Suchen

Kommentar zu IT-Budgetkürzungen

Zweimal nachdenken, bevor man einmal schneidet

Seite: 3/8

Firmen zum Thema

Auch wenn die plattenbasierten Systeme im Preis etwas gesunken sind, so gibt es doch jede Menge versteckte Kosten, unter anderem:

  • Kosten für die Schulung von Mitarbeitern und/oder für die Verpflichtung externer Kräfte, die gegebenenfalls in ein Vendor Assurance Program aufgenommen werden müssen
  • Compliance-bezogene Kosten (Möglicherweise müssen weitere Geräte und nicht nur ein paar mehr der kostengünstigeren Bandkassetten angeschafft werden, damit die Disaster-Recovery-Anforderungen erfüllt werden.)
  • Wegen der Integration in das Betriebssystem sind bei plattenbasierten Lösungen häufiger Upgrades erforderlich.
  • Bei der Bandsicherung muss das Band, da es sich dabei um das eigentliche Speichermedium handelt, nicht hochgefahren werden. Man kann die Daten auf einem einzelnen Band einsehen, ohne dazu alle Bänder hochfahren zu müssen. Bei der Datensicherung auf Festplatten hingegen muss das ganze System die ganze Zeit hochgefahren sein (Es gibt Technologien, Festplattensysteme herunterzufahren, aber diese Lösungen gibt es nur gegen Aufpreis und sie werden im Stromverbrauch nie so günstig sein wie Bandsysteme).
  • Die meisten plattenbasierten Lösungen, die als Ersatz für Bänder dienen, verwenden SATA-Festplatten, die ein hohes Ausfallrisiko haben. Dadurch werden teure Wartungsverträge oder der Einsatz erweiterter RAID-Systeme (z. B. RAID6) erforderlich, die den gleichzeitigen Ausfall von bis zu zwei Festplatten verkraften. Diese Variante ist jedoch teuer, da hier je RAID-Set zwei Festplatten für die Datenwiederherstellung erforderlich sind und zudem die Leistung erheblich beeinträchtigt wird.
  • In wärmeren Klimazonen ist ein enormer Kühlungsaufwand erforderlich.

Hinzu kommt noch, dass in einer von Unternehmensfusionen und -übernahmen geprägten Wirtschaft, in der heterogene Umgebungen gang und gäbe sind, die Schwierigkeiten, die mit der Umstellung auf eine neue – plattenbasierte – Lösung verbundenen sind, ein gewaltiges und kostspieliges Hindernis darstellen können.

Hohe Startkosten bei Radikaltausch einplanen

Zweifelsohne sind mit der „Rip-and-Replace”-Methode erhebliche Kosten verbunden. Durch unzählige Stunden für die interne Planung und die Notwendigkeit, externe Berater zu engagieren, summieren sich in kürzester Zeit die Kosten.

Hinzu kommen noch die zusätzlichen Kosten für das Personal, das die Systeme neu konfigurieren, testen und zur Verfügung stellen muss. Letztendlich wird das Bandsystem wegen der darauf bisher gespeicherten älteren Daten, deren Transfer auf ein Online-Plattensystem extrem teuer, wenn nicht gar unmöglich, ist, trotzdem benötigt.

weiter mit: Meßlatte Datenwachstum

(ID:2020559)