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Kommentar zu IT-Budgetkürzungen Zweimal nachdenken, bevor man einmal schneidet

| Autor / Redakteur: Bernd R. Krieger, Geschäftsführer Crossroads Europe / Rainer Graefen

Ein etwas längerer Beitrag, der anhand des Beispiels Backup auf Band oder Festplatte die aktuelle Debatte aufgreift, ob es Kosten sparender ist zu modernisieren oder ob man den Karren nicht mit ein wenig Fehleranalyse zu ungeahnten Sprintfähigkeiten verhelfen kann.

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Bernd R. Krieger ist Geschäftsführer bei Crossroads Europe.
Bernd R. Krieger ist Geschäftsführer bei Crossroads Europe.
( Archiv: Vogel Business Media )

In Zeiten der weltweiten Wirtschaftskrise, in denen Entlassungen und Budgetkürzungen an der Tagesordnung sind, stehen die IT-Abteilungen vor einer schwierigen Aufgabe: Sie müssen den ständig steigenden Datensicherungs- und -managementbedarf mit der Realität gewordenen Rückstellung von Investitionen unter einen Hut bringen.

Angesichts des Sparkurses der vergangenen Jahre sehen sich die IT-Manager, Storage Administratoren sowie Backup- und Recovery-Teams gezwungen, einen gründlichen Blick auf ihre Prioritäten zu werfen und neue, kreative Möglichkeiten zu suchen, um die laufenden Kosten zu senken.

Eine der naheliegendsten Möglichkeiten ist natürlich, die vorhandenen und funktionierenden Systeme weiter zu nutzen und die Anschaffung neuer Systeme hinauszuzögern, zumal in den letzten Jahren ein allgemeiner Trend hin zur Maximierung der Systemeffizienz zu beobachten war.

Dabei lag der Schwerpunkt in erster Linie auf der Virtualisierung von Servern, also der Erzeugung mehrerer virtueller Server auf einem physischen Server, was für die Unternehmen eine enorme Senkung der Investitionskosten und des Strombedarfs bedeutet. Und genau da müssen die Unternehmen jetzt auch bei ihrer Datensicherungsinfrastruktur und ihren Datensicherungssystemen ansetzen.

Das unverzichtbare Band wird für Probleme verantwortlich gemacht

Ein altgedienter Bestandteil der Datensicherungsinfrastruktur der meisten Unternehmen sind Bandlaufwerke und -bibliotheken. Immer mehr Unternehmen gehen bei der Sicherung eines Teils ihrer Daten jedoch verstärkt weg von Bandsystemen und hin zu Plattensystemen, wie z. B. Disk-to-Disk-, Replikations- oder Virtual-Tape-Lösungen, die zwar Bandlaufwerke und -bibliotheken emulieren, die Daten aber auf Plattensubsystemen speichern.

Obwohl die plattenbasierten Backup-Lösungen viele Vorteile haben, gibt es doch nach wie vor einen großen Bedarf an Sicherung von Langzeitdaten. Dies macht Bandlösungen weiterhin erforderlich. Natürlich gibt es auch einige Plattenhersteller, die sich für den Einsatz von Plattensystemen für die Langzeitdatensicherung stark machen und dabei die Notwendigkeit von Bandsystemen komplett negieren.

Während die Anbieter von Plattensystemen weiterhin darauf drängen, die bestehenden Bandsysteme durch Plattensysteme abzulösen, bewirken die derzeitige Wirtschaftslage und die zunehmende Forderung nach umweltfreundlichen Technologien, dass die IT-Fachleute ihre vorhandenen Bandsysteme „vom Staub befreien“ und sich ausführlich mit ihnen befassen.

weiter mit: Austauschen ist radikal, evolutionär manchmal besser

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