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Virtuelles Laufwerk Was ist eine RAM-Disk / eine Memory-Disk / ein RAM-Drive?

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Eine RAM-Disk ist ein virtuelles, per Software realisiertes Laufwerk im flüchtigen Arbeitsspeicher eines Rechners. Es kann wie ein physisches Laufwerk angesprochen werden. Aufgrund der hohen Arbeitsspeichergeschwindigkeit lassen sich Daten einer solchen Disk sehr schnell lesen oder speichern. Beim Ausschalten des Rechners verliert das RAM-Drive seine Daten. Es gibt RAM-Disk-Lösungen, die vor dem Herunterfahren des Rechners die Daten in eine Image-Datei eines nichtflüchtigen Massenspeichers schreiben.

Die wichtigsten IT-Fachbegriffe verständlich erklärt.
Die wichtigsten IT-Fachbegriffe verständlich erklärt.
(Bild: © aga7ta - Fotolia)

Alternative Bezeichnungen für RAM-Disk sind „Memory-Disk“ oder „RAM-Drive“. Es handelt sich um ein virtuelles, temporäres Laufwerk, das mithilfe von Software im Arbeitsspeicher eines Rechners (RAM) realisiert ist. Es kann wie ein herkömmliches physisches Laufwerk, zum Beispiel ein Festplattenlaufwerk oder eine SSD, mit einem Dateisystem formatiert und über einen zugewiesenen Laufwerksbuchstaben angesprochen werden. Für das Betriebssystem oder für Anwendungen verhält sich die Memory-Disk wie ein physisches Laufwerk.

Da RAM sehr schnell ist, können Daten mit hoher Geschwindigkeit und kurzen Zugriffszeiten aus einem RAM-Drive gelesen oder darauf geschrieben werden. RAM-Drives lassen sich beispielsweise für das Speichern und Lesen temporärer Daten verwenden. Beim Ausschalten des Rechners verliert das RAM-Drive seine Daten. Damit keine Daten verloren gehen, gibt es RAM-Disk-Lösungen, die vor dem Herunterfahren eines Rechners die Daten in eine Image-Datei auf einem nichtflüchtigen Massenspeicher schreiben.

Fast alle gängigen Betriebssysteme bieten die Möglichkeit, RAM-Disks einzurichten. Darüber hinaus gibt es zahlreiche Software-Lösungen von Drittanbietern für Memory-Disks. Auch per UEFI (Unified Extensible Firmware Interface) lässt sich noch vor dem Start des Betriebssystems ein RAM-Drive anlegen.

Prinzipielle Funktionsweise eines RAM-Drives

Das Erstellen und Verwalten eines RAM-Drives findet Software-basiert statt. Für das RAM-Laufwerk wird statisch oder dynamisch ein Teil des Arbeitsspeichers reserviert. Das virtuelle Laufwerk lässt sich mit einem Dateisystem formatieren und wie ein herkömmliches, physisches Laufwerk ansprechen. Je nach eingesetzter Software ist die Größe einer RAM-Disk fix oder variabel.

Für die gängigen Betriebssysteme existieren Treiber und Software-Lösungen, um ein RAM-Drive anzulegen und zu verwenden. Funktionen wie das regelmäßige Sichern des RAM-Drive-Inhalts auf einem nichtflüchtigen Massenspeicher verhindern, dass beim Ausschalten des Rechners sämtliche Daten der Memory-Disk verloren gehen. Beim Einschalten des Rechners und Initialisieren des RAM-Drives werden diese Daten automatisch wieder eingelesen und hergestellt.

Einsatzmöglichkeiten eines RAM-Drives

Es existieren zahlreiche Einsatzmöglichkeiten für RAM-Drives wie:

  • als Laufwerk für temporäre Daten wie den Browser-Cache, Downloads oder Testdaten,
  • als Laufwerk für Live-Systeme (zum Beispiel für von CD-ROM gestartete Live-Betriebssysteme),
  • als Installationslaufwerk bei Betriebssysteminstallationen,
  • als performanten Ersatz für langsame physische Laufwerke,
  • zur Reduktion des Verschleißes von Speichermedien wie SSDs oder Festplatten durch Auslagerung häufiger Schreib- und Leseaufgaben,
  • für die Ausführung portabler Programme mit kurzen Startzeiten und hoher Geschwindigkeit.

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