Amazon-Cloud-Speicherservice Was ist das Amazon Elastic File System?

Das Amazon Elastic File System ist ein voll gemanagter Cloud-Speicherservice von Amazon. Das Set-and-Forget-Dateisystem arbeitet serverlos und stellt elastischen, automatisch skalierenden Speicherplatz zur Verfügung. Auf die Dateien kann sowohl von anderen AWS-Diensten als auch von lokalen On-Premises-Ressourcen zugegriffen werden. Amazon EFS unterstützt das Network File System (NFS) in den Versionen 4.0 und 4.1.

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Die wichtigsten IT-Fachbegriffe verständlich erklärt.
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(Bild: © aga7ta - Fotolia)

Das Amazon Elastic File System, abgekürzt Amazon EFS, ist ein auf der Cloud-Plattform Amazon Web Services (AWS) produzierter Cloud-Speicherservice. Er wird vollständig von Amazon gemanagt. Es handelt sich um ein elastisches, serverloses Set-and-Forget-Dateisystem. Amazon EFS skaliert automatisch und passt den bereitgestellten Speicherplatz mit dem Hinzufügen oder Löschen von Dateien selbständig dem tatsächlichen Bedarf an. Das Dateisystem ist sowohl von anderen AWS-Diensten als auch von lokalen Ressourcen im eigenen Rechenzentrum nutzbar. Es unterstützt das Portable Operating System Interface (POSIX) und das Network File System (NFS) in den Versionen 4.0 und 4.1. Die Speicherkapazität des Elastic File Systems skaliert bis in den Petabyte-Bereich.

Die Kosten für das Amazon Elastic File System sind nutzungsbasiert und unter anderem vom verwendeten Speicherplatz, dem bereitgestellten Durchsatz und den genutzten Speicherklassen abhängig. Mindestgebühren oder Einrichtungskosten fallen keine an. Insgesamt kennt Amazon EFS vier verschiedene Speicherklassen für unterschiedliche Anwendungsfälle. Für den Einstieg steht für zwölf Monate ein kostenloses Kontingent von fünf Gigabyte Speicherplatz der Speicherklasse EFS Standard zur Verfügung.

Funktionen und Merkmale von Amazon EFS

Amazon EFS lässt sich über die AWS-Managementkonsole verwalten und konfigurieren. Der Netzwerkzugang zum Dateisystem kann über Sicherheitsregeln und Amazon Virtual Private Cloud (VPC) abgesichert werden. Der Zugriff der Anwendungen lässt sich über das AWS Identity and Access Management (IAM) steuern. Auch die Zugriffskontrolle über POSIX-Berechtigungen ist möglich.

Abhängig von der Zugriffshäufigkeit auf die Dateien bietet Amazon EFS Standard- und One-Zone-Speicherklassen für selten oder für oft benötigte Daten. Die Speicherklassen sind entweder leistungs- oder kostenoptimiert. Zum Schutz der Daten unterstützt das Amazon Elastic File System die Verschlüsselung gespeicherter Daten. Auch die Datenübertragung erfolgt mit Transport Layer Security (TLS) verschlüsselt. Weitere Funktionen und Merkmale von Amazon EFS sind:

  • redundante Datenspeicherung,
  • Unterstützung verschiedener Availability Zones (Verfügbarkeitszonen),
  • hohe Verfügbarkeit der Daten,
  • Datenreplikation in andere AWS-Regionen oder in derselben AWS-Region,
  • Sicherung der Amazon-EFS-Dateisysteme mit AWS Backup,
  • Erstellen von Dateisystemen per AWS-Managementkonsole, AWS Command Line Interface (CLI) oder AWS SDK,
  • skalierbar bis in den Petabyte-Bereich.

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