Kommentar von Ernst Hutsteiner, AvePoint Deutschland

BLOB Offloading – Chancen und Risiken

| Autor / Redakteur: Ernst Hutsteiner / Nico Litzel

Der Autor: Ernst Hutsteiner ist SE Manager D/A/CH, AvePoint Deutschland GmbH
Der Autor: Ernst Hutsteiner ist SE Manager D/A/CH, AvePoint Deutschland GmbH

Das Auslagern von Binary Large Objects (BLOBs) aus Datenbanken ist im Zusammenhang mit SharePoint heute in aller Munde. Unternehmen erhoffen sich davon neben Kosteneinsparungen vor allem höhere Skalierbarkeit, bessere Performance und ein einfacheres Handling großer Datenmengen.

Richtig ist, dass jeder dieser genannten Vorteile zutreffen kann. Richtig ist aber auch, dass das bloße Auslagern von BLOBs aus Content-Datenbanken allein nicht zwangsläufig Vorteile mit sich bringt. Im Folgenden wird nicht nur auf Chancen und Risiken eingegangen, die sich mit dem Auslagern von BLOBs ergeben, sondern auch gezeigt, wo sich Einsparungen ergeben und welche Missverständnisse in der Praxis oft bestehen.

Das Problem

SharePoint legt Daten in Microsoft-SQL-Server-Datenbanken ab, die als Content-Datenbanken bezeichnet werden. Bei den abgelegten Daten unterscheidet man zwischen strukturierten und unstrukturierten Daten. Als „strukturiert“ werden Daten bezeichnet, die normalerweise in einer relationalen Datenbank auch vorgefunden werden. Daten also, die einem bestimmten Datentyp zugewiesen und entsprechend in Zeilen und Spalten von Datenbanktabellen einsortiert werden.

Bei SharePoint sind das zum Beispiel Metadaten wie „Owner“, „Modified Date“, „Type“ oder „Name“. „Unstrukturiert“ sind dagegen Daten, die in Form von Dokumenten, Excel-Dateien, PDFs, Videos etc. in die Datenbank eingepflegt werden. Man bezeichnet sie auch als BLOBs (binary large objects). Sie werden in Spalten des Datentyps varbinary(max) abgelegt. Die maximale Größe eines BLOBs ist damit auf zwei Gigabyte limitiert.

Ein relationales Datenbank-Management-System wie Microsoft SQL Server ist nicht immer der ideale Ort für BLOBs, da sie viel Platz verbrauchen, die Datenbankfragmentierung erhöhen und zu Performanceeinbußen führen. Jedoch machen BLOBs einen erheblichen Anteil der Content-Datenbanken in SharePoint aus – oft 80 Prozent und mehr.

Die Lösung

Es liegt also nahe, dass man BLOBs gerne loswerden möchte – raus aus der Datenbank – irgendwohin, wo sie weniger stören. Dennoch sollte dabei die transaktionale Integrität gewahrt bleiben. Die Antwort darauf lautet RBS (Remote BLOB Store): ein API, das von Microsoft seit SQL Server 2008 zur Verfügung gestellt wird und das Auslagern von BLOBs auf externen Speicher ermöglicht. Microsoft nutzt dieses API mit der in SQL Server 2008 neuen Filestream-Option, aber auch andere Softwareschmieden wie z. B. AvePoint nutzen diese Technik, um daraus moderne Lösung zu bauen.

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