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Kommentar zu IT-Budgetkürzungen

Zweimal nachdenken, bevor man einmal schneidet

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Dauerbelastung darf nicht überlasten

Auch das Gegenteil, wenn nämlich Bandlaufwerke zu stark in Anspruch genommen werden, kann ein Problem darstellen. Es äußert sich in Form von permanentem Datentransfer und/oder übermäßig häufigen Wechseln der Bandkassetten. Jeder Laufwerktyp hat eine bestimmte Duty-Cycle-Rate, die angibt, wie oft auf das Laufwerk (i.d.R. innerhalb eines Zeitraums von 24 Stunden) zugegriffen werden soll, und die sowohl die durchschnittliche als auch die absolute Anzahl an Kassettenwechseln definiert, für die das Laufwerk ausgelegt ist.

Es gibt Umgebungen, bei denen diese Werte höher – in einigen Fällen erheblich höher – liegen, und zwar so hoch, dass die Bandlaufwerke vorzeitig versagen. Aus Anwendersicht scheint das ein Problem der allgemeinen Qualität von Bandsystemen zu sein, obwohl eigentlich das Problem durch eine falsche Nutzung der Geräte verursacht wird.

Wenn der Datenpuffer mal nicht voll ist

Ein weiteres Thema, das von Interesse ist und der näheren Betrachtung bedarf, ist die Datendurchsatz-Performance von Bandlaufwerken. In den meisten Fällen wird das neueste und in Bezug auf den (im Vergleich zum Vorgängermodell normalerweise doppelt so großen) Datendurchsatz und die Bandkapazität größte Bandlaufwerk gekauft.

Problematisch ist hierbei, dass die meisten Umgebungen Mühe haben, die Mindestdurchsatzrate zu ereichen, die die neueste Bandtechnik benötigt, um Daten auf das Bandmedium schreiben zu können. Bei allen Bandlaufwerken wird gern auf die native Datenrate und die Kompressionsrate von 2:1 hingewiesen. Es gibt jedoch eine kritische Zahl, nämlich die Streaming-Rate, auf die nicht so offensichtlich hingewiesen wird.

Die Streaming-Rate gibt die Geschwindigkeit an, mit der die Daten vom Bandlaufwerk verarbeitet werden müssen, damit das Band ohne anzuhalten am Schreibkopf vorbeilaufen kann. Werden die Daten langsamer geliefert, muss das Laufwerk aufhören zu schreiben, das Band zurückspulen, warten bis sich der Datenpuffer ausreichend gefüllt hat und dann wieder anfangen zu schreiben.

Schnelle Laufwerke, zu langsame Infrastruktur

Das Ganze ist zeitaufwändig und hat zur Folge, dass die Gesamtleistung noch weiter unter die Streaming-Rate sinkt. Außerdem kann es dabei auch zu einer Beschädigung des Bands kommen, die jedoch erst zutage tritt, wenn das Band das nächste Mal gelesen wird.

Sollen Backup-Fenster verkürzt oder größere Datenmengen als bisher innerhalb der bestehenden Backup-Fenster gesichert werden, hat ein Unternehmen oftmals nur die Möglichkeit, neuere und schnellere Bandgeräte zu kaufen. Kann jedoch die alte Umgebung die Daten nicht mehr in der erforderlichen Geschwindigkeit verarbeiten, so hilft es wenig, sie durch Laufwerke der nächsten Generation zu ergänzen.

weiter mit: Streaming wichtiger als maximala Datentransferrate

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