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Der Grund für immer größere Speicherkapazitäten Was ist Datenwachstum?

Von Dipl.-Ing. (FH) Stefan Luber 2 min Lesedauer

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Datenwachstum bezeichnet die kontinuierliche Zunahme der weltweit erzeugten, übertragenen, gespeicherten und verarbeiteten Menge und Vielfalt an Daten. Zu den Treibern des Datenwachstums zählen das Internet der Dinge, Künstliche Intelligenz, Mobilfunk, Smartphones und vieles mehr. Das Datenwachstum hat Einfluss auf viele Bereiche und benötigt geeignete Strategien zur Bewältigung.

Datenwachstum ist ein globales, gesellschaftliches und technologisches Phänomen. (Bild:  KI-generiert)
Datenwachstum ist ein globales, gesellschaftliches und technologisches Phänomen.
(Bild: KI-generiert)

Datenwachstum ist ein globales, gesellschaftliches und technologisches Phänomen. Es bezeichnet die ständig steigende Menge und Vielfalt an weltweit erzeugten, übertragenen, digital gespeicherten und verarbeiteten Daten. Das Datenwachstum verläuft teils exponentiell. Die Menge an Daten verdoppelt sich regelmäßig, in der Vergangenheit über bestimmte Zeiträume circa alle zwei bis drei Jahre.

Vom Datenwachstum sind sowohl private als auch geschäftliche Daten betroffen. Prognosen verschiedener Institute gehen davon aus, dass im Jahr 2030 etwa 600 bis 800 Zettabyte (10 hoch 21 Byte) Daten pro Jahr erzeugt werden. Da mit einem weiteren Anhalten des Datenwachstums zu rechnen ist, wurden mit Yottabyte (10 hoch 24 Byte), Ronnabyte (10 hoch 27 Byte) und Quettabyte (10 hoch 30 Byte) bereits offizielle Benennungen für noch größere Datenmengen eingeführt.

Was sind die Gründe für das Datenwachstum?

Die Ursachen für das anhaltende und schnelle Anwachsen der Datenmengen sind vielfältig. Zu den wichtigsten Treibern zählen das Internet der Dinge (IoT) mit seinen Milliarden smarten Geräten und Sensoren, Künstliche Intelligenz und maschinelles Lernen, die Digitalisierung in den Unternehmen, soziale Netzwerke und Streaming, moderne Mobilfunktechnik wie 5G und Mobilgeräte wie Smartphones, E-Commerce, datenbasierte Geschäftsmodelle, Cloud-Dienste, autonome Systeme und Fahrzeuge, Computersimulationen, datengestützte wissenschaftliche Disziplinen sowie Protokoll-, Telemetrie- und Überwachungsdaten. Auch gesetzliche Aufbewahrungspflichten sowie Datensicherungen, Datenarchivierung und Datenreplikation tragen zum Datenwachstum bei.

Welche Folgen hat das Datenwachstum?

Aufgrund des Datenwachstums müssen Unternehmen, Rechenzentren und auch private Nutzer immer größere Speicherkapazitäten vorhalten. Das verursacht Kosten, steigert den Energieverbrauch und belastet die Umwelt. Entsprechende Netzwerkbandbreiten und Rechenleistungen zur Übertragung und Verarbeitung der Daten müssen ebenfalls vorgehalten werden. Darüber hinaus werden Datensicherungen und Disaster-Recovery-Prozesse immer aufwendiger.

Die Datenflut kann sich zudem negativ auf die IT-Sicherheit und den Datenschutz auswirken. Es wird immer schwieriger, den Überblick über wichtige Daten zu behalten und die Kontrolle über die Datenzugriffe zu wahren, um zum Beispiel Compliance-Vorgaben und die Gesetze zum Datenschutz einzuhalten.

Wie lässt sich das Datenwachstum bewältigen?

Um das Datenwachstum zu bewältigen und negative Folgen zu mindern, sind entsprechende Strategien und Maßnahmen notwendig. Dabei handelt es sich in der Regel um eine Kombination aus Vermeidung, korrekter Klassifizierung, effizienter Speicherung und konsequenter Löschung der Daten. Es sind zum Beispiel folgende Fragen zu klären: Welche Daten werden tatsächlich wie oft benötigt, oder wie lange müssen sie aufbewahrt werden? Je nach Klassifizierung lassen sich die Daten dann automatisch abhängig von ihrer Wichtigkeit, Zugriffshäufigkeit, ihrem Schutzbedarf oder ihrer Aufbewahrungsdauer zwischen verschiedenen Speicherebenen verschieben (Storage-Tiering) oder nach Ablauf ihrer Aufbewahrungsdauer löschen.

Ebenfalls hilfreich zur Bewältigung des Datenwachstums sind:

  • Maßnahmen zur Reduktion des Datenvolumens wie Deduplizierung, Kompression oder Bereinigung temporärer Daten,
  • das regelmäßige Messen des Datenwachstums und langfristige Kapazitätsplanungen,
  • das Aufstellen von Backup-, Archivierungs- und Löschregeln,
  • die Nutzung einfach, kostengünstig und schnell skalierender Speichersysteme.

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