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Das sind die Möglichkeiten von Azure SQL, Managed SQL und virtuellem SQL-Server in der Microsoft-Cloud Microsoft SQL in Microsoft Azure

Von Thomas Joos

Microsoft bietet verschiedene Dienste in Microsoft Azure an, mit denen sich Microsoft-SQL-Datenbanken weitgehend unabhängig von lokal installierten Microsoft-SQL-Servern betreiben lassen. Auch eine Replikation mit lokalen Servern und eine Datenübernahme sind dabei möglich.

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In Microsoft Azure lassen sich unter anderem Azure SQL, Managed SQL Instances und virtuelle Server betreiben.
In Microsoft Azure lassen sich unter anderem Azure SQL, Managed SQL Instances und virtuelle Server betreiben.
(© k_yu - stock.adobe.com)

Microsoft bietet in Microsoft Azure verschiedene Dienste an, mit denen sich Datenbanken auf Basis von Microsoft SQL Server auch komplett in der Cloud betreiben lassen. Die wichtigsten Dienste in diesem Bereich sind Azure SQL, Managed SQL Instances und virtuelle Server auf Basis von Azure-VMs, auf denen sich herkömmliche Installationen von Microsoft SQL Server durchführen lassen.

Azure SQL – Database-as-a-Service

Bei Azure SQL handelt es sich um den SQL-Dienst in Microsoft Azure, der Database-as-a-Service-Funktionen bietet, also SQL-Datenbanken auf Basis von Microsoft SQL Server, ohne die Notwendigkeit, einen eigenen SQL-Server betreiben zu müssen. Allerdings basieren die Datenbanken auf virtuellen Microsoft SQL-Servern, die aber nicht selbst verwaltet werden müssen. Wenn auch kein virtueller SQL-Server in der Cloud betrieben werden soll, sind wiederum die verwalteten SQL-Instanzen in Azure der richtige Weg. Hier muss auch kein virtueller SQL-Server konfiguriert werden.

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Der Vorteil bei der Verwendung von Azure SQL besteht darin, dass Unternehmen vollständige SQL-Datenbanken mit Kompatibilität zu Microsoft SQL Server in die Cloud auslagern können. Es sind dazu keine SQL-Server notwendig. Dadurch lassen sich sehr schnell Datenbanken bereitstellen und zudem an lokale Rechenzentren oder andere Cloud-Dienste anbinden.

Da es sich bei Azure SQL um einen verwalteten Dienst handelt, müssen sich Entwickler und Datenbankadmins nicht mit der zugrundeliegenden Technologie auseinandersetzen, sondern können sich direkt auf die Datenbanken konzentrieren. Generell ermöglichen Datenbanken in Azure SQL die gleichen Funktionen wie Datenbanken auf lokal installierten SQL-Servern. Interessant ist der Einsatz auch zur Datenanalyse mit anderen Diensten in Microsoft Azure.

Die Verwaltung der Datenbanken kann über das Azure-Portal erfolgen, aber auch mit Tools wie Azure Data Studio oder SQL Server Management Studio. Beide Tools sind parallel dazu in der Lage, lokale Datenbanken mit Microsoft SQL Server und die weiteren SQL-Funktionen zu verwalten, die Microsoft in Azure zur Verfügung stellt.

Verwaltete SQL-Instanzen – Managed SQL Instances

Die zweite Variante, um SQL-Datenbanken auf Basis von Microsoft SQL Server in der Azure-Cloud bereitzustellen, sind die verwalteten SQL-Instanzen (Managed SQL Instances). Auch hierbei handelt es sich um einen vollständig verwalteten Dienst, bei dem Admins keinen SQL-Server erstellen und konfigurieren müssen. Die herkömmlichen Datenbanken in Azure SQL sind ein „Database-as-a-Service“. Hier muss bei er Erstellung ein virtueller SQL-Server erstellt, aber nicht verwaltet werden.

Azure Managed SQL Instance sind ein „Platform-as-a-Service“. Hier ist ebenfalls bei der Erstellung kein virtueller SQL-Server notwendig; der Dienst ist komplett serverlos. Außerdem ermöglich er die Synchronisierung und Datenübernahme lokal betriebener Microsoft SQL-Server. Bei der Erstellung einer neuen SQL-Datenbank auf Basis von Azure SQL ist es notwendig, einen virtuellen SQL-Server zu erstellen. Das fällt bei verwalteten SQL-Instanzen komplett weg. Außerdem ist auch dieser Dienst vollständig kompatibel mit lokal betriebenen SQL-Servern und deren Datenbanken.

Azure Managed SQL Instances gibt es zudem mit Unterstützung für Azure Arc. Einfach ausgedrückt, soll Azure Arc Funktionen und Technologien aus Microsoft Azure direkt in lokalen Rechenzentren zur Verfügung stellen. Azure Arc soll einen Schnittpunkt für Verwaltungswerkzeuge dienen, mit deren Hilfe sich Ressourcen in der Cloud und Ressourcen in lokalen Rechenzentren verwalten lassen. In Azure Arc lassen sich der Azure Resource Manager, Azure Cloud Shell und das Azure-Portal anbinden.

Infrastructure-as-a-Service mit virtuellen SQL-Servern

Die dritte Variante, um SQL-Datenbanken in Azure zu betreiben, besteht darin, einen virtuellen Server in Form einer Azure-VM mit Microsoft SQL Server zu betreiben. Hier stellt Microsoft verschiedene Images zur Verfügung, bei denen SQL-Server-Versionen bereits vorinstalliert sind. Dieser Infrastructure-as-a-Service ermöglicht die komplette Verwaltung der Datenbanken und außerdem der virtuellen SQL-Server – beides eine Aufgabe von Administratoren. Auch hier kann die Verwaltung mit Azure Data Studio und dem Microsoft SQL Server Management Studio erfolgen.

Lizenzierung und Migration von Datenbanken

Die Datenbanken in Microsoft Azure lassen sich parallel zu lokal laufenden Datenbanken und zudem parallel mit anderen Diensten in Microsoft Azure betreiben. Eine Migration und eine Synchronisierung sind in alle Richtungen möglich. Dazu kommen Tools von Microsoft, die bei der Migration unterstützen. Parallel dazu bietet Microsoft den Azure-Hybridvorteil für Microsoft SQL Server. Dadurch lassen sich lokale Lizenzen von Microsoft SQL Server auch in der Cloud nutzen.

Der Datenmigrations-Assistent (Data Migration Assistant, DMA) ist ein Tool von Microsoft, das bei der Migration von SQL-Datenbanken von alten Servern unterstützen kann. DMA kann auch zur Migration lokaler Datenbanken zu Microsoft Azure dienen. Hier empfiehlt Microsoft aber eher den Einsatz von Azure Database Migration Service.

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MariaDB, MySQL, Cosmos und andere Datenbanken in Azure nutzen

Parallel zu den Datenbanken für Microsoft SQL gibt es in Azure Datenbanken auf Basis von MariaDB, MySQL, CosmosDB und weiteren Anbietern. Dazu kommen Möglichkeiten, auch diese Datenbanken auf Azure-VMs zu betreiben. Die Datenbanken arbeiten mit anderen Diensten in Microsoft Azure zusammen.

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