Ultrastar-Produktlinie ausgebaut

Western Digital bringt NVMe-SSDs für Rechenzentren

| Autor / Redakteur: Martin Hensel / Dr. Jürgen Ehneß

Western Digital hat neue SSDs für den Einsatz in Rechenzentren angekündigt.
Western Digital hat neue SSDs für den Einsatz in Rechenzentren angekündigt. (Bild: Western Digital)

Mit zwei neuen NVMe-SSDs erweitert Western Digital seine Ultrastar-Serie. Die Flash-Speicher setzen auf 96-Layer-3D-TLC-NAND und sind für den Einsatz in modernen Rechenzentren mit gemischten und leseintensiven Workloads konzipiert.

Zu den neuen Produkten von Western Digital zählt die Ultrastar-DC-SN640-Familie. Sie ist auf gemischte Workloads ausgelegt, wie sie beispielsweise bei SQL Servern, MySQL, virtuellen Desktops und hyperkonvergenten VMware- und Azure-Infrastrukturen auftreten. Im Vergleich mit der Vorgängergeneration konnte die Leistung laut dem Hersteller bei sequentiellen Schreibvorgängen um das Doppelte gesteigert werden. Die Geschwindigkeit erreicht hierbei bis zu 2 Gigabyte pro Sekunde (GB/s), im Lesebetrieb sind maximal 3 GB/s möglich.

Die SN640-NVMe-SSDs sind in drei verschiedenen Ausführungen erhältlich: Der Formfaktor E1.L (EDSFF-L) ermöglicht bis zu 30,72 Terabyte (TB) an Speicherkapazität. Western Digital sieht diesen neuen Formfaktor als ideal, um möglichst viele Petabyte p(PB) ro Rack und damit Rechenzentren mit hoher Speicherdichte zu realisieren. Die SN640-SSDs sind zudem im U.2-Formfaktor mit bis zu 7,68 TB und im M.2-22110-Format mit bis zu 3,84 TB an Speicherplatz verfügbar. Die Ausdauer liegt bei allen SSDs bei 0,8 Drive Writes per Day (DW/D), alternativ stehen belastbarere U.2-Modelle mit 2 DW/D zur Auswahl. Western Digital gibt die MTBF („Mean Time Between Failures“) mit zwei Millionen Stunden an und gewährt fünf Jahre Garantie. Preise sind noch nicht bekannt.

Auf Lesevorgänge spezialisiert

Bei der Ultrastar-DC-SN340-Reihe hat Western Digital vor allem leseintensive Anwendungsfälle im Blick. Die SSDs werden ausschließlich im U.2-Formfaktor angeboten und fassen je nach Modell 3,84 oder 7,68 TB an Daten. Als Interface kommt PCIe Gen 3 mit vier Lanes zum Einsatz. Die sequentiellen Datenübertragungsraten liegen zwischen 1,4 (Schreiben) und 3,1 GB/s (Lesen).

Im Random-Lesebetrieb erreichen die SSDs bis zu 420.000 IOPS, während sie beim Random-Write nur 7.000 IOPS erzielen. Laut dem Hersteller eignen sie sich vor allem für Workloads, die Daten in großen Blockgrößen schreiben. Dazu zählen etwa Content Delivery Networks (CDN) oder Videocaching sowie verteilte NoSQL-Datenbanken wie Apache Cassandra oder MongoDB. Western Digital gibt die Ausdauer mit 0,3 DW/D und zwei Millionen Stunden MTBF an. Auch hier gewährt der Hersteller fünf Jahre Garantie. Erste Samples gehen noch in diesem Quartal an ausgewählte Kunden. Über einen genauen Marktstart und die Preisgestaltung ist aber noch nichts bekannt.

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