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Studie zur Nutzung von Cloud-Speichern Wollen deutsche Cloud-Nutzer europäische Datenhoheit?

Von Agnes Panjas 3 min Lesedauer

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Der Webhosting-Anbieter Strato hat in einer repräsentativen Forsa-Studie die Nutzung von Cloud-Speichern in Deutschland untersucht. Dabei wird deutlich: Die Frage, wo Daten gespeichert werden und wer darauf zugreifen kann, ist für viele zunehmend entscheidend.

Die repräsentative Studie 2025 von Strato zur Nutzung von Cloud-Speichern will unter anderem wissen: Ist er wirklich so entscheidend, woher die Cloud kommt? (Bild:  Canva / KI-generiert)
Die repräsentative Studie 2025 von Strato zur Nutzung von Cloud-Speichern will unter anderem wissen: Ist er wirklich so entscheidend, woher die Cloud kommt?
(Bild: Canva / KI-generiert)

Eine neue, repräsentative Forsa-Studie im Auftrag von Strato zeigt: 75 Prozent der deutschen Cloud-Nutzenden wünschen sich klare europäische Datenhoheit. Zugleich äußern zwei Drittel erhebliche Datenschutzbedenken gegenüber Anbietern außerhalb Europas. Digitale Souveränität ist damit nicht nur im Business- und öffentlichen Bereich relevant, sondern mit der klaren Erwartungshaltung deutscher Cloud-Nutzer im Privatbereich längst zu einem gesamtgesellschaftlichen Thema geworden.

Digitale Souveränität ist eine zentrale Erwartung aus allen Teilen der Gesellschaft – sei es im Business, im öffentlichen oder im privaten Kontext.

Dr. Jens Reich, Geschäftsführer von Strato

Mehrheit will europäische Datenhoheit

Drei Viertel der befragten Cloud-Nutzer (75 Prozent) wollen, dass keine außereuropäischen Institutionen Zugriff auf ihre Daten haben. Entsprechend legen 73 Prozent Wert auf einen europäischen Serverstandort und die Einhaltung der DSGVO (und anderer Datenschutzrechte). 67 Prozent geben zudem an, bei Cloud-Diensten außereuropäischer Anbieter datenschutzrechtliche Bedenken zu haben. Dies ist besonders bei Befragten über 30 Jahren der Fall (30 – 44 Jahre: 64 Prozent; 45 – 59 Jahre: 68 Prozent; 60 – 75 Jahre: 82 Prozent).

Datenschutzrechtliche Bedenken bei außereuropäischen Cloud-Anbietern sind bei 67 Prozent der Befragten vorhanden.(Bild:  Strato)
Datenschutzrechtliche Bedenken bei außereuropäischen Cloud-Anbietern sind bei 67 Prozent der Befragten vorhanden.
(Bild: Strato)

Warum Komfort und Sicherheit bei der Cloud-Nutzung zählen

Etwa zwei Drittel der Deutschen (66 Prozent) nutzen Cloud-Speicher bereits zur Sicherung ihrer privaten Daten. Das wichtigste Auswahlkriterium bei der Anbieterwahl ist laut Forsa-Studie für 83 Prozent der geräteübergreifende Zugriff. Gleichzeitig fordern viele Nutzer klare und verständliche Rahmenbedingungen: Mehr als die Hälfte achtet auf Vertragskonditionen (58 Prozent) oder Verschlüsselung (52 Prozent). Für jeden Zweiten ist die Speicherung in Deutschland oder der EU ein ausschlaggebendes Kriterium (50 Prozent).

Europäische Standorte der Cloud sind bei den Befragten von Bedeutung.(Bild:  Strato)
Europäische Standorte der Cloud sind bei den Befragten von Bedeutung.
(Bild: Strato)

65 Prozent der Befragten geben an, dass ihnen ein europäischer Serverstandort und DSGVO-Konformität wichtiger sind als ein günstiger Preis – selbst wenn europäische Anbieter etwas teurer wären. Nur 39 Prozent bevorzugen ausschließlich EU-Cloud-Dienste, wenn diese nicht mehr kosten als außereuropäische Angebote.

Im Vergleich zu ähnlichen Daten aus der Strato-Studie 2019 lässt sich ein Wachstum interpretieren:

  • Sowohl die Bedeutung des europäischen Serverstandorts (2019: 64 Prozent; 2025: 73 Prozent) als auch die Zahlungsbereitschaft für eine EU-Cloud (2019: 52 Prozent; 2025: 65 Prozent) erzielen im Jahr 2025 deutlich höhere Prozentzahlen.
  • Wer keinen Cloud-Speicher nutzt, führt vor allem Sicherheitsbedenken an: 88 Prozent speichern Daten lieber lokal, 79 Prozent fürchten unbefugten Zugriff.
  • Skepsis überwiegt bei den Nicht-Nutzern: Immerhin 40 Prozent von ihnen können sich vorstellen, zumindest künftig deutsche Cloud-Speicher zu verwenden – vor allem für Fotos, Backups, oder um unabhängig von eigenen Geräten auf Daten zugreifen zu können.

Die Präferenzen beim Thema Datenschutz bei Cloud-Diensten gehen bei den Befragten auseinander.(Bild:  Strato)
Die Präferenzen beim Thema Datenschutz bei Cloud-Diensten gehen bei den Befragten auseinander.
(Bild: Strato)

Cloud ist mehr als Speicherplatz

Zunehmend wichtig werden auch intelligente Funktionen:

  • Knapp drei Viertel der Befragten (74 Prozent) wünschen sich laut Forsa eine automatische Erkennung und Warnung bei verdächtigen Zugriffen.
  • Deutlich mehr als die Hälfte erwartet technische Unterstützung beim Aufräumen und Löschen doppelter Dateien (63 Prozent) oder eine intelligente Suchfunktion (60 Prozent).

Damit zeigt sich: Die Erwartungen an moderne Cloud-Dienste reichen über reinen Speicherplatz weit hinaus – Sicherheit und Benutzerfreundlichkeit stehen zunehmend im Zentrum.

Zeit für europäische Alternativen?

Der Geschäftsführer von Strato deutet die Ergebnisse als Zeichen dafür, dass es nun an der Zeit sei, „europäische Alternativen konsequent auszubauen und Vertrauen durch Transparenz und Sicherheit zu stärken“. Da Strato ein europäischer Anbieter ist, betrachtet er es als „Aufgabe, Privatkunden, Selbstständigen und KMU sichere, DSGVO-konforme und zukunftsorientierte Lösungen bereitzustellen“.

Über die Studie

Im Rahmen der Studie wurden im August 2025 663 Cloud-Nutzer zwischen 18 und 75 Jahren in Deutschland befragt. Die Online-Erhebung erfolgte durch Forsa (Deutschland). Die Ergebnisse sind repräsentativ mit einer statistischen Fehlertoleranz von +/- 3 Prozentpunkten.

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