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Tipp: Ein Go-Server bedient SFTP, FTPS und WebDAV mit direkter Anbindung an Cloud-Speicher SFTPGo bündelt Dateitransfer über offene Protokolle

Von Thomas Joos 2 min Lesedauer

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Der quelloffene Dateitransfer-Server SFTPGo bedient SFTP, HTTP/S, FTP/S und WebDAV aus einer Codebasis. Lokale und verschlüsselte Dateisysteme stehen neben S3, Google Cloud Storage und Azure Blob. Administratoren steuern Nutzer, Ordner und Gruppen über eine Weboberfläche und eine REST-Schnittstelle.

SFTPGo leitet eingehende Dateien an das passende Speicher-Backend, ohne dass Anwender ihre gewohnten Clients wechseln.(Bild:  Gemini / KI-generiert)
SFTPGo leitet eingehende Dateien an das passende Speicher-Backend, ohne dass Anwender ihre gewohnten Clients wechseln.
(Bild: Gemini / KI-generiert)

SFTPGo stammt von Nicola Murino und steht unter der AGPL-3.0. Das Projekt zählt mehr als 12.000 Sterne auf GitHub und startet als einzelnes Go-Binary unter Linux, Windows, in Docker und unter Kubernetes. Der Server arbeitet ereignisgesteuert und leitet eingehende Dateien an das passende Speicher-Backend, ohne dass Anwender ihre gewohnten Clients wechseln.

Speicher-Backends hinter vertrauten Protokollen

Als Ablage dienen das lokale Dateisystem, ein verschlüsseltes lokales Dateisystem mit Data-at-Rest-Encryption, S3-kompatibler Objektspeicher, Google Cloud Storage, Azure Blob Storage und weitere SFTP-Server. Virtuelle Ordner mischen diese Backends innerhalb eines Kontos. Ein S3-Nutzer erhält auf einem Pfad einen GCS-Bucket, auf einem anderen ein verschlüsseltes lokales Verzeichnis. Damit verbindet der Server bestehende Übertragungsverfahren mit moderner Objektablage, ohne dass eine Datenmigration ansteht.

Die WebAdmin-Oberfläche verwaltet Anwender, Gruppen, Ordner und Berechtigungen. Über die WebClient-Oberfläche ändern Endnutzer ihre Zugangsdaten, durchsuchen Dateien im Browser und richten Zwei-Faktor-Authentifizierung mit TOTP-Apps ein. Eine REST-API automatisiert die Provisionierung und bindet den Server an vorhandene Toolchains an.

Sicherheit durch reduzierte Angriffsfläche

Neuere Versionen entfernten die Unterstützung für Git und rsync. Beide liefen als externe Kommandos und vergrößerten die Angriffsfläche, denn ein hochgeladenes Git-Repository mit eigenen Hooks führte Shell-Skripte mit den Rechten des SFTPGo-Prozesses aus. Für den SSH-Transport kam ein hybrider Post-Quantum-Schlüsselaustausch über mlkem768x25519-sha256 hinzu. Aktuelle Sicherheitskorrekturen schließen mehrere CVEs, darunter ein Stored-XSS-Problem (CVE-2026-49245) und einen Pfad-Bypass beim ZIP-Download geteilter Ordner (CVE-2026-49244).

Community und Enterprise

Die Community-Edition unter AGPLv3 enthält alle Kernprotokolle, Storage-Backends und Weboberflächen und läuft in zahlreichen Produktivumgebungen. Die kommerzielle Enterprise-Edition baut auf demselben Kern auf und ergänzt In-Memory-Streaming ohne lokale Temp-Dateien, Hochverfügbarkeit, dynamische Automation, PGP-Verschlüsselung sowie Antiviren- und DLP-Prüfung über ICAP. Nach Herstellerangabe arbeitet die Cloud-Storage-Engine der Enterprise-Variante bis zu 70 Prozent schneller. Der Anbieter führt für diese Edition eine ISO-27001-Zertifizierung.

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Datenmigration – so funktioniert der Storage-Umzug

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(Bild: Storage-Insider)

Im Zuge der Digitalisierung ändern sich die Anforderungen an Storage-Systeme. Sie müssen leistungsfähiger, skalierbarer und insgesamt flexibler sein. Unternehmen führen neue Systeme wie etwa All-Flash-Arrays ein, verlagern Dienstleistungen der IT-Abteilung in die Public- oder Hybrid-Cloud, ziehen sogar das Rechenzentrum um und erkennen möglicherweise die Chance oder die Notwendigkeit, IT-Services und Storage-Infrastruktur zu konsolidieren.

Die Themen im Überblick:

  • Operation am offenen Herzen – Einleitung
  • Wann eine Datenmigration nötig und sinnvoll ist
  • Was bei der Datenmigration zu beachten ist
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  • Sonderfälle und Fallstricke

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