High-Performance Analytic Appliance (HANA)

Neues Mantra bei SAP – Daten im RAM speichern

| Autor / Redakteur: Kriemhilde Klippstätter / Nico Litzel

Hasso Plattner, Gründer, Vorstandsvorsitzender und noch immer Vordenker der SAP
Hasso Plattner, Gründer, Vorstandsvorsitzender und noch immer Vordenker der SAP (Bild: SAP)

Mit SAP HANA schlägt SAP nicht nur Kapital aus der Firmenübernahme von Sybase, sondern stellt Zug um Zug das ganze ERP-System auf ein neues Fundament. Hasso Plattner erläutert den Weg, der mit HANA beschritten wird.

Firmengründer Hasso Plattner, Vorsitzender des Aufsichtsrats von SAP, bricht in seinem zusammen mit Alexander Zeier verfassten Buch „In-Memory Data Management: Technology and Applications“ eine Lanze für das Speichern der Datenbankeninformationen im Hauptspeicher der Rechner. Damit erreiche man nicht nur eine Leistungssteigerung um das Vielfache, es würden sich auch eine Vielzahl von neuen Anwendungsmöglichkeiten ergeben, die letztendlich sogar Einfluss darauf haben, wie in Zukunft Geschäfte geführt werden.

Der Vordenker ist sich sicher: „Hat man Echtzeit-Informationen mit der Geschwindigkeit von Gedanken zur Verfügung, dann erhalten Entscheider in einer Organisation Einsichten, die bislang

nicht existierten.“ Bis es dazu kommt, müssen allerdings ein paar Voraussetzungen erfüllt sein. So liegen derzeit die wichtigen Informationen verteilt irgendwo im Unternehmen und eine einheitliche Sicht darauf zu erhalten, ist mühsam und zeitraubend.

Erschwerend kommt hinzu, dass Datenanalysen nicht aus operationalen Daten gezogen werden, sondern aus zusammengefassten Informationen aus dem Data Warehouse. Dazu werden die operationalen Daten mittels Batch Jobs in das Data Warehouse transferiert, was laut Plattner ein flexibles Reporting, basierend auf aktuellen Daten, schier unmöglich macht.

Das Ende der Festplatte

Multicore-Prozessoren und sinkende Preise für Speicherbausteine haben dafür gesorgt, dass es nun möglich und bezahlbar ist, die Datensätze ganzer Firmen im Hauptspeicher zu lagern. Herkömmliche mechanische Festplatten werden damit aus den primären Speichersystemen verdrängt und taugen nur mehr zum Sichern der Datenbestände. Aber In-Memory-Computing ist nur eine Komponente von mehreren, die zu dem führen sollen, was Plattner unter dem wahren Echtzeit-Computing versteht.

Er fordert den Einsatz von Insert-only-Datenbanken, bei denen jederzeit ein Überblick über den Status quo der Datenbank möglich ist. Dazu gesellen sich als notwendige Voraussetzungen spaltenorientierte Datenbanken, deren Daten sich auch noch komprimieren lassen. Sind diese Vorgaben erfüllt, dann lassen sich Transaktions- und Analyseverfahren vereinen.

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