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Langzeitarchivierung von Daten – Herausforderungen und technologische Lösungen

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Zentrale neue Technologien für die Langzeitarchivierung

Martin Kunze von Cerabyte betont: „Jede Technologie, die Daten ohne laufenden Energieverbrauch – für das Medium selbst und die Umgebung – speichert und zugleich kosteneffiziente Schreib- und Lesevorgänge ermöglicht, ist ein starker Kandidat für eine neue Stufe der Speicherhierarchie.“ Kunze fährt fort: „In diesem Kontext geht es bei Permanenz weniger um ein Marketing-Label wie ‚Langzeitspeicherung‘, sondern um die strukturelle Senkung der TCO.“

Aleksandr Ragel hebt die Vorteile von Host-Managed-SMR Festplatten hervor: „HM-SMR bietet rund 20 Prozent mehr nutzbare Kapazität zu vergleichbaren Kosten, und alle großen HDD-Hersteller treiben die Entwicklung immer größerer zonierter Laufwerke voran, einschließlich kommender HAMR-basierter SMR-Modelle.“

Skip Levens favorisiert die Kombination aus Object-Storage und Tape: „Die meisten ‚Next-Gen‘-Archivtechnologien sind noch Jahre von der praktischen Nutzung entfernt. Niemand kann seine langfristige Aufbewahrungs-Strategie auf Laborversprechen stützen. Die Kombination aus Object-Storage und Tape ist leistungsfähig: Sie bietet Cloud-ähnliche Haltbarkeit und automatisierten Zugriff über eine intelligente Objektschicht, während das Medium im Ruhezustand praktisch keinen Strom verbraucht.“

Robson Andrade, CRO, Geyser Data, ergänzt: „Es gibt ein wiedererwachtes Interesse an magnetischen Tape-Technologien wie LTO, nun mit einem grundlegend erneuerten Ansatz. Intelligentes Tiering und hohe Kompressionsraten ermöglichen Zugriff und Management ähnlich einem Standardlaufwerk.“

Andy Tomlin, CEO, QiStor betont: „Langfristige Speicherung ist vor allem eine Kostenfrage. Ich sehe nicht, dass neue Technologien HDD oder SSD verdrängen werden.“ Greg Matson, SVP Products Marketing bei Solidigm, ergänzt: „Bei dauerhaft aktiven Laufwerken mit häufigen Änderungen sind Haltbarkeit und Datenaufbewahrung kritisch. Für Write-Once-Read-Never- oder Write-Once-Read-Occasionally Szenarien bieten SSDs jedoch eine sehr praktikable Lösung.“

Paul Speciale hebt den Nutzen von Object-Storage und S3 hervor: „Skalierbarer Object-Storage bietet nahezu unbegrenzte Kapazität, geografische Verteilung, Hardware-Abstraktion und offene APIs. So wird die langfristige Zugänglichkeit unterstützt, während das selbstheilende Design den Migrationsaufwand erheblich reduziert.“

„Unterdessen gestalten softwaredefinierte Unveränderlichkeit und WORM-Richtlinien die Archivierungsstrategie neu, indem sie eine regulatorisch konforme Aufbewahrung gewährleisten, ohne auf proprietäre Hardware angewiesen zu sein“, führt Speciale weiter aus. „Parallel dazu verbessern Metadaten-gestützte Intelligenz und automatisierte Richtlinien die Klassifizierung von Daten, das Management von Speicherebenen sowie die Durchsetzung von Governance über lange Aufbewahrungs-Zeiträume hinweg.“

Schließlich verweist Tvrtko Fritz von euroNAS auf Ceph als langfristig geeignete Datenspeicher-Plattform. „Ceph gehört zu den vielversprechendsten Technologien für die Langzeitarchivierung“, so Fritz. „Seine Skalierbarkeit ist nahezu unbegrenzt. Ceph ist ideal für Organisationen, die kontinuierliches Datenwachstum erwarten. Besonders hervorzuheben ist Cephs Fähigkeit, Daten über mehrere Standorte oder Rechenzentren zu verteilen, wodurch eingebaute Redundanz und Resilienz gewährleistet werden.“

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