Praxis: Homerun für Cohesity bei den San Francisco Giants

Baseball lebt von Daten

| Redakteur: Tina Billo

Reichten Baseballern einst noch Schläger, Handschuh und Ball aus, um ihr Team voranzubringen, geht auch hier heute nichts mehr ohne Daten. Um im Spiel zu bleiben, setzen die San Francisco Giants bei ihrer Sekundärspeicher-Base auf Cohesity.
Reichten Baseballern einst noch Schläger, Handschuh und Ball aus, um ihr Team voranzubringen, geht auch hier heute nichts mehr ohne Daten. Um im Spiel zu bleiben, setzen die San Francisco Giants bei ihrer Sekundärspeicher-Base auf Cohesity. (Bild: gemeinfrei - Nick Magwood / Pixabay / CC0)

Die Menge an Daten, die das IT-Team der San Francisco Giants erfassen, importieren, verarbeiten, für Auswertungen bereitstellen und sichern muss, verdoppelt sich seit geraumer Zeit jährlich. Um diese zu bewältigen, rüstete das Franchise zunächst seine Primärspeicherumgebung auf. Jetzt folgte ein Austausch der aus Sicht der Verantwortlichen nicht mehr zeitgemäßen Backup-Plattform.

Die San Francisco Giants gehören nicht nur zu den ältesten, sondern auch zu den bekanntesten Baseball-Teams der Welt. Seit dem Jahr 2000 ist der AT&T Park das Zuhause der 1883 in New York gegründeten und 1958 an die Ostküste gezogenen Profi-Mannschaft, die mit 23 Titeln den Rekord in der National League (NL) hält.

Das Stadion gilt aufgrund seiner Lage an der San Francisco Bay und dem damit verbundenen spektakulären Ausblick auf die Bucht als eines der landesweit attraktivsten. Hinter den Kulissen kommt jede Menge High-Tech zum Einsatz - auf diesem Gebiet wird der Baseball-Verband Major League Baseball (MBL) im US-amerikanischen Sportgeschehen inzwischen als Trendsetter angesehen.

Mehr Technik, mehr Daten

Der Einsatz neuer Technologien - angefangen von Wi-Fi über Apps bis hin zu Virtual Reality - räumt nicht nur mit dem verstaubten Image des Sports auf, sondern lockt nach einigen rückläufigen Jahren auch wieder mehr Besucher in die Arenen. Darüber hinaus ist Baseball ein sehr statistiklastiger Sport - so verwundert es kaum, dass Techniken, die eine detaillierte Analyse jedes Spielzugs sowie eine genaue Bewertung der Spieler ermöglichen, zunehmend Einzug halten.

So kommt beispielsweise seit 2015 in allen MLB-Stadien die Statcast-Tracking-Technik zum Einsatz, mit der sich bislang nicht messbare Aspekte des Spieles erfassen lassen. Hierfür fangen rund um das Feld installierte Kameras Aufnahmen ein, die mit Radartechnologien kombiniert werden. Dies ist für die Vereine inzwischen ein unverzichtbares Instrument für Spiel- und Leistungsanalysen, die letztlich über Sieg oder Niederlage entscheiden können.

Zu den Statcast-Daten gesellen sich viele weitere sowohl bei den eigenen Spielen gesammelte oder von der MLB angelieferte Informationen hinzu - beispielsweise Videos in immer höherer Auflösung, Spielerbewertungen, Scouting-Berichte, Publikationen, Fotos etc. Diese belegten zusammengenommen schon vor einigen Jahren gut 125 Terabyte der vorhandenen Speicherkapazität.

Modernisierung der Dateninfrastruktur

Um ausreichend Raum für künftiges Wachstum zu schaffen, entschieden sich die IT-Verantwortlichen der San Francisco Giants daher für neue Primärspeicher. Im Laufe der Zeit erwies sich der bislang verfolgte Sicherungsansatz sowohl unter technischen als auch finanziellen Gesichtspunkten betrachtet, als weiterer Schwachpunkt. Dieser bestand darin, mit Veeam sowie Backup Exec-Software erstellte Backups zunächst lokal auf einer Data Domain Appliance lokal zu sichern und im Anschluss an ein externes Rechenzentrum (Colocation) zu replizieren.

Ein Wechsel war also auch hier unausweichlich - ganz oben auf der Liste stand dabei der Wunsch, die bestehende Sekundärspeicherumgebung zu konsolidieren. Möglichst auf eine einzige Plattform umzustellen, die mit öffentlichen Cloud-Speichern zusammenspielt, nicht übermäßig komplex ist und zudem schnelle Wiederherstellungszeiten garantiert. Zun den weiteren Punkten des Anforderungkatalogs zählten ein einfacheres Datenmanagement inklusive des schnellen Zugriffs auf Daten, sobald erforderlich. Selbsverständlich sollten sich auch Kosteneinsparungen erzielen lassen.

Proof-of-Concept bestanden

Letztlich erfüllten zwei Anbieter die Kriterien und kamen in die engere Wahl. In einer Proof-of-Concept-Installation schlug Cohesity mit seiner Backup- und Wiederherstellungslösung letztlich den Homerun und damit den Mitbewerber aus dem Spiel.

Diese lief so gut, dass die implementierte Cohesity Dataplatform- und Dataprotect-Software mit den als Speicherunterbau dienenden hyperkonvergenten Cohesity C2300-Knoten direkt in den Produktivbetrieb überführt wurde. Für die Archivierung inaktiver Daten wird zudem der AWS Amazon Glacier Cloudspeicher-Service genutzt.

"Wir haben nach einer Plattform gesucht, die sich in öffentliche Cloud-Speicher integriert und leicht zu handhaben ist", erläutert David Woolley, Senior Director Networks Operations bei den San Francisco Giants. Da die IT-Abteilung nicht groß sei, spiele Einfachheit eine wichtige Rolle. Dies gelte vor allem für im Backend eingesetzte Systeme und über diese abgewickelten Prozesse. Hier hätte Cohesity überzeugt.

Schnellere Backups, geringere Kosten

Heute sichert das San Francisco Giants IT-Team mit der Cohesity-Lösung bereits über 350 Terabyte an Daten und damit deutlich mehr als zuvor. Da sich diese nunmehr in öffentlichen Cloud-Speichern ablegen und zugehörigen Cold Storage verschieben lassen, müssen hierfür nicht länger die Dienste des Colocation-Rechenzentrums in Anspruch genommen werden. Dies vereinfacht nicht nur das Datenmanagement, sondern spart obendrei Geld und das nicht zu knapp: Rund 15.000 US-Dollar pro Jahr sollen es sein, hinzu kämen geringere Wartungs- und Servicekosten.

Weitere Vorteile von denen die IT heute profitiert, sind um die Hälfte verkürzte Backup-Fenster, die schnellere Wiederherstellung von Daten sowie deren einfachere Verwaltung. Dadurch kann sich das Team verstärkt auf strategische Aufgaben, die Baseball-Mannschaft voranbringende IT-Aufgaben konzentrieren.

Ausblick

Künftig plant das IT-Team, Cohesitys SQL-Klon- und Kopierfunktion zu nutzen. Dadurch ließe sich für Test- und Entwicklungszwecke direkt auf Datenbank-Snapshots zugreifen - Fehler könnten dadurch leichter behoben und Analysen schneller durchgeführt werden.

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