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ROW | Redirect on Write | Redirect-on-write | Umleiten beim Schreiben

Redakteur: Rainer Graefen

Redirect-on-write ist das eine von den zwei klassischen Vorgehensweisen beim Snapshot, mit denen sichergestellt wird, dass Änderungen an Datenblöcken nicht verloren gehen. Da beim

Redirect-on-write ist das eine von den zwei klassischen Vorgehensweisen beim Snapshot, mit denen sichergestellt wird, dass Änderungen an Datenblöcken nicht verloren gehen. Da beim ersten Schnappschuss keine Daten bewegt werden, sondern nur die Metadaten über belegte Datenblöcke aufgenommen werden, benötigen Snapshots auch großer Volumes nur ein, zwei Sekunden.

Das Problem: Bei dem ersten Snapshot wird eine Liste aller genutzten Festplattenblöcke in einem dafür reservierten Speicherbereich angelegt. Um dieses erste Abbild und alle folgenden zu erhalten, müssen jetzt alle Änderungen an Datenblöcken dokumentiert werden. Damit stellt sich die Frage, schreibt man den Datenblock, der überschrieben werden soll, an eine andere Stelle, oder verhindert man das Überschreiben und kopiert die neuen Daten an eine andere Stelle?

Die Lösung: Redirect-on-write lenkt neue Schreibanforderungen auf den Snapshot-Speicherbereich um. Mit dieser Vorgehensweise wird verglichen mit Copy-on-Write (COW) das zweimalige Schreiben, erst des Originals und dann der neuen Daten, vermieden.

Das Manko: Konsequenz dieser Umleitung ist, dass im Snapshot-Speicherbereich ein Mix von Originaldaten und Snapshots liegt. Die Originaldaten werden so schnell fragmentiert. Wird jetzt mittendrin ein Snapshot gelöscht, müssen diese Daten abgeglichen werden. Da moderne Software immer mehr Snapshots in einem Volume und über mehrere Volumes erlaubt, ist jeder Snapshot unterschiedlichst „verpointert“. Diese Pointer sind bei einer Löschung ensprechend nachzuarbeiten, sie sind technisch ausgedrückt „umzubiegen“.

Software, die den ROW-Algorithmus benutzt: NetApp Ontap Filer Snapshots.

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