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Tipp: Weboberfläche für Restic-Sicherungen mit 3-2-1-Ablage Pluton steuert Restic-Backups über den Browser

Von Thomas Joos 2 min Lesedauer

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Restic sichert Daten verschlüsselt und dedupliziert, setzt aber Kenntnisse der Kommandozeile voraus. Pluton legt eine Weboberfläche über Restic und Rclone an, macht Zeitpläne, Snapshots und Wiederherstellungen sichtbar und bindet über 70 Speicherziele an. Das quelloffene Projekt richtet sich an Administratoren, die Sicherungen ohne eigene Skripte betreiben.

Mit Hilfe von Pluton können Administratoren beispielsweise einen abgebrochenen Auftrag am selben Tag und nicht erst beim nächsten Wiederherstellungsversuch feststellen.(Bild:  KI-generiert)
Mit Hilfe von Pluton können Administratoren beispielsweise einen abgebrochenen Auftrag am selben Tag und nicht erst beim nächsten Wiederherstellungsversuch feststellen.
(Bild: KI-generiert)

Pluton verbindet zwei bewährte Open-Source-Programme zu einer Verwaltung. Restic übernimmt die verschlüsselte, inkrementelle Sicherung, Rclone bindet über 70 Speicherziele an. Der Dienst arbeitet als Container über Docker Compose und hält Konfiguration, Verschlüsselungsschlüssel und Zugangsdaten in einem eigenen Volume. Als Lizenz nennt das Projekt Apache-2.0. Zwischen dem Kommandozeilen-Kern und dem Administrator sitzt so eine grafische Steuerung, die Aufträge, Aufbewahrung und Protokolle an einer Stelle zusammenführt.

Sicherung ohne Kommandozeile

Die Weboberfläche zeigt jeden Auftrag mit seiner letzten Ausführung auf einem Dashboard. Arbeitet eine Sicherung, meldet Pluton den Fortschritt in Echtzeit. Administratoren durchsuchen einzelne Snapshots und holen einzelne Dateien direkt aus der Oberfläche zurück, ohne einen Restic-Befehl auf der CLI zu tippen, und behalten dabei den vollständigen Verlauf jeder einzelnen Sicherung im Blick. Ein Prüfbefehl kontrolliert die Integrität des Repositorys über dieselbe Ansicht.

Die Anbindung neuer Speicherziele wie Backblaze B2 oder WebDAV führt ein geführter Dialog über Rclone. Ein ausführliches Aktivitätsprotokoll hält jede Aktion für Audits fest. Zum Schutz der Verwaltung bietet Pluton eine Zwei-Faktor-Authentifizierung, die viele schlankere Restic-Oberflächen nicht mitbringen.

Kopien auf mehrere Ziele

Pluton schreibt eine Sicherung parallel auf mehrere Ziele wie S3-Buckets oder SFTP-Server und setzt damit die 3-2-1-Regel um, also drei Kopien der Daten auf zwei verschiedenen Medientypen mit einer Kopie an einem räumlich entfernten Standort. Fehlgeschlagene Aufträge wiederholt der Dienst automatisch nach hinterlegter Wartezeit. Aufbewahrungsregeln bestimmen, wie viele Snapshots pro Tag, Woche und Monat erhalten bleiben, damit das Repository nicht endlos wächst und ältere Sicherungsstände nach festen Fristen wegfallen.

Vor und nach einer Sicherung führt Pluton hinterlegte Skripte aus, um eine Datenbank anzuhalten oder einen Zwischenspeicher zu leeren. Über Fehler und Erfolge informiert das Tool per E-Mail, Slack, Discord, NTFY oder Webhook. So bemerkt ein Administrator einen abgebrochenen Auftrag am selben Tag und nicht erst beim nächsten Wiederherstellungsversuch.

Junges Projekt, harte Prüfung

Pluton ist jung. Das Repository zählt rund 570 Sterne, eine stabile Version 1.0 steht aus. Administratoren, die Sicherungen auf das Tool stützen, sollten vor dem Produktiveinsatz jeden Weg der Wiederherstellung prüfen, denn eine Verwaltung schützt nur, wenn die Rücksicherung im Ernstfall zuverlässig arbeitet und die Zieldaten vollständig zurückkommen. Gegenüber Backrest mit seiner minimalen Oberfläche und dem noch vor 1.0 stehenden Zerobyte positioniert sich Pluton als die ausgereiftere Steuerung für Restic.

Der Kern bleibt Restic und Rclone. Ein bestehendes Repository öffnet der Administrator daher auch ohne Pluton mit dem Restic-Client auf der CLI. Eine solche Rückfalloption senkt das Risiko einer Bindung an ein einzelnes Werkzeug.

Fazit

Pluton macht Restic für Administratoren zugänglich, die keine Skripte pflegen möchten. Zeitplan, Prüfung, Wiederherstellung und Mehrfachablage stehen in einer Oberfläche, der Unterbau bleibt quelloffen unter Apache-2.0 und austauschbar. Für Testumgebungen und kleine Serverlandschaften taugt das Projekt bereits jetzt, über den Produktiveinsatz entscheidet die geprüfte Rücksicherung.

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