock AgentCore und Amazon Bedrock Agents. Plattformen von Microsoft und Google sollen folgen.

Vision: Autonomous Cyber Resilience

Darüber hinaus stellte Cohesity ein Konzept namens Autonomous Cyber Resilience vor. Es sieht vor, das fünfstufige Cyber Resilience Framework des Anbieters mithilfe agentischer Workflows zu automatisieren. Es reicht vom Schutz von Daten, Identitäten, Anwendungen und Agenten über die Sicherstellung der Wiederherstellbarkeit und die Behebung von Cyber- und KI-Bedrohungen bis zum Einüben von Wiederherstellungen und der Reduktion von Risiken bei Daten und KI. Statt manuell konfigurierter, punktueller Pläne soll ein System entstehen, das Daten kontinuierlich erkennt und schützt, die Recovery-Bereitschaft prüft und Pläne an veränderte Bedingungen anpasst, stets unter menschlicher Aufsicht. Cohesity begründet dies damit, dass Angreifer zunehmend KI einsetzen und Pläne mit manueller Triage und sequenziellen Freigaben möglicherweise nicht mehr Schritt halten könnten.

Administratoren sollen dazu über Cohesity Copilot Ziele festlegen, etwa Recovery Time Objectives (RTOs) und Recovery Point Objectives (RPOs) für geschäftskritische Anwendungen sowie Vorgaben für Bedrohungsscans und Wiederherstellungstests. Die Data Cloud bewertet anschließend die Resilienzlage, empfiehlt Schutzrichtlinien, Scan-Strategien und Übungspläne und legt sie vor der Ausführung zur Genehmigung vor.

Bei einem Cybervorfall lassen sich automatisierte Reaktions- und Recovery-Workflows starten, die das Ausmaß der Auswirkungen bewerten, Hinweise auf Angreiferaktivität identifizieren und eine isolierte Wiederherstellungsumgebung vorbereiten. Das Modell baut auf Cohesity RecoveryAgent auf. Cohesity Maestro soll mit später im Jahr 2026 geplanten Erweiterungen die Funktionen des Anbieters mit KI-Tools der Kunden wie Claude, ChatGPT und Gemini sowie mit der Verwaltungskonsole Helios verbinden.

Als konkreten Zwischenschritt nennt Cohesity den automatisierten Schutz neu entdeckter sensibler Daten. Er ist bereits für Kunden der Cohesity Data Cloud Enterprise Edition und von Cohesity DSPM verfügbar und lässt sich direkt oder über Cohesity Copilot konfigurieren.

Kostenloser Einstiegskurs zu KI-Resilienz

Mit der AI Resilience Academy startet Cohesity zudem einen Lernpfad innerhalb der Cohesity Academy. Der erste Kurs, „Foundations of AI Resilience with Cohesity“, dauert 25 bis 30 Minuten, ist kostenlos und selbstgesteuert. Er behandelt Konzepte und Begriffe, etwa den Unterschied zwischen KI-Assistenten und KI-Agenten, nicht die Produktkonfiguration.

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Verfügbarkeit

Cohesity Agent Resilience ist ab sofort für ausgewählte Kunden verfügbar, die allgemeine Verfügbarkeit ist für Ende des Jahres vorgesehen. Interessenten sollen sich an ihr Cohesity-Account-Team wenden.

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