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Kommentar zu IT-Budgetkürzungen

Zweimal nachdenken, bevor man einmal schneidet

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Dabei ist jedoch die Band-Problematik für die IT-Administratoren dieselbe geblieben. Die Bandsicherung hat in den letzten Jahren einen schlechten Ruf bekommen, was zwar zum Teil auf die einseitige Presse seitens der Plattenanbieter, andererseits aber auch auf tatsächliche Probleme bei dieser Lösung zurückzuführen ist. Auf viele dieser Probleme sind die Anbieter von Bandsystemen nicht hinreichend eingegangen, so dass ihren Kunden nichts anderes übrig blieb, als sich nach einer Alternative umzusehen.

Unabhängig davon, welcher Lösungsansatz verfolgt wird, um die schwierige Balance zwischen schrumpfenden Budgets und steigenden Datenmengen zu finden, müssen die IT-Manager ihre Kenntnisse über die Datensicherungsumgebung erweitern, um fundierte Entscheidungen in Bezug auf die Sicherung von Langzeitdaten treffen zu können. Dabei hilft die alte Faustregel „measure twice, cut once” (zweimal messen, einmal absägen), denn hat man für ein Werkstück nur noch ein Stück Holz übrig, muss man sich unbedingt vergewissern, dass die Sägemaße stimmen – und zwar vor dem Sägen!

ARGUMENTE GEGEN „RIP-AND-REPLACE”

Vor der Wirtschaftskrise waren die Unternehmen bereit, tief in die Tasche zu greifen, um ihre alten Bandsysteme durch neue plattenbasierte Systeme zu ersetzen. Zuverlässigkeit war dabei in der Regel ihr größtes Anliegen, da es in einem Bandsystem keine Möglichkeit gab, exakt festzustellen, welche Komponenten nicht korrekt eingerichtet waren, Konflikte verursachten oder nicht richtig funktionierten.

Eine Reihe verschiedener, umgebungsbedingter Mängel wurden von den Backup-Anwendungen nicht erkannt, so dass so mancher Storage Administrator beim Versuch, Daten wiederherzustellen, bangte und sprichwörtlich die Daumen drücken musste.

In aufwändigen Marketingkampagnen einiger großer IT-Unternehmen wurde den potenziellen Kunden nahe gelegt, ihre mit der Datensicherung auf Band einhergehenden Probleme durch eine Umstellung auf die – (solange sie die recht erheblichen, laufenden Kosten für die zugehörigen Berater zahlen) auf wundersame Weise störungsfreie – „SAN-in-a-box”-Lösung zu beheben.

Die Kunst der Überzeugung

Auf den ersten Blick sehen die Unternehmen darin eine hervorragende Möglichkeit, Performance- und Management-Probleme zu vermeiden und ihre ständig steigenden Datenmengen zu bewältigen.

Angesichts der großen Ausfallraten, die einige Unternehmen beim Versuch, auf Band gesicherte Daten wiederherzustellen, wohl erleben mussten, und in Anbetracht der gigantischen Marketingbudgets der großen Anbieter von plattenbasierten Lösungen, überrascht es nicht, dass etliche Kunden zu der Überzeugung gelangten, dass die Antwort im Kauf extrem teurer plattenbasierter Systeme liegt.

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