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Tipp: Weboberfläche für zahlreiche Speicherprotokolle Filestash bündelt viele Speicher-Backends

Von Thomas Joos 2 min Lesedauer

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File Browser bekommt keine Updates mehr. Administratoren mit einer Weboberfläche für ihre Dateien brauchen einen Nachfolger, der mehr abdeckt als ein einzelnes Verzeichnis. Filestash übernimmt diese Rolle und legt eine gemeinsame Oberfläche über zahlreiche Speicherprotokolle, vom lokalen Ordner bis zum Objektspeicher.

Mit Filestash lässt sich über die Weboberfläche auf eine breite Palette an Speicherorten zugreifen.(Bild:  KI-generiert)
Mit Filestash lässt sich über die Weboberfläche auf eine breite Palette an Speicherorten zugreifen.
(Bild: KI-generiert)

Der Entwickler von File Browser hat den Wartungsstopp Ende Juli angekündigt und das Projekt zum den 1.9.2026 zur Archivierung gesetzt. Neue Funktionen, Fehlerkorrekturen und Sicherheits-Patches bleiben seither aus, die vorhandenen Container-Images bleiben online. Für den produktiven Betrieb reicht das nicht. Filestash bietet einen Ersatz mit größerem Funktionsumfang und stellt Dateien aus vielen Quellen über eine einzige Weboberfläche bereit.

Ein Frontend für viele Protokolle

Filestash trennt die Oberfläche von der Ablage. Der Server verbindet sich mit dem jeweiligen Backend und zeigt dessen Inhalte im Browser an. Unterstützt sind unter anderem S3, MinIO, Backblaze B2 und Azure Blob für Objektspeicher, dazu SFTP, FTP, FTPS und WebDAV für die klassische Übertragung sowie SMB und NFS für Dateifreigaben im lokalen Netz. Auch Git, GitLab, Storj, Dropbox und Google Drive lassen sich anbinden. Ein Administrator hinterlegt die Zugangsdaten zentral und gibt einzelnen Nutzern nur die Ordner frei, die sie sehen sollen. Die Oberfläche zeigt Vorschauen für Bilder, PDF und Textdateien und bindet für die Bearbeitung von Office-Dokumenten einen OnlyOffice-Server an.

Zugriff, Freigaben und Gateway

Die Anmeldung läuft über LDAP, SAML oder OpenID Connect, womit sich Filestash an ein vorhandenes Verzeichnis anschließt. Für die Rechtevergabe stehen rollenbasierte Modelle bereit, bis hin zur Delegation an AWS IAM. Über Freigabelinks teilen Anwender einzelne Ordner oder Dateien mit Externen, mit Ablaufdatum und Passwortschutz. Eine Besonderheit ist die Gateway-Funktion. Filestash stellt angebundene Speicher selbst wieder als SFTP oder S3 bereit, sodass ältere Anwendungen ohne eigenen S3-Client auf den Objektspeicher zugreifen. Über eine MCP-Schnittstelle lassen sich die Dateien zusätzlich für KI-Werkzeuge öffnen.

Migration von File Browser

Der Umstieg verlangt etwas Vorbereitung. File Browser verwaltet ein lokales Verzeichnis mit eigener Benutzerdatenbank, Filestash arbeitet mit externen Backends und externer Anmeldung. Für ein rein lokales Verzeichnis genügt das Backend für das Dateisystem, die Konten wandern in die angebundene Verzeichnisquelle. Filestash läuft quelloffen unter der AGPL als einzelnes Binary oder als Docker-Container und braucht für den Start wenig Konfiguration. Der Server selbst stammt aus einer Go-Codebasis, die Oberfläche aus JavaScript. Der größere Funktionsumfang bringt mehr bewegliche Teile mit. Der Betrieb verlangt dadurch mehr Pflege als ein schlanker Datei-Browser für einen einzigen Ordner.

Fazit

File Browser ist zum 1.9.2026 als aktiv gepflegtes Projekt verschwunden, die vorhandenen Installationen laufen vorerst weiter. Filestash deckt denselben Anwendungsfall ab und geht mit der Anbindung an Objektspeicher, Dateifreigaben und Verzeichnisdienste darüber hinaus. Der höhere Funktionsumfang kostet etwas mehr Einrichtung, öffnet den Zugriff über die Weboberfläche aber für eine breite Palette an Speicherorten.

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